Schlagwort: Versicherungsverträge

Bleiben Sie auf dem Laufenden - der Versicherungsverträge RSS-Feed

Follow-up zur Diskussionsbereitschaft des IASB bzgl. der Änderungen an IFRS 17

In seiner Sitzung am 20. November 2019 wurden dem International Accounting Standard Board (IASB) vom Staff die wesentlichen Ergebnisse der 122 eingereichten Stellungnahmen zum ED/2019/4 zur Entscheidung über das weitere Vorgehen vorgelegt (siehe auch unseren Blogbeitrag vom 13. November 2019).

Das Feedback aus den Stellungnahmen wurde vom Staff in die folgenden drei Kategorien zusammengefasst (Überblick über die Themen):

  1. Vorgeschlagene Änderungen, mit der Empfehlung, sie zu bestätigen (sechs Themen)
  2. Themen zur Klärung (13 Themen)
  3. Sachverhalte, die aus Sicht des Staffs nicht weiter zu betrachten sind (14 Themen)

Alle 14 Boardmitglieder sind damit einverstanden, die sechs vorgeschlagenen Änderungen, die das IASB Staff als abgeschlossen ansieht, in einer zukünftigen Sitzung zu bestätigen.

Gleichzeitig einigen sich die 14 Boardmitglieder, über mögliche Änderungen an den 13 vom Staff vorgeschlagenen Themen auf Basis einer weiteren Analyse durch das Staff in den Sitzungen im Zeitraum von Dezember 2019 bis Februar 2020 zu entscheiden.

Dabei nennt das Staff die folgenden 13 Themen, welche dem Board auf Grundlage des Feedbacks zur Klärung vorlegt werden (Link):

  • Ausschluss vom Anwendungsbereich für Kreditkarten,
  • Erwartete Wertaufholung der Cashflows i. Z. m. Abschlusskosten,
  • Behandlung der CSM, die auf Investment Services bei Versicherungsverträgen ohne direkte Überschussbeteiligung entfällt,
  • Deckung von Verlusten aus zugrunde liegenden Versicherungsverträgen bei gehaltenen Rückversicherungsverträgen,
  • Anwendbarkeit der Risikominderungsoption,
  • Verschiebung des Erstanwendungszeitpunkts von IFRS 17,
  • Verlängerung einer temporären Befreiung von IFRS 9,
  • Übergangserleichterungen für die Risikominderungsoption,
  • Geringfügige Änderungen,
  • Ebene der aggregierten jährlichen Kohorten für Versicherungsverträge mit generationsübergreifender Risikoverteilung zwischen den Versicherungsnehmern,
  • Unternehmenszusammenschlüsse – Verträge, die in ihrer Abwicklungsperiode erworben wurden,
  • Bewertungsparameter bei Zwischenabschlüssen,
  • Zusätzliche spezifische Übergangsmodifikationen und Erleichterungen.

Weiterhin stimmen 13 Boardmitglieder zu, dass bezüglich der 14 Sachverhalte, welche aus Sicht des Staffs durch das Board nicht weiter zu betrachten sind, kein erneuter Diskussionsbedarf besteht. Die Boardmitglieder verständigen sich zudem darauf, einzelne in dieser Kategorie aufgeführte Themen auf Grund von Wechselwirkungen mit ähnlichen Fragestellungen gegebenenfalls erneut zu diskutieren.

Die nächste Sitzung des IASB findet vom 9. – 12. Dezember 2019 statt. Wir werden Sie zeitnah über die Entscheidungen und Ergebnisse aus den Diskussionen des Boards informieren.

Weitere Informationen können unter nachfolgenden Links aufgerufen werden:

ED/2019/4 zu Änderungen an IFRS 17: Mögliche Diskussionsbereitschaft des IASB

Nach dem Feedback zum Exposure Draft (ED/2019/4) zu Änderungen von IFRS 17 besteht die Möglichkeit der Diskussionsbereitschaft des IASB zu ausgewählten Themen

Am 20. November 2019 tagt das International Accounting Standard Board (IASB) mit dem Ziel, die wesentlichen Ergebnisse der 122 eingereichten Stellungnahmen zum ED/2019/4 zu erörtern und über weitere Vorgehensweisen zu entscheiden.

