Schlagwort: Finanzinstrumente

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Ergänzung zu IDW RS HFA 48 verabschiedet

Der Hauptfachausschuss des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland (IDW) hat eine Ergänzung bzw. Fortsetzung des IDW RS HFA 48 „Einzelfragen der Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9“ verabschiedet.

Hintergrund für die Ergänzung ist, dass der IFRS 9 die Modifikation von finanziellen Vermögenswerten nur in Teilbereichen regelt und in der Praxis z.T. erheblicher Klärungsbedarf besteht. Daher hat das IDW die Stellungnahme zur Rechnungslegung: Einzelfragen der Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9 (IDW RS HFA 48) um einige Textziffern und einen Anhang ergänzt.

Weitere Informationen zur Verlautbarung finden Sie auf der Homepage des IDW.

Sollten Sie hierzu Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

IFRS für Banken – die 6. Auflage ist da

Das Praxishandbuch „IFRS für Banken“ ist jetzt in der 6. Auflage im Bank-Verlag erschienen.

 

Im Mittelpunkt des branchenbezogenen Handbuchs stehen unverändert die Vorschriften zur Erfassung und Bewertung von Finanzinstrumenten. Die Kommentierung erfolgt erstmals unter Zugrundelegung der neuen Vorschriften des IFRS 9.

Darüber hinaus erfolgt, wie in den Vorauflagen bewährt, eine postenbezogene Darstellung und Kommentierung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für Kreditinstitute. Wegen der zahlreichen neuen Standards wurden diese Kapitel gegenüber der vorangegangenen Auflage vollständig überarbeitet. Dies gilt auch für die Vorschriften zur Konsolidierung (IFRS 10 bis IFRS 12) und zur Umsatzrealisierung (IFRS 15).

Die weiteren Kapitel umfassen die Darstellung der Rahmenbedingungen der internationalen Rechnungslegung und einen Überblick über die neuen Bilanzierungsvorschriften für Leasingverträge (IFRS 16) und Versicherungsverträge (IFRS 17).
Zahlreiche Abbildungen und Beispiele erleichtern die Lesbarkeit und erhöhen den Praxisbezug.

Das Buch (3.326 Seiten, 2 Bände im Schuber) kann zum Preis von 98 EUR beim Bank-Verlag bestellt werden.

Das E-Book kann hier oder hier bestellt werden.

 

 

Fortsetzung des IDW ERS HFA 48 zu Wertminderungen veröffentlicht

Der Hauptfachausschuss des IDW hat eine Fortsetzung des IDW ERS HFA 48 „Einzelfragen der Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9“ verabschiedet. Diese befasst sich mit dem Wertminderungsmodell nach IFRS 9 und enthält u.a. Ausführungen zu den folgenden Themen:

  • Anwendungsbereich der Wertminderungsregelungen
  • Bestimmung einer signifikanten Erhöhung des Kreditausfallrisikos
  • Bemessung der erwarteten Kreditverluste
  • Verwendung von angemessenen und belastbaren Informationen.

Der Entwurf der IDW Verlautbarung kann auf der Internetseite www.idw.de abgerufen werden. Sollten Sie Fragen zum IDW ERS HFA 48 oder allgemein zum IFRS 9 haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

IDW ERS HFA 48 wurde veröffentlicht

Veröffentlichung des Entwurfs der IDW Stellungnahme zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9 (IDW ERS HFA 48)

Am 18. Mai 2016 hat das IDW den Entwurf der Stellungnahme zur Rechnungslegung: Einzelfragen der Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9 veröffentlicht.

Der vom Hauptfachausschuss des IDW veröffentlichte Entwurf mit Stand 13. Mai 2016 befasst sich mit den Themen Anwendungsbereich des IFRS 9, Abgang von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, Klassifizierung (Geschäftsmodellanalyse und Zahlungsstrombedingung) sowie Bewertung ohne Wertminderungen.

Die Kommentierungsfrist endet am 19. August 2016.

Informationen zur Veröffentlichung sowie eine Downloadmöglichkeit des Entwurfs finden Sie auf der IDW Homepage.

 

Neues Forschungsprojekt des IASB: Finanzinstrumente – Eigenkapital versus Fremdkapital

Bereits im Februar 2008 veröffentlichte das IASB ein Diskussionspapier zum Thema Finanzinstrumente mit Eigenkapitalmerkmalen, das jedoch im Oktober 2010 auf unbestimmte Zeit verschoben wurde.

Nun plant das IASB dieses Thema erneut in Angriff zu nehmen. Ziel ist es zusammen mit dem Exposure Draft zum Rahmenkonzept Ende 2014 ein neues Diskussionspapier zu Finanzinstrumenten mit Eigenkapitalmerkmalen (in Englisch: FICE – Financial Instruments with Characteristics of Equity) zu veröffentlichen.

Das IASB greift dieses Thema aus verschiedenen Gründen wieder auf. In diversen Stellungnahmen zum Diskussionspapier zum Rahmenkonzept vom Juli 2013 wurde angemerkt, dass die Abgrenzung zwischen emittierten Eigen- und Fremdkapitalinstrumenten detaillierter erarbeitet werden muss, bevor das Rahmenkonzept finalisiert wird. Darüber hinaus hat auch das IASB selbst schon angemerkt, dass es zwischen IFRS 2 und IAS 32 unterschiedliche Abgrenzungen gibt. Hinzu kommt, dass beim IFRS IC in letzter Zeit vermehrt Anfragen zur Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital eingegangen sind.

Für Banken könnte dieses Forschungsprojekt mehrere Auswirkungen haben. So ist z.B. geplant, dass auch die Diskussionen über die sogenannten Non-viability-Anleihen in das Projekt einfließen werden; Non-viability-Anleihen sind Anleihen, die z.B. bei Unterschreiten der regulatorischen Eigenkapitalanforderungen automatisch in Aktien umgewandelt werden müssen. Außerdem könnten sich durch eine andere Bilanzierung im IFRS-Konzernabschluss auch Auswirkungen auf regulatorische Anforderungen ergeben.

IFRS 9 Phase II – IASB Meeting (Oktober 2013)

Die Regelungen zur Ermittlung und Bilanzierung von erwarteten Verlusten aus finanziellen Vermögenswerten (IFRS 9 – Phase 2) waren Gegenstand des IASB Meeting am 31. Oktober 2013. Wesentliche Änderungen des Exposure Draft (ED) Financial Instruments: Expected Credit Losses vom März 2013 (siehe Blogbeitrag vom 8. März 2013) wurden nicht beschlossen, jedoch vereinzelte Aspekte des general models bestätigt und verdeutlicht.

Unter anderem wurden folgende Themen in dem Meeting behandelt:

  • Es wurde bestätigt, dass bei signifikanter Verschlechterung der Bonität (credit deterioration) ein lifetime expected credit loss erfasst werden muss. Die Beurteilung einer signifikanten Verschlechterung der Bonität kann vereinfachend auch auf Basis eines maximal akzeptierten Kreditrisikos für ein bestimmtes Portfolio untersucht werden. Es wurde ferner diskutiert, dass bei der Untersuchung der Bonität weiterhin vorrangig auf die Ausfallwahrscheinlichkeit (PD) abzustellen ist, wobei jedoch z.B. eine Verschlechterung des LGD als Indikator für eine Verschlechterung der Kreditqualität dienen könnte.
  • Die operationellen Erleichterungen des ED sollen bestehen bleiben. Folglich gilt die widerlegbare Vermutung, dass ein Zahlungsverzug von 30 Tagen als signifikante Verschlechterung der Bonität angesehen wird. Ebenfalls bestätigt wurde die Vereinfachung, dass für Finanzinstrumente, die am Bilanzstichtag ein geringes Bonitätsrisiko aufweisen, angenommen werden kann, dass für diese Finanzinstrumente keine signifikante Verschlechterung der Kreditqualität vorliegt.
  • Im Rahmen der Diskussion zur Berechnung des expected credit loss bestätigte das IASB den überwiegenden Teil der Vorschläge des Staff aus dem ED. Abgelehnt wurde hingegen der Vorschlag bei der Ermittlung des expected credit loss weiterhin „jeden angemessenen Zinssatz“ als Diskontsatz zu akzeptieren, der zwischen dem risikolosen Zinssatz und dem ursprünglichen Effektivzinssatz (Effective Interest Rate, EIR) liegt. Das Board schlägt nun vor, grundsätzlich den EIR als Diskontzinssatz vorzugeben, sofern vorhanden. Falls nicht vorhanden, soll ein approximativer EIR ermittelt und zur Berechnung des expected credit loss herangezogen werden
  • Den Vorschlägen des Staff in Bezug auf modifizierte Finanzinstrumente wurde zugestimmt. Somit beschränkt sich z.B. der Anwendungsbereich nicht nur auf Modifikationen, die im Zusammenhang mit Restrukturierungen erfolgen, sondern umfasst alle Modifikationen. Darüber hinaus sollen modifizierte Finanzinstrumente nicht von der Anwendung des general model ausgeschlossen werden. Eine durch die Modifikation eingetretene Verringerung des Kreditrisikos in einem Maße, dass im Vergleich zum Zugangszeitpunkt keine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos mehr vorliegt, führt somit zu einer Risikovorsorge in Höhe des 12-month expected credit loss.

 

IASB beschließt weitere Details zur Kategorisierung nach IFRS 9

Am 13. Juni 2012 haben das IASB und das FASB wie erwartet entschieden, dass die GuV-neutrale Fair-Value-Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten (Kategorie Fair Value OCI) nur für solche Finanzinstrumente zulässig ist, deren vertragliche Cashflows ausschließlich Zinsen und Tilgungen darstellen (CCC-Kriterium) und die in einem Geschäftsmodell gehalten werden, dessen Ziel es ist, sowohl die vertraglich vereinbarten Zahlungsströme zu vereinnahmen (Halte-Absicht) als auch Verkäufe zu tätigen.

Darüber hinaus wurde beschlossen, dass die Fair-Value-Option bei Vorliegen eines Accounting Mismatch auf Finanzinstrumente ausgeweitet wird, die eigentlich der Kategorie Fair Value OCI zuzuordnen wären.

 

Um Trends und Perspektiven der Internationalen Rechnungslegung geht es bei unserem 12. Expertenforum am 18. und 19. September 2012. Weitere Informationen finden sie auf unserer Website

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