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IASB Meeting im Juli: Neues zu der Angabe von Vorjahresvergleichszahlen nach IFRS 9 und zu Hedge Accounting

Keine weiteren Erleichterungen bei der Angabe von Vorjahresvergleichszahlen nach IFRS 9

Im IASB Meeting vom 28.Juli 2011 ist das Board der Empfehlung des Staffs gefolgt und hat zun√§chst keine weiteren Erleichterungen hinsichtlich der Angabe von Vergleichzahlen im ersten IFRS-Abschluss unter Anwendung des IFRS 9 beschlossen. Das Board wird das Thema im Rahmen des Exposure Drafts zur Verschiebung des IFRS 9-effective dates vom 1. Januar 2013 auf den 1. Januar 2015 aufgreifen und in Form einer Frage adressieren. Die Frage des Staffs zur Kl√§rung des Begriffs „Reporting Period“ soll nicht im Rahmen des Exposure Drafts diskutiert werden. Das Board stellte im Rahmen der Diskussion aber klar, dass es mit Reporting Period die Interim Period meint.

Hedge Accounting

Disclosures (Agenda Paper 1):

Das Board hat die im ED/2010/13 unterbreiteten Vorschl√§ge zu den Angabepflichten zum Hedge Accounting best√§tigt. Zus√§tzlich wurde entschieden, dass sich die Angabepflichten des ED/2010/13 ausschlie√ülich auf¬† diejenigen Risiken beziehen, die ein Unternehmen im Rahmen seines Risikomanagements behandelt und die Gegenstand des Hedge Accounting sind. F√ľr die verbleibenden Risiken gilt unver√§ndert IFRS 7. Zudem wurde beschlossen die im ED/2010/13 vorgeschlagenen Angaben zur Risikomanagementstrategie zu √ľbernehmen. Die Angaben sollen ein ausreichendes Bild √ľber die Risikomanagementstrategie vermitteln und verdeutlichen wie der gew√ľnschte Sicherungseffekt erzielt wird.

Im ED/2010/13 wurde vorgeschlagen, die Auswirkung des Hedge Accounting auf die GuV und das sonstige Gesamtergebnis (OCI) sowie auf die Bilanz in tabellarischer Form und getrennt nach Risikoart und Sicherungsart anzugeben. Das Board hat beschlossen, dass die tabellarischen Angaben zu erweitern sind. Danach sind die Bilanzposten anzugeben in der die designierten Grund- und Sicherungsgesch√§fte ausgewiesen werden. Zus√§tzlich sind die f√ľr die Berechnung der Ineffektivit√§t verwendeten Wert√§nderungen der Grund- und Sicherungsgesch√§fte anzugeben.

Um zu verhindern, dass nicht designierte Finanzinstrumente als „spekulativ“ interpretiert werden k√∂nnen, hat das Board entschieden keine Angabe zur Abgrenzung von zum Sicherungsgesch√§ft designierten und nicht designierten Finanzinstrumenten zu verlangen. Zu den Angaben zum Ursprung von Hedge Ineffektivit√§ten bei Cash Flow Hedges gab es zum ED/2010/13 kritische R√ľckmeldungen von Bilanzierern, dass die vorgeschlagenen Angaben zu H√∂he, Zeitpunkt und Unsicherheit zuk√ľnftiger Zahlungsstr√∂me vertrauliche Wirtschaftsinformationen der Zukunft darstellen. Das Board hat beschlossen, dass lediglich folgende Angaben zur Ursache von Ineffektivit√§ten gemacht werden m√ľssen:

  • Informationen je Risikokategorie √ľber Sicherungsgesch√§fte,
  • Informationen √ľber den Tilgungsbetrag (bspw. Nominalvolumen) und
  • zeitliches Profil f√ľr das Sicherungsgesch√§ft.

Zuletzt beschloss das Board, dass eine separate Angabepflicht f√ľr dynamische Hedging-Strategien notwendig ist. Jedoch muss vom Staff noch herausgearbeitet werden, welche Informationen hierzu erforderlich sind.

Linked Presentation von Fair Value Hedges (Agenda Paper 2):

Das Board best√§tigte seine Entscheidung vom April 2011 verbundenen Ausweis („linked Presentation“) von Fair Value Hedges nicht zuzulassen. Linked Presentation hei√üt, dass Verm√∂genswerte und Verbindlichkeiten die in einer Sicherungsbeziehung designiert sind, verbunden in der Bilanz dargestellt werden. Dies meint keinen Nettoausweis aber eine Darstellung in der dem Bilanzleser deutlich wird, in welcher Beziehung die Verm√∂genswerte und Verbindlichkeiten stehen.

Designation von Risikokomponenten (Agenda Paper 3):

Das Board hat entschieden, dass ein Kriterien-basierter Ansatz zur Bestimmung der Eignung von Risikokomponenten als Grundgesch√§ft beibehalten werden soll. Die Kriterien f√ľr finanzielle als auch nicht-finanzielle Risikopositionen bleiben separate Identifizierbarkeit und verl√§ssliche Messbarkeit der Komponente. Zur besseren Verst√§ndlichkeit des Ansatzes sollen erl√§uternde Beispiele ausgearbeitet werden. Das im ED/2010/13 explizit aufgef√ľhrte Verbot von Inflationsrisiken als m√∂gliches Grundgesch√§ft¬† wurde vom Board aufgehoben. Es soll jeweils ein Beispiel ausgearbeitet werden in dem das Inflationsrisiko eine erlaubte bzw. nicht erlaubte Risikokomponente ist.

Verwendung von Kreditderivaten zur Absicherung von Bonitätsrisiken (Agenda Paper 5):

Das Board unterst√ľtzt die Fortf√ľhrung der Diskussion zur Frage der bilanziellen Abbildung der Absicherung von kreditrisikobezogenenen Wert√§nderungen durch Kreditderivate (bspw. Credit Default Swaps) und verschob die weitere Diskussion auf das September-Meeting.

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