Diesbezüglich wird durch das Staff das Feedback aus den Stellungnahmen in die folgenden drei Kategorien zusammengefasst:

  1. Vorgeschlagene Änderungen, welche das Staff dem Board empfiehlt zu bestätigen
  2. Sachverhalte, welche aus Sicht des Staffs durch das Board nicht weiter zu betrachten sind
  3. Themen, welche das Staff dem Board zur Klärung vorlegt

Zu den sechs vorgeschlagenen Änderungen, die das IASB Staff als abgeschlossen ansieht, zählen (Link):

  • Vereinfachter Ausweis von Versicherungsverträgen in der Bilanz auf Grundlage von Portfolioebene statt auf Gruppenebene von Versicherungsverträgen
  • Behandlung der CSM, die auf Investment Services bei Versicherungsverträgen mit direkter Überschussbeteiligung entfällt.

Unter die 14 aus Sicht des Staffs nicht weiter zu betrachtenden Sachverhalte fallen unter anderem Themen wie (Link):

  • die Erstellung von Vergleichszahlen zur erstmaligen Anwendung von IFRS 17,
  • die Zahlungsströme innerhalb der Vertragsgrenzen in Zusammenhang mit gehaltenen Rückversicherungsverträgen,
  • der Anwendungsbereich des Variable Fee Approaches im Hinblick auf aktive und passive Rückversicherungsverträge.

Bezüglich der 13 Themen, welche dem Board auf Grundlage des Feedbacks zur Klärung vorlegt werden, nennt das Staff beispielsweise (Link):

  • die Verschiebung des Erstanwendungszeitpunkts von IFRS 17,
  • die Verlängerung einer temporären Befreiung von IFRS 9,
  • die erwartete Wertaufholung der Cashflows i. Z. m. Abschlusskosten,
  • die Behandlung der CSM, die auf Investment Services bei Versicherungsverträgen ohne direkte Überschussbeteiligung entfällt,
  • die Deckung von Verlusten aus zugrunde liegenden Versicherungsverträgen bei gehaltenen Rückversicherungsverträgen,
  • Unternehmenszusammenschlüsse – Verträge, die in ihrer Abwicklungsperiode erworben wurden,
  • Bewertungsparameter bei Zwischenabschlüssen

Darüber hinaus führen einige Teilnehmer in deren Stellungnahmen auch bisher unberücksichtigte Problemstellungen und Umsetzungsfragen an. Um gegebenenfalls Maßnahmen einzuleiten, werden sämtliche Themen, welche bisher nicht Gegenstand der Diskussionen zu IFRS 17 waren, entsprechend analysiert und dem Board in einer zukünftigen Sitzung vorgelegt. Gleichzeitig werden jedoch Bedenken geäußert, dass zum aktuellen Zeitpunkt der Implementierung weitere Änderungen eher nachteilig sein können.

Das Staff weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass mögliche Änderungen weder die Grundprinzipien des IFRS 17 verletzen dürfen, die bereits laufenden Umsetzungen unangemessen beeinträchtigen sollen noch eine weitere Verschiebung des Erstanwendungszeitpunkts zur Folge haben.

Next Steps:

Das IASB wird auf Basis der gelieferten Ausarbeitungen zu den Rückmeldungen hinsichtlich der vom Staff genannten Sachverhalte urteilen und über die nächsten Schritte entscheiden. Das Staff plant, dem Board entsprechende Ausarbeitungen zu einzelnen Fragestellungen in den Sitzungen im Zeitraum von Dezember 2019 bis Februar 2020 vorzulegen. Der gewählte Zeitplan ermöglicht es, das Feedback weiter zu prüfen und die daraus resultierenden Änderungen im Einklang mit dem im Exposure Draft dargelegten Zeitplan bis Mitte 2020 abzuschließen.

