13th annual Power and Utilities Survey: Energieversorger stellen sich auf Umbau ihrer Branche ein

Mit erneuerbaren Energien und der dezentralen Energieerzeugung steht das traditionelle Geschäftsmodell von Energieversorgen auf dem Prüfstand. Programme, um Kosten zu senken oder die Rentabilität zu erhöhen, reichen nicht aus, um in Zukunft zu bestehen

sagt Norbert Schwieters, Industry Leader für Energiewirtschaft bei PwC. Doch wie schätzen die Energieversorger die neuen Herausforderungen ein? Die Antwort gibt der „PwC Annual Gobal Power & Utilities Survey“. Dazu befragten die Experten 53 Energieversorger rund um den Globus.

Die Energieversorger rund um den Globus rechnen mit einem radikalen Wandel ihrer Branche bis 2030. So gaben 94 Prozent der befragten Unternehmen an, dass sie mit einer Transformation oder zumindest mit wichtigen Änderungen des Geschäftsmodells bis 2030 rechnen. Weltweit bezeichnen 57 Prozent der Energieversorger die Wahrscheinlichkeit als hoch, dass die dezentrale Energieerzeugung die Versorger dazu antreibt, ihr Geschäftsmodell zu ändern. Nur eine Minderheit von 18 Prozent hält die dezentrale Energieerzeugung für eine Bedrohung: Rund 82 Prozent sehen darin dagegen eine Chance.

Vor allem asiatische Versorger rechnen mit starkem Wandel

Obwohl in Europa der Umbau der Energiewirtschaft bereits jetzt am stärksten vorangeschritten ist, stellen sich Unternehmen weltweit auf einen Umbruch ihