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EBA-Meinung zu den √úbergangsvorschriften aufgrund von IFRS 9

EBA √§u√üert ihre Meinung zu den √úbergangsvorschriften und der Zuordnung der Risikovorsorge zu SCRA oder GCRA aufgrund der Einf√ľhrung von IFRS 9

Am 22. November 2016 hat die EU der Implementierung von IFRS¬†9 und damit der Abl√∂sung von IAS¬†39 zur Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten zugestimmt. F√ľr die Bewertung von Krediten ist damit auch der Wechsel vom sogenannten ‚Äěincurred loss‚Äú model zum ‚Äěexpected credit loss‚Äú model (ECL) verbunden. Allerdings besteht die Sorge, dass dieser Wechsel bei der erstmaligen Einf√ľhrung von IFRS¬†9 ab Januar 2018 zu ungewollten negativen Auswirkungen auf die Eigenkapitalquoten und damit letztlich auf die F√§higkeit der Banken zur Kreditvergabe f√ľhren k√∂nnte.

Deshalb hat die European Banking Authority (EBA) am 6.¬†M√§rz 2017 ihre Position zu einer m√∂glichen √úbergangsvorschrift zur Ber√ľcksichtigung der Risikovorsorge nach IFRS¬†9 in den ersten Jahren nach der Erstanwendung ver√∂ffentlicht. Sie nimmt darin unter anderem zu den Vorschl√§gen der EU Kommission zum Phase-in von IFRS¬†9 Effekten im Rahmen der aktuellen CRR¬†II Konsultation Stellung. Dabei betont die EBA, dass sie einen statischen Ansatz zur Verteilung des Effektes bevorzugt, da dieser einfacher nachzuvollziehen und umzusetzen ist. Bei einer Umsetzung eines dynamischen Ansatzes, wie ihn die EU Kommission in der CRR¬†II vorschl√§gt, m√ľssten stringente Anforderungen an die Offenlegung definiert werden, um eine harmonisierte Implementierung und Transparenz sicherzustellen.

Des Weiteren ist die EBA der Meinung, dass der Effekt auf die Risikovorsorge nach IFRS¬†9 nicht voll neutralisiert werden sollte, wie es aktuell der Entwurf der CRR¬†II vorschl√§gt. Die EBA empfindet au√üerdem eine Verteilung des Erstanwendungseffektes √ľber vier Jahre ab Januar 2018 als angemessen, wohingegen f√ľnf Jahre vorgeschlagen wurden.

Laut EBA sollte die Anwendung der √úbergangsregelung verpflichtend (baseline regulatory requirement) sein, um eine einheitliche Handhabung zu gew√§hrleisten. Instituten sei es jedoch erlaubt, ihren Erstanwendungseffekt zum 01.01.2018 voll im Eigenkapital zu ber√ľcksichtigen. Eine nachtr√§gliche Anwendung der √úbergangsregelungen sollte nicht m√∂glich sein. Die Entscheidung zur Nutzung der √úbergangsregelung ist offen zu legen.

Die EBA hat in dieser Ver√∂ffentlichung au√üerdem ihre Meinung zur Zuordnung der Risikovorsorge nach IFRS¬†9 beschrieben. Die Risikovorsorge sollte laut EBA den SCRA zugeordnet werden, da die Risikovorsorge auf bestimmte Einzelgesch√§fte zur√ľckzuf√ľhren ist.

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