Für weitere Informationen können die Sitzungsunterlagen unter nachfolgendem Link aufgerufen werden: https://www.ifrs.org/news-and-events/calendar/2019/november/international-accounting-standards-board/

IFRS 17 – Ausweis von Versicherungsverträgen nach Portfolien vorläufig beschlossen

Nachdem das IASB im November 2018 vorläufig entschieden hatte, die Erstanwendung von IFRS 17 und IFRS 9 um ein Jahre zu verschieben ist der Standardsetter nun dazu übergegangen, die 25 in der Oktober-Sitzung vorgestellten Themenfelder hinsichtlich möglicher Anpassungen am Standard zu untersuchen.

Für die Sitzung des International Accounting Standard Board (IASB) vom 11. bis 13. Dezember 2018 analysierten die Mitarbeiter des IASB 13 der 25 Themen, die von Stakeholdern als schwer umsetzbar und änderungsbedürftig angesehen werden. Die Ergebnisse der Analyse wurden im Vorfeld des Meetings als Agenda Papiere veröffentlicht. Weitere Informationen hierzu können unserem Blogbeitrag „IFRS 17 – IASB: Erste Analyse der Änderungsvorschläge“ entnommen werden.

Das Board ist dem Vorschlag des IASB Staff gefolgt, IFRS 17.78 dahingehend anzupassen, dass Versicherungsverträge künftig auf höherer Aggregationsebene (Portfolien statt Gruppen) getrennt nach Verträgen in Asset-Position und solchen in Liability-Position ausgewiesen werden. Diese Entscheidung dürfte auf positive Resonanz bei den Implementierern stoßen, die die derzeitige Anforderung als prozessual und systemseitig herausfordernd ansehen und einen zugleich einhergehenden geringen Informationsnutzen in der Anforderung sehen.

Bezüglich 11 der 12 übrigen zur Diskussion stehenden Themen ist das IASB dem Vorschlag des IASB Staff gefolgt, keine Änderungen am IFRS 17 vorzunehmen. Damit bleibt es beispielsweise dabei, dass künftig Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsnehmern nicht mehr separat ausgewiesen werden dürfen.

Die nachstehende Tabelle gibt eine Übersicht über alle bisher erfolgten Beschlüsse.

Diskussionsthema Beschluss
Effective date | Date of initial application of IFRS 17 Vorläufiger Beschluss, Inkrafttreten von IFRS 17 um ein Jahr zu verschieben.
Effective date | Temporary exemption from applying IFRS 9 Vorläufiger Beschluss, vorübergehende Befreiung von IFRS 9 um ein Jahr zu verlängern.
Presentation in the statement of financial position | Separate presentation of groups of assets and groups of liabilities Vorläufiger Beschluss, Versicherungsverträge nach Portfolien auszuweisen.
Measurement | Use of locked-in discount rates to adjust the contractual service margin Abgeschlossen. Keine Änderung an IFRS 17.
Measurement | Subjectivity | Discount rates and risk adjustment Abgeschlossen. Keine Änderung an IFRS 17.
Measurement | Risk adjustment in a group of entities Abgeschlossen. Keine Änderung an IFRS 17.
Measurement | Premium allocation approach: premiums received Abgeschlossen. Keine Änderung an IFRS 17.
Measurement | Business combinations: classification of contracts Abgeschlossen. Keine Änderung an IFRS 17.
Presentation in the statement of financial position | Premiums receivable Abgeschlossen. Keine Änderung an IFRS 17.
Presentation in the statement(s) of financial performance | OCI option for insurance finance income or expenses Abgeschlossen. Keine Änderung an IFRS 17.
Defined terms | Insurance contract with direct participation features Abgeschlossen. Keine Änderung an IFRS 17.
Interim financial statements | Treatment of accounting estimates Abgeschlossen. Keine Änderung an IFRS 17.

Die Besprechung eines zur Diskussion stehenden Themas, welches mit dem Variable Fee Approach in Zusammenhang steht, wurde verschoben. Es handelt sich hierbei um das Verbot der retrospektiven Anwendung der Risk Mitigation Option. Beschlüsse zu diesem sowie den 10 verbleibenden offenen Themen werden für das Januar-Meeting (22. bis 23. Januar 2019) oder in einer späteren Sitzung erwartet. Die nachstehende Tabelle gibt eine Übersicht zu den noch zur Diskussion stehenden Themen.

