Auf ein Watt

Studie: Energiewende und Digitalisierung

Energiewende und Digitalisierung gehen Hand in Hand. Während der technologische Fortschritt und der politische Wille zum Klimaschutz die Energiewende unaufhaltsam vorantreiben, müssen die Netzbetreiber die Versorgungssicherheit gewährleisten. Die PwC-Studie „Energiewende und Digitalisierung – Digitalisierte Netzwirtschaft als Baustein gesellschaftlicher Herausforderungen“ beleuchtet die Situation für die Netzwirtschaft umfassend.

Der Smart-Meter-Rollout steht vor der Tür

Nachdem bislang lediglich Smart-Meter-Gateways von PPC freigegeben waren, hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) am 25. September 2019 nun auch das Unternehmen Sagemcom Dr. Neuhaus zertifiziert. Jetzt bedarf es nur noch der Zertifizierung eines dritten Gateways, damit die gesetzliche Verpflichtung zum Einbau intelligenter Messsysteme greift. Das BSI ist zuversichtlich, dass die Markterklärung noch dieses Jahr stattfinden wird.

Ökostrom-Abnahmeverträge: Sind Power Purchase Agreements (PPA) die Zukunft?

Im Kern sind Power Purchase Agreements langfristige, individuell gestaltete Verträge über die Lieferung und Abnahme von Grünstrom. Die Produzenten erhalten eine längerfristig festgelegte Vergütung, die Abnehmer sichern sich zertifizierten Grünstrom zu einem planbaren Preis. Wie die PPA konkret gestaltet sind, hängt stark vom Anlagentyp und vom Alter der Anlage ab.

Die neue Studie zur Digitalisierung ist ab sofort verfügbar: „2019 Digital Operations Study for Energy“

Die Digitalisierung und die damit einhergehende Transformation des Unternehmens gewinnt weiterhin zunehmend an Bedeutung. Bei der Studie wurden mehr als 500 Unternehmen aus drei energiebezogenen Branchen befragt: Energieversorger, Chemieunternehmen (beide auf EMEA-Ebene sowie Öl- und Gasunternehmen und zusätzlich auf globaler Ebene). Die Kategorien der Studie greifen die folgenden Themen auf: Implementierung neuer Technologien, digitale Ökosysteme und digitale Kultur.

EU-Winterpaket (14): Verbesserung der Versorgungssicherheit durch neue Risikovorsorgeverordnung

Zum – vorläufigen – Abschluss unserer Blogreihe möchten wir sie über den dritten zentralen Bestandteil des neuen Strommarktdesigns informieren: Die sogenannte Risikovorsorgeverordnung. Ziel dieser Verordnung ist es, durch konkrete Vorgaben zur Prävention und Bewältigung von Stromversorgungskrisen insgesamt zur Verbesserung der Versorgungssicherheit, aber auch der Erreichung der weiteren, mit dem neuen Strommarktdesign verfolgten Ziele wie dem Klimaschutz beizutragen. Da die Prävention und Bewältigung solcher Krisen in Zeiten vernetzter Strommärkte jedoch nicht mehr rein national angegangen werden können, wird dies mit der Risikovorsorgeverordnung, die am 4. Juli 2019 in Kraft getreten ist und unmittelbar in den Mitgliedstaaten gilt, nun einheitlich auf europäischer Ebene geregelt.

ÜNB: Ausschreibung für Kapazitätsreserve startet am 01. September 2019

Mit dem 01. September 2019 beginnt die erste Ausschreibungsrunde für die Kapazitätsreserve und bietet den Markteilnehmern die Möglichkeit, sich bis zum 01. Dezember 2019 als Reservekraftwerk bzw. Anlagenbetreiber für außergewöhnliche Engpässe für den Erbringungszeitraum 01.10.2020 – 30.09.2022 zu bewerben. Der Umfang der Kapazitätsreserve ist auf 2 GW beschränkt. Ein jährliches Erlösvolumen von grob geschätzt 50 bis 100 Mio. € kann von potenziellen Anlagenbetreibern erschlossen werden.

EU-Winterpaket (13): Neuerungen in der Strombinnenmarktrichtlinie

Wie bereits im letzten Beitrag unserer Blogreihe angedeutet, liegt der Schwerpunkt der Neufassung der Strombinnenmarktrichtlinie – vor dem Hintergrund, dass Ziel des unter dem Titel „Saubere Energie für alle Europäer“ von der EU-Kommission vorgelegten Maßnahmenpakets die Implementierung eines neuen Strommarktdesigns ist – auf der (neuen) Rolle des Verbrauchers. Die Strombinnenmarktrichtlinie ist, ebenso wie die weiteren das Strommarktdesign betreffenden Gesetzgebungsakte, am 4. Juli 2019 in Kraft getreten. Die Umsetzungsfrist für die Mitgliedstaaten läuft bis zum 31. Dezember 2020.

Verbot des Mischpreisverfahrens am Regelenergiemarkt

Das OLG Düsseldorf hat mit Beschluss vom 22. Juli 2019 das Mischpreisverfahren im Regelenergiemarkt für unzulässig erklärt. Es wird eine Rückkehr zu den Leistungspreisen erwartet. Die Festlegungen der BNetzA vom 8. Mai 2018 (BK6-18-019 und -020) zur Änderung der Ausschreibungsbedingungen für Sekundärregelleistung wurden mit sofortiger Wirkung aufgehoben.

EU-Winterpaket (12): Die neue Strommarktverordnung

Wie im zuletzt veröffentlichten Beitrag bereits erläutert wurde, ist ein Ziel des unter dem Titel „Saubere Energie für alle Europäer“ von der EU-Kommission vorgelegten Maßnahmenpakets die Implementierung eines neuen Strommarktdesigns. Während in der revidierten Strombinnenmarktrichtlinie der Schwerpunkt auf der (neuen) Rolle des Verbrauchers liegt, stehen bei der neugefassten Strommarktverordnung die Marktteilnehmer entlang der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette im Zentrum. Die Verordnung, welche am 14. Juni 2019 im EU-Amtsblatt veröffentlicht wurde, ist am 4. Juli 2019 in Kraft getreten. Sie gilt allerdings in weiten Teilen erst ab dem 1. Januar 2020.

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