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EBA veröffentlicht finale Meldevorschriften für FINREP 2.9

Die European Banking Authority (EBA) hat am 16. Juli 2019 die finalen FinRep-Meldevorschriften zu Datenpunktmodell 2.9 veröffentlicht. Die Anpassungen im Rahmen von DPM 2.9 beziehen sich auf die Darstellung von Forbearance und Non-Performing Exposures, auf Angaben in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie zu IFRS 16 Leasing. Von den Anpassungen sind sowohl IFRS-Anwender als auch nGAAP-Anwender betroffen. Das Datenpunktmodeil 2.9. ist erstmalig zum Meldestichtag 30. Juni 2020 anzuwenden.

Im Vergleich zum Konsultationspapier vom 27. August 2018 beinhalten die Meldevorschriften folgende Anpassungen:

  • Die Erstanwendung von DPM 2.9 wird um ein Quartal auf den 30. Juni 2020 verschoben
  • Informationen zu Inflows und Outflows von Non-Performing Exposures sowie Aufgliederungen der Kundengruppen „Nicht finanzielle Unternehmen“ und „Haushalte“ nach Commercial Real Estate Loans und LTV-Ratio wurden aus Template 18 herausgelöst und sind jeweils in einem separaten Template zu zeigen:
    • F18.1: Inflows and outflows of non-performing exposures – loans and advances by counterparty sector
    • F18.2: Commercial Real Estate (CRE) loans and additional information on loans secured by immovable property
  • Die Templates F6.1, F20.4 und F20.5 werden um eine zusätzliche Spalte „of which: defaulted“ ergänzt und somit mit den Offenlegungstabellen gemäß EBA Guideline on the disclosure of non-performing exposures and forborne exposures (EBA/GL/2018/10) in Einklang gebracht
  • F12.1 wird um eine Spalte “Gains or losses on derecognition of debt instruments” erweitert
  • F48 – Additional information – wurde gelöscht

Unverändert zum Konsultationspapier bleiben die Anforderungen hinsichtlich der erweiterten Angaben zu erhaltenen Sicherheiten und Garantien (F 13 – Collateral and guarantees received) sowie die Ergänzungen zu GuV- Aufgliederungen (F16 – Breakdown of selected statement of profit or loss items und F22.1 Asset management, custody and other service functions) bestehen.

Für Institute die ein NPL-Ratio größer oder gleich 5% aufweisen und die Kriterien von „small and non-complex” gemäß CRR II nicht erfüllen sind zur Überwachung der NPE-Strategie weitere umfassende Templates zu melden:

  • F23 – Loans and advances: additional information
  • F24 – Flows of non performing exposures, impairment & write offs since the end of the last financial year
  • F25 – Collateral obtained by taking possession and execution processes
  • F26 – Forbearance management and quality of forbearance
  • F47 –  Loans and advances: Average duration and recovery periods

Die finalen Meldevorschritfen zu DPM 2.9 müssen noch in europäisches Recht übernommen werden. Die Erstanwendung der EBA Guideline on the disclosure of non-performing exposures and forborne exposures (EBA/GL/2018/10) bleibt unverändert der 31. Dezember 2019.

Unter folgendem Link finden Sie weitere Informationen zu finalen Anpassungen der FINREP-Meldevorschriften (DPM 2.9): https://eba.europa.eu/-/eba-amends-implementing-technical-standards-on-supervisory-reporting-with-regard-to-financial-information-finrep-

EBA Konsultationspapier zu Non-Performing und Forborne Exposures

Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) hat am 27. April ein Konsultationspapier zu den aufsichtlichen Anhangangaben & Offenlegungsvorschriften für Non-Performing und Forborne Exposures veröffentlicht.

Inhaltlich unterscheidet die Guideline zwischen zwei Arten von Templates:

  • Templates, die von allen Kreditinstituten jährlich und von signifikanten Kreditinstituten mit einem erhöhten NPL Ratio (>5%) halbjährlich zu befüllen sind (in Summe 4),
  • Templates, die von signifikanten Kreditinstituten mit einem erhöhten NPL Ratio (>5%) jährlich zu befüllen sind (in Summe 6).

Diese Templates zeigen die Volumina und das Niveau der Non-Performing und Forborne Exposures sowie auch der Foreclosed Assets. Die Vorgaben der Templates sind weitgehender als jene der aktuell gültigen FINREP Templates und umfassen u.a. folgende zusätzliche Informationen/Themenstellungen:

  • Qualität der Forbearance-Maßnahmen
  • Erweiterung der Klassifizierung von Non-Performing Exposures
  • Erweiterung der Klassifizierung von Performing & Non-Performing Exposures (in Abhängigkeit vom IFRS 9 Staging)
  • Offenlegung von kumulierten partiellen Abschreibungen
  • Geographischer Split der Performing & Non-Performing On & Off-Balance Exposures inkl. der akkumulierten Risikovorsorge
  • Split der Performing & Non-Performing Exposures nach dem LTV Bucket
  • Offenlegung von Inflows und Outflows der Non-Performing Portfolios (kumulierte Recoveries pro Outflow-Type)
  • Offenlegung von Collateral-Bewertungen (der Foreclosed Assets) im Zugangszeitpunkt und deren Impairment

Die Guideline kann bis 27. Juli 2018 kommentiert werden. Die finale Version (die Veröffentlichung erfolgt voraussichtlich Ende 2018) wird ab 31. Dezember 2019 in Kraft treten.

