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Nächste Schritte in Richtung eines neuen General Hedge Accounting Standards

Das International Accounting Standards Board (IASB) hat die Beratungen zur Neuregelung der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) am Mittwoch, den 30.01.2013, fortgef√ľhrt und die eingereichten Kommentare zum Review Draft diskutiert (siehe Blogbeitrag vom 20. Dezember 2012).

Insbesondere zum Verbot der Einbeziehung des Fremdwährungs-Basis Spread bei der Bestimmung des hypothetischen Derivates im Rahmen von Cashflow Hedges wurden zahlreiche Kommentare eingereicht.

Das IASB hat beschlossen, den Empfehlungen des IASB Staff zu folgen. Nun wird der FX Basis Spread als Sicherungskosten (cost of hedging) angesehen. Die bestehenden Ausnahmen zum Zeitwert der Optionen und zur Zinskomponente eines Terminkontraktes werden um den Fremdw√§hrungs-Basis Spread eines Fremdw√§hrungsswaps erweitert. Dadurch wird eine Erfassung im Sonstigen Ergebnis (OCI) erm√∂glicht. Der Standard wird dementsprechend angepasst und die Erfassung im OCI konkretisiert. Es wird diesbez√ľglich kein neuer Standardentwurf vorgestellt.

Der IASB hat den IASB Staff beauftragt, folgende Klarstellungen im Review Draft vorzunehmen:

  • Die Designation einer Sicherungsbeziehung nach IFRS¬†9 ist zul√§ssig, wenn sie mit dem Risikomanagement konsistent ist (directionally consistent). Die Designation muss nicht vollst√§ndig mit dem Risikomanagement √ľbereinstimmen. ‚Äědirectionally consistent‚Äú ist ein neuer Begriff, was neue Interpretation hervorruft. Es bleibt abzuwarten, ob die bestehenden Sicherungsbeziehungen gem√§√ü IAS¬†39 nach IFRS¬†9 √ľbernommen werden k√∂nnen.
  • Ein Beispiel soll darstellen, wann eine Sicherungsbeziehung aufzul√∂sen ist.
  • In der Basis for Conclusions soll auch erg√§nzt werden, dass die Implementation Guidance aus IAS¬†39 nicht √ľbernommen wird. Das bedeutet allerdings nicht, dass diese zuk√ľnftig nicht gelten soll.

Abschlie√üend wurde der Anwendungsbereich des Review Draft diskutiert. Grundlage der Diskussion sind die heute unter IAS¬†39 designierten Cash Flow Hedge-Sicherungsbeziehungen auf Macro-Ebene f√ľr Zinsrisiken. In den an das IASB gerichteten Kommentaren, wurde insbesondere die Frage gestellt, ob die im Review Draft vorgesehene Ausnahme f√ľr Fair Value Hedges von Zinsrisiken auf Portfolioebene auch f√ľr Macro Cash Flow Hedges anwendbar ist, so lang der finale Standard f√ľr Marco Hedge Accounting nicht abgeschlossen ist.

Das IASB hat festgestellt, dass weitere Analysen und R√ľcksprachen mit der Praxis hinsichtlich der aktuellen Sicherungsbeziehungen auf Macro-Ebene und der Auswirkung der EU-Carve-out-Version notwendig sind. Der IASB Staff soll dem IASB konkrete Vorschl√§ge in einem n√§chsten Meeting (Februar oder M√§rz) vorstellen. Damit w√ľrde sich der finalen Standard f√ľr Hedge Accounting leicht verschieben.

Fortf√ľhrung der Beratungen zu neuen Makro Hedging-Regelungen

Das IASB hat am 17. Juli 2012 seine Beratungen zur Entwicklung neuer Macro Hedge Accounting-Regelungen fortgesetzt und sich dabei mit einem weiteren Risikomanagement-Ansatz aus der Bankenpraxis auseinander gesetzt. Es wurden keine (vorläufigen) Entscheidungen getroffen.

Die bisher gef√ľhrten Diskussionen basierten auf der Annahme, dass s√§mtliche finanzielle Verm√∂genswerte durch finanzielle Verbindlichkeiten refinanziert werden. Die verbleibende fest-verzinsliche Nettoposition wird dann vollst√§ndig mittels Zinsswaps in eine variabel verzinsliche Nettoposition gedreht. Im Zins-Risikomanagement gibt es jedoch auch den Ansatz, das Eigenkapital als eine festverzinsliche finanzielle Verbindlichkeit anzusehen, um damit eine bestimmte Eigenkapitalrendite zu erreichen. Diese Methode wird in der Praxis als‚ÄěEquity Model Book‚Äú bezeichnet.

Das IASB hat in der Sitzung diskutiert, ob und falls ja, wie dieses Equity Model Book in das Macro Hedge Accounting einbezogen werden soll. Die Vorteile w√§ren, dass damit das interne Zins-Risikomanagement auch in der Finanzberichterstattung abgebildet werden k√∂nnte. Nachteile sah das Board insbesondere beim m√∂glichen Widerspruch zum ‚ÄěConceptual Framework‚Äú zur Bewertung des Eigenkapitals sowie in der Frage, ob eine Absicherung der Eigenkapitalrendite ggf. √ľber die Ziele des Hedge Accounting hinausgehen w√ľrden. Bei der Entscheidung, ob das Equity Model Book in das Diskussion Paper zu Macro Hedging einbezogen wird, sollen die Transparenzaspekte und die Entscheidungsn√ľtzlichkeit der Informationen f√ľr die externe Bilanzadressaten abgewogen werden.

Makro Hedge Accounting: Keine neuen Regelungen in IFRS 9

Um weitere Alternativen beleuchten und vermehrt Feedback aus der Praxis einholen zu k√∂nnen, hat das IASB entschieden, zum Thema Makro Hedge Accounting zun√§chst ein Discussion Paper (DP) und noch keinen Exposure Draft (ED) zu erstellen und zu ver√∂ffentlichen. Dies f√ľhrt dazu, dass keine neuen Makro Hedge Accounting-Regelungen in den IFRS¬†9 aufgenommen werden. Stattdessen werden die bestehenden Makro Hedge Accounting-Regelungen des IAS¬†39 unver√§ndert in IFRS¬†9 √ľbernommen bis diese zu einem sp√§teren Zeitpunkt durch die neuen Regelungen abgel√∂st werden.

In der kommenden Woche setzt sich das IASB unter anderem mit der Frage auseinander, ob nach IFRS 9 in Abh√§ngigkeit des verfolgten Business Model eine GuV-neutrale Fair-Value-Bewertung auch f√ľr Fremdkapitalinstrumente m√∂glich sein soll.

IASB ver√∂ffentlicht Agenda Papers f√ľr Meeting Ende Februar 2012

Ab dem 27. Februar tagen das IASB und das FASB erneut, um u.a. die Beratungen zur k√ľnftigen Bilanzierung von Finanzinstrumenten fortzuf√ľhren. K√ľrzlich wurden die Agenda Papers ver√∂ffentlicht, die Gegenstand der Beratungen sein werden. Nachfolgend stelle ich Ihnen die wesentlichen Inhalte (Klassifizierung und Bewertung, Impairment sowie Makro Hedge Accounting) dar. √úber die Ergebnisse des gemeinsamen Meetings von IASB und FASB werde ich Sie dann im Anschluss zeitnah informieren.

Klassifizierung und Bewertung

Im Rahmen des Meetings soll im Wesentlichen die Beurteilung der contractual cash flow characteristics (CCC-Kriterium) diskutiert werden. Ziel ist, das an das IASB adressierte Feedback bzgl. der Anwendung des CCC-Kriteriums f√ľr einzelne finanzielle Verm√∂genswerte zu ber√ľcksichtigen und eine Ann√§herung der Regelungen des IFRS 9 und des FASB tentative model zu erreichen.

Die Beurteilung des CCC-Kriteriums f√ľhrt nach Meinung des Staff bereits heute grunds√§tzlich zu einer identischen Klassifizierung und Bewertung von Derivaten und Eigenkapitalinstrumenten nach IFRS 9 und dem FASB tentative model. Auch f√ľr Fremdkapitaltitel schl√§gt der Staff nun einen angeglichenen Ansatz vor, der auf dem aus dem IFRS 9 bekannten ‚Äěsolely payments of principal and interest‚Äú Ansatz basiert.

Der Staff empfiehlt in diesem Zusammenhang geringf√ľgige √Ąnderungen an IFRS 9 bzw. der application guidance zu IFRS 9. Bei der Beurteilung, ob ein finanzieller Verm√∂genswert ausschlie√ülich solely payments of principal and interest aufweist, soll von den Bilanzierenden bei einer Modifikation der Zins- und Tilgungszahlungen analysiert werden, ob dies noch dem Gedanken der solely payments of principal and interest entspricht. Unter einer Modifikation versteht der Staff beispielsweise eine Abweichung in der H√§ufigkeit der Zinsanpassungsm√∂glichkeit (z.B. monatlich), die nicht zum zugrundeliegenden Referenzzinssatz (z.B. 3-Monats-Libor plus Aufschlag f√ľr das Kreditrisiko) passt. Bei den Regelungen zur Behandlung von K√ľndigungs- und Verl√§ngerungsoptionen sowie sonstigen vertraglichen Vereinbarungen, die den Zeitpunkt oder die H√∂he der Zahlungsstr√∂me beeinflussen, spricht sich der Staff allerdings gegen eine √Ąnderung des Standardtextes aus.


