Auf ein Watt

Redispatch 2.0: Neue Verantwortung für Betreiber von Verteilnetzen

Mit der unter dem Begriff „Redispatch 2.0“ bekannten grundlegenden Novellierung des Einspeisemanagements verpflichtet die Bundesnetzagentur (BNetzA) zukünftig auch Verteilnetzbetreiber (VNB) für Strom, sich an der Engpass-Behebung in vorgelagerten Netzen zu beteiligen. Bis zum 1. Oktober 2021 sollen die Betreiber von Verteilnetzen die neue Verordnung der Bundesnetzagentur umsetzen. Die Frist ist knapp bemessen und verpflichtet die VNB, einen weiteren Beitrag zur Systemstabilität zu leisten.

BGH lehnt Privilegierung von Altkonzessionären im Rechtsschutz um Konzessionen ab

Der BGH hat in seinem Urteil vom 28. Januar 2020 (Az. EnZR 116/18) entschieden, dass der Altkonzessionär in Bezug auf die Rügeobliegenheit gegenüber anderen unterlegenen Bietern nicht privilegiert ist. Die Unwägbarkeiten des vorläufigen Rechtsschutzes beträfen alle unterlegenen Bieter gleichermaßen. Daneben legt der BGH hohe Anforderungen an die Rügeobliegenheit fest – sowohl für die alte als auch für die neue Rechtslage.

Startschuss zum Rollout intelligenter Messsysteme

Der 24. Februar 2020 ist ein sehr wichtiger Meilenstein für die deutsche Energiewirtschaft – mit der Allgemeinverfügung zur Feststellung der technischen Möglichkeit zum Einbau intelligenter Messsysteme, startet die Digitalisierung der Energiewende in Deutschland. Der verpflichtenden Rollout von intelligenten Messsystemen findet für grundzuständige Messstellenbetreiber (gMSB) Anwendung. Die am 7. Februar veröffentlichte Marktanalyse gibt nun den technischen Rahmen für den Rollout-Beginn vor und stellt insbesondere gMSB vor die anspruchsvolle Aufgabe, innerhalb der nächsten drei Jahre zehn Prozent der Pflichteinbaufälle zu erfüllen. Aber nicht nur Messstellenbetreiber sind davon betroffen, auch Energielieferanten müssen sich auf die neue Situation einstellen.

Die neue Vergleichsstudie zu ERP-Systemen in der Energiewirtschaft ist ab sofort verfügbar

Energieversorger stehen angesichts der fortschreitenden Regulierung und der dadurch ausgelösten Marktveränderungen sowie mit Blick auf das beschleunigte Digitalisierungstempo vor der enormen Herausforderung, ihre Geschäftsmodelle und IT-Landschaften grundlegend neu auszurichten.

Das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) und seine Folgen für Energieversorgungsunternehmen

Das im Dezember 2019 als Teil des Klimaschutzprogramms in Kraft getretene Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) mit dem darin verankerten nationalen Emissionshandelssystem (nEHS) bringt für die verschiedenen Sektoren weitreichende Konsequenzen. Mit einem geschätzten Volumen von fast 10 Mrd. EUR/a wird durch die Regelungen zum nEHS die kostenintensivste staatliche Lenkungsmaßnahme im Energiemarkt seit Einführung der Ökosteuer im Jahr 1999 ausgelöst. Ein wesentlicher Teil der vom Staat erzielten Einnahmen soll durch Entlastungen bei staatlichen Abgaben im Strombereich oder durch Steuerentlastungen an die belasteten Unternehmen und Bürger zurückfließen. Trotz gewisser Unsicherheiten hinsichtlich der Umsetzung besteht bereits heute ein dringender Handlungsbedarf bei den betroffenen Unternehmen.

Neue Lösungsangebote für Energievertriebe auf Basis intelligenter Messsysteme

Der verpflichtende Rollout von intelligenten Messsysteme (iMS) hat mit der Markterklärung des BSI am 31.01.2020 begonnen. Grundzuständige Messstellenbetreiber (gMSB) werden nun kontinuierlich ihre Messstellen mit iMS ausstatten und entsprechend die Messentgelte erhöhen. Diese Messentgelte werden 1:1 über den Lieferanten an den Endkunden weiterverrechnet und fallen aus Kundensicht erstmal negativ auf den jeweiligen Energieanbieter zurück.

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