Themenbereich Diskussionsthema
Scope of IFRS 17 Loans and other forms of credit that transfer insurance risk
Level of aggregation of insurance contracts
Measurement Acquisition cash flows for renewals outside the contract boundary
Measurement Contractual service margin: coverage units in the general model
Measurement Contractual service margin: limited applicability of risk mitigation exception
Measurement Business combinations: contracts acquired during the settlement period
Measurement Reinsurance contracts held: initial recognition when underlying insurance contracts are onerous
Measurement Reinsurance contracts held: ineligibility for the variable fee approach
Measurement Reinsurance contracts held: expected cash flows arising from underlying insurance contracts not yet issued
Effective date Comparative information
Transition Optionality
Transition Modified retrospective approach: further modifications
Transition Fair value approach: OCI on related financial assets

Die Zusammenfassung der Dezember-Sitzung des IASB, Aufzeichnungen und Agendapapiere können unter diesem Link abgerufen werden.

IASB veröffentlicht Re-Exposure Draft zur Bilanzierung von Versicherungsverträgen

Das International Accounting Standards Board (IASB) hat heute einen erneuten Entwurf (Re-Exposure Draft) für die künftige Bilanzierung von Versicherungsverträgen nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) veröffentlicht. Am ersten Vorschlag der Standardsetzer zur Neufassung des IFRS 4 aus dem Jahr 2010 hatte vor allem die Assekuranz umfassende Kritik geäußert. Die Regelungen, die das IASB seinerzeit vorschlug, hätten erhebliche Schwankungen in den Ergebnissen der Versicherungskonzerne bewirkt.

In fünf Kernbereichen hat das IASB seinen ersten Vorschlag aus dem Jahr 2010 überarbeitet, um einer Ablösung des derzeit gültigen IFRS 4 den Weg zu ebnen:

  • Other Comprehensive Income
    Zinsinduzierte Änderungen der versicherungstechnischen Rückstellungen sollen künftig erfolgsneutral erfasst werden; die neuen Vorschriften für die Bilanzierung von Kapitalanlagen nach IFRS 9 wurden entsprechend ergänzt. Dadurch soll das Zusammenspiel von Aktiv- und Passiv-Seite entsprechend dem Geschäftsmodell der Versicherer besser reflektiert und kurzfristige Ergebnisschwankungen vermieden werden.
  • Mirroring
    In diesem Zusammenhang wurde ebenfalls der Vorschlag zur Abbildung des überschussbeteiligten Geschäfts stark diskutiert. Gemäß dem Re-Exposure Draft soll nun der entsprechende Teil der Verpflichtung „gespiegelt“ zu den Kapitalanlagen bewertet werden (sog. „Mirroring“).
  • Unlocking der Contractual Service Margin
    Des Weiteren sieht der Re-Exposure Draft eine Anpassung der Contractual Service Margin (ehemals Residual Margin) bei Schätzänderungen von künftigen Zahlungsflüssen als weitere Maßnahme vor. Die Auflösung der Contractual Service Margin orientiert sich am Schema der Serviceerbringung.
  • Earned Premium Approach
    Im Vergleich zum Margenansatz des Exposure Drafts will das IASB mit dem sogenannten „Earned Premium Approach“ künftig zusätzlich Volumeninformationen in der Gewinn- und Verlustrechnung der Assekuranzen zeigen. Die vorgeschlagene „Earned Premium“ entspricht allerdings nicht den bisher bekannten Kennzahlen der gebuchten Bruttoprämie.
  • Übergangsregelungen
    Der überarbeitete Diskussionsvorschlag des IASB sieht vor, bei der Erstanwendung des finalen Standards das Bewertungsmodell retrosprektiv anzuwenden. Erlaubt werden allerdings Vereinfachungen, um sowohl die Risikomarge als auch die Contractual Service Margin zum Zeitpunkt des Übergangs bestimmen zu können. Zusätzlich soll eine Re-Klassifizierung der Kapitalanlagen nach IFRS 9 möglich sein.

Drei Monate gibt das IASB Zeit für Kommentare und Stellungnahmen zu dem Re-Exposure Draft. Solange haben Versicherer Zeit sich zu äußern, ob die geänderten Vorschläge – auch im Zusammenspiel mit den aufsichtsrechtlichen Anforderungen zur Solvabilität nach Solvency II – praktikabel sind und es ihnen ermöglichen, ihr Geschäftsmodell adäquat in ihren Bilanzen abzubilden.

 

Lesen Sie hierzu auch in unserem Accounting Aktuell Blog

Diskussionen zum Re-Exposure Draft zur Bilanzierung von Versicherungsverträgen weitgehend abgeschlossen

Das International Accounting Standards Board (IASB) hat in seinem Meeting vom 29. – 31. Januar 2013 mehrere Aspekte der Bilanzierung von Versicherungsverträgen besprochen und diskutiert. Nach den vorläufigen Entscheidungen des IASB sowie des FASB soll das Verteilungsmuster der Erträge in der GuV immer dann prospektiv angepasst werden, wenn die Verteilung der erwarteten Schäden sich ändert.

Zusätzlich wurden die beabsichtigten Übergangsvorschriften zur Erstanwendung des künftigen Standards diskutiert. Hierbei hat das IASB entschieden, dass grundsätzlich eine retrospektive Erstanwendung vorgesehen ist. Es wird allerdings die Vereinfachung geben, dass die Risikomarge zu den Erkenntnissen im Erstanwendungszeitpunkt geschätzt wird und somit keine vollständig retrospektive Anwendung notwendig ist.

Letztendlich hat das IASB mit diesen Entscheidungen alle wesentlichen Teilbereiche abgeschlossen, sodass beim nächsten IASB-Meeting im Februar bereits über die Länge der Kommentierungsfrist entschieden werden soll. Eine Veröffentlichung des Re-Exposure Drafts im 2. Quartal 2013 wird damit immer wahrscheinlicher.

Versicherungsverträge

Das IASB hat in der Woche vom 15. bis 19. Oktober die Diskussionen zur Bilanzierung von Versicherungsverträgen fortgesetzt, wobei mit dem Ausweis von Beiträgen in der Gesamtergebnisrechnung, den Übergangsvorschriften sowie der Bilanzierung von Verträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung drei Themen auf der Agenda standen, die das IASB auch im Re-Exposure Draft zur Kommentierung stellen wird. Daneben wurden Einzelheiten zur Festlegung der Diskontsätze im vereinfachten Bewertungsmodell (Premium Allocation Approach) sowie zum Ansatzzeitpunkt von Finanzinstrumenten mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung besprochen.

Eine wesentliche Entscheidung betraf das Zusammenspiel zwischen IFRS 4 und IFRS 9. Das IASB hat entschieden, dass beide Standards nicht mehr zwingend gleichzeitig erstanwendbar werden. Dies würde für Versicherungsunternehmen de facto zu einer doppelten Erstanwendung von IFRS 9 in 2015 und 2018 (im Zeitpunkt der Erstanwendung von IFRS 4) führen. Im Zeitpunkt der Erstanwendung von IFRS 4 Phase II sollen Versicherungsunternehmen die Möglichkeit erhalten, eine Reklassifizierung ihrer Finanzinstrumente zur Vermeidung von Accounting Mismatches vornehmen zu können.

Daneben hat sich das IASB mit der sogenannten earned premium method zum Ausweis von Volumensgrößen in der Gesamtergebnisrechnung geeinigt. Nach dieser Methode werden die Beiträge in Abhängigkeit des erwarteten Schadenverlaufs auf die Versicherungsperioden verteilt und Sparkomponenten abgetrennt.

Abschließend wurde entschieden, dass es eine vereinfachte Berechnungsmethodik der Residualmarge zum Zeitpunkt des Übergangs geben soll, um eine vollständige retrospektive Anwendung zu vermeiden.

Das IASB wird sich planmäßig wieder in der zweiten und dritten Novemberwoche mit der Bilanzierung von Versicherungsverträgen beschäftigen.

 

Übrigens: alle aktuellen Entwicklungen rund um IFRS für Versicherungen erhalten Sie in unserer Recherche-Applikation CIS. Mehr dazu im CIS Blog.

/* */