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IASB/FASB Meeting im Juni: Neues zu Leasing, Offsetting und Revenue Recognition

Leasing

Im Juni haben sich das IASB und das FASB besonders mit der Leasinggeberbilanzierung, Subleases und kurzfristigen Leasingverhältnissen befasst.

Leasinggeber

Das IASB und FASB haben sich im Juni mit einem möglichen Single-Approach für den Leasinggeber beschäftigt. Diskutiert wurde die Erfassung einer Leasingforderung und eines Vermögenswerts in Höhe des Restbuchwerts des Objektes, in der Bilanz des Leasinggebers zum Zeitpunkt des Vertragsbeginns.

Subleases

Für Headlease und Sublease Verträge wurde die mögliche Behandlung unter dem Right-of-use Modell näher erörtert. Die Boards konnten sich auf folgende Punkte vorläufig verständigen:

  • Head- und Sublease Verträge sollen als eigenständige Verträge angesehen und behandelt werden.
  • Der zwischenliegende Leasinggeber hat die allgemeinen Bilanzierungsvorschriften des neuen Standards, sowie die fĂĽr Leasinggeber (Sublease), als auch die fĂĽr Leasingnehmer einschlägigen Regelungen (Headlease) anzuwenden.
  • Wenn sich die Boards bei der Leasinggeberbilanzierung nicht fĂĽr einen Single-Approach, sondern z.B. fĂĽr den Hybrid-Approach entscheiden, dann sollen Leasinggeber in Subleases den anzuwendenden Ansatz (Derecognition oder Purchase Obligation) nach dem Right-of-Use Asset aus dem Headlease ableiten.

 Kurzfristige Leasingverhältnisse

Die aus dem Exposure Draft bekannten Vereinfachungsregelungen, für Leasingverhältnisse mit einer maximalen Laufzeit von 12 Monaten, wurden nochmals bestätigt. Zusätzlich könnte ein Wahlrecht gewährt werden, welches auch den Ansatz kurzfristiger Leasingverträge, nach den allgemeinen Vorschriften des neuen Standards, beim Leasingnehmer ermöglicht. Durch erweiterte Anhangangaben soll dem Bilanzleser vermittelt werden, ob die aktuellen Leasingaufwendungen für kurzfristige Leasingverträge, in der Gewinn- und Verlustrechnung, auch repräsentativ für zukünftige Perioden sind.

Offsetting

Das IASB und das FASB haben drei Alternative zur Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten besprochen. Das IASB hat – wie im Standardentwurf vorgesehen – folgende Saldierungskriterien vorläufig festgelegt. Danach besteht die Pflicht zur Saldierung eines finanziellen Vermögenswerts und einer finanziellen Verbindlichkeit, wenn

  • ein unbedingter und rechtlich durchsetzbarer Anspruch auf Saldierung jederzeit und auch bei Zahlungunfähigkeit, Insolvenz oder Konkurs vorliegt und
  • das Unternehmen beabsichtigt, entweder den Ausgleich auf Nettobasis herbeizufĂĽhren oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswerts die zugehörige Verbindlichkeit abzulösen.

Das FASB hat sich aber – entgegen dem Standardentwurf – vorläufig fĂĽr eine Ausnahme fĂĽr Derivate mit Sicherheitsleistungen unter Master Netting Agreements ähnlich, wie es zur Zeit nach US GAAP gehandhabt wird, ausgesprochen. Das IASB und FASB werden hierzu detaillierte Notesangaben besprechen, um eine Einigung zu ermöglichen.

Revenue Recognition

Die Besprechungen über das Feedback zum Standardentwurf sind abgeschlossen. Der neue Standard soll retrospektiv angewendet werden, aber es werden Übergangsregelungen mit Vereinfachungsmöglichkeiten enthalten sein. Der überarbeitete Standardentwurf soll im dritten Quartal 2011 veröffentlicht werden.

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