Aufsichtliche Finanzinformationen: IFRS 9 ändert FINREP

Anpassungen der IFRS- und nGAAP-Meldebögen

Die Pflicht zur Erstanwendung der Bilanzierungsvorschriften für Finanzinstrumente gemäß IFRS 9 zum 01.01.‌2018 führt zu einem umfassenden Anpassungsbedarf der entsprechenden Meldebögen für aufsichtliche Finanzinformationen (sog. FINREP-IFRS-Meldebögen). Die derzeit anzuwendenden IFRS-Meldebögen basieren noch auf den bis zum 31.12.‌2017 gültigen Bilanzierungsvorschriften (IAS 39). Zusätzlich zu den angepassten IFRS-Meldebögen hat die Aufsicht die Meldebögen nach nationalen Bilanzierungsstandards (sog. nGAAP-Meldebögen) angepasst. Diese Anpassungen zielen auf die Wahrung der Konsistenz zwischen IFRS- und beispielsweise HGB-Meldebögen und auf die Beseitigung konzeptioneller Schwächen ab, die auf den praktischen Erfahrungen der Meldepraxis basieren.

Der Artikel „Aufsichtliche Finanzinformationen: IFRS 9 ändert FINREP – Anpassungen der IFRS- und nGAAP-Meldebögen“ von Judith Gehrer, Peter Schüz und Daniel Fröschle ist in Heft 4/2018 der Zeitschrift WPg erschienen.

Aus urberrecthlichen Gründen können wir Ihnen nicht den vollständigen Artikel zur Verfügung stellen.

EBA startet Konsultationsprozess zu Anpassungen der FinRep-Meldung aufgrund von IFRS 9

Am 8.12.2015 hat die EBA ihren Konsultationsprozess zur Anpassung der FinRep-Tabellen für IFRS-Anwender aufgrund des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 9 gestartet. Die vorgeschlagenen Anpassungen, einhergehend mit dem Wegfall und der Ergänzung einzelner Spalten bzw. einzelner FinRep-Tabellen, beziehen sich insbesondere auf:

  • Die im Vergleich zu IAS 39 neuen Kategorisierungsvorschriften nach IFRS 9
  • Die neuen Impairmentvorschriften nach IFRS 9, welche im Vergleich zu IAS 39 die Bildung von Risikovorsorge auf Basis eines 3-stufigen „Expected Loss Models“ vorsehen
  • Die Anpassungen der Vorschriften zu Hedge Accounting

Von den Anpassungen sind zunächst ausschließlich IFRS-Anwender betroffen. Zu einem späteren Zeitpunkt soll die Notwendigkeit von Anpassungen der FinRep-Tabellen für Nicht-IFRS Anwender geprüft werden.

Die vorgeschlagenen Anpassungen sollen mit dem erstmaligen Anwendungszeitpunkt von IFRS 9, derzeit geplant für den 1. Januar 2018, zusammenfallen. Die neuen FinRep-Tabellen für IFRS-Anwender wären somit zum Berichtsstichtag 31.03.2018 erstmalig zu verwenden.

Die EBA hat ausdrücklich klargestellt, dass ihr Konsultationsprozess keine Auswirkungen auf den Endorsement-Prozess der EU hat. Der Konsultationsprozess der EBA endet am 8. März 2016.

FinRep für alle – auch für HGB-Bilanzierer

Mit dem veröffentlichten Verordnungsentwurf „Draft Regulation of the European Central Bank on reporting of supervisory financial information“ werden die FinRep-Meldeanforderungen auch auf Einzelinstitutsebene nach nationalen Rechnungslegungsvorschriften relevant. In unterschiedlichem Umfang sind grundsätzlich alle von der Europäischen Zentralbank (EZB) bzw. den nationalen Aufsichtsbehörden regulierten Kreditinstitute innerhalb des Single Supervisory Mechanism (SSM) betroffen.

Der Artikel FinRep für alle – Der Entwurf der EZB zum Supervisory Financial Reporting auch für HGB-Bilanzierer von Judith Gehrer, Joachim Krakuhn und Sven Meyer ist in der Februarausgabe der IRZ – Zeitschrift für Internationale Rechnungslegung erschienen. Er stellt die Meldeanforderungen sowie den Umfang der Meldepflichten für deutsche Kreditinstitute dar.

Aus urheberrechtlichen Gründen können wir Ihnen nicht den vollständigen Artikel zur Verfügung stellen. Unseren PwCPlus-Kunden steht der Artikel ab Mai 2015 zur Verfügung. Mehr über unsere Rechercheapplikation PwCPlus erfahren Sie hier: www.pwcplus.de.

 

EBA veröffentlicht finalen Entwurf des ITS on Reporting zum FINREP

Die European Banking Authority (EBA) hat am 26. Juli 2013 die finalen Entwürfe der Implementing Technical Standards (ITS) zum aufsichtsrechtlichen Reporting veröffentlicht (Final draft technical standards on supervisory reporting requirements).

Hintergrund

Mit den finalen Entwürfen zum aufsichtrechlichen Meldewesen hat die EBA den Grundstein zur Umsetzung der aus der CRR (Verordnung (EU) Nr. 575/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 über Aufsichtsanforderungen an Kreditinstitute und Wertpapierfirmen und zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 646/2012) resultierenden Reportinganforderungen gelegt. Der ITS on Reporting ist damit Teil des Single Rule Book zur Sicherstellung einer EU-weit harmonisierten Bankenaufsicht. Die Reportinganforderungen beinhalten Vorgaben zum Financial Reporting (FINREP sowie zum Reporting der Eigenmittelanforderungen (COREP), der Leverage Ratio und der Liquiditätskennzahlen.

Ausführlichere Informationen zu den aufsichtsrechtlichen Reportinganforderungen finden Sie im Regulatory Blog:

 

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