Keine Vorschläge macht der Staff zu den Themen Trennungspflicht eingebetteter Derivate, Behandlung von Non-Recourse Finanzierungen und Bilanzierung von Verbriefungstiteln (contractually linked instruments). Die Beratungen hierzu sollen zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

Impairment:

Beratungen zum Umgang mit Verbesserungen in der Kreditqualität sowie der Anwendung des Expected-Loss-Modells auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Beratungen der k√ľnftigen Impairment-Regelungen dauern an. Im Februarmeeting von IASB und FASB sollen weitere Konkretisierungen des Three Bucket Approach vorgenommen werden. Dem Auftrag der Boards folgend, hat der Staff Vorschl√§ge erarbeitet, ob und unter welchen Umst√§nden einmal wertgeminderte Finanzinstrumente aus Bucket 2 bzw. 3 in Bucket 1 zur√ľcktransferiert werden sollen.

F√ľr begebene und erworbene nicht wertgeminderte Finanzinstrumente empfiehlt der Staff den Boards nach W√ľrdigung der Alternativen und Abw√§gung m√∂glicher Umsetzungsschwierigkeiten, dass Finanzinstrumente, deren Kreditqualit√§t sich wieder verbessert hat, aus Bucket 2 bzw. 3 in Bucket 1 zur√ľcktransferiert werden sollen. F√ľr die Beurteilung des R√ľcktransfers, sind die gleichen Kriterien und Indikatoren heranzuziehen wie f√ľr den vorherigen Transfer aus Bucket 1 in Bucket 2 bzw. 3. F√ľr Finanzinstrumente, die bei Erwerb bereits eine Wertminderung aufweisen und bei Zugang folglich direkt in Bucket 2 bzw. 3 erfasst werden, empfiehlt der Staff vor dem Hintergrund der hohen Umsetzungskomplexit√§t einen zwingenden Verbleib in Bucket 2 bzw. 3 auch im Falle einer sp√§teren Verbesserung der Kreditqualit√§t. G√ľnstige als auch ung√ľnstige Erwartungs√§nderungen an zuk√ľnftige Zahlungsstr√∂me w√ľrden somit direkt erfolgswirksam als Anpassung der Risikovorsorge erfasst.

Weiterer Schwerpunkt des Meetings wird sein, wie das entwickelte Impairment-Konzept auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen angewendet werden soll. Unter der Pr√§misse m√∂glicher Vereinfachungen bei Anwendung des Konzepts, empfiehlt der Staff die Bildung der Risikovorsorge auch f√ľr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Finanzierungskomponente auf Grundlage eines Expected-Loss-Ansatzes. Begr√ľndet wird dies unter anderem dadurch, dass Forderungen aus Lieferungen und Leistungen die Definition eines Finanzinstruments erf√ľllen und daher auch keinem konzeptionell anderen Modell unterworfen werden sollten.

Makro Hedge Accounting: Beratungen werden fortgef√ľhrt

Im Rahmen des Meetings werden die Diskussionen zur Abbildung von Marko Hedging auf Basis der in den Boardmeetings im Dezember 2011 und Januar 2012 vorl√§ufig getroffenen Entscheidungen fortgef√ľhrt. Im Fokus ist dabei weiterhin die bilanzielle Abbildung des Risikomanagements von Zins√§nderungsrisiken (inkl. prepayments) bei Kreditinstituten. Die Ber√ľcksichtigung anderer Risiken sowie anderer Branchen werden sp√§ter diskutiert. Grundlage des Ansatzes zum Makro Hedging ist das Valuation Concept mit einer GuV-wirksamen Bilanzierung der Sicherungsderivate und der abgesicherten Positionen zum Fair Value ‚Äď √§hnlich zu den bestehenden Vorschriften des IAS 39. Zur Bestimmung der Risikoposition wird im Gegensatz zum aktuellen IAS 39 das Prinzip des offenen Portfolio-Levels verfolgt, also die Betrachtung der gesamten Nettoposition aus einem abgesicherten (Kredit)-Portfolio und der refinanzierenden Verbindlichkeiten. In dem Ansatz sollte die abgesicherte (Netto-)Position um die auf das gesicherte Risiko bezogenen Fair-Value-√Ąnderungen (Benchmarkzinssatz) angepasst werden. Im Rahmen der Beratungen werden weiterhin keine konkreten Fragen an das Board adressiert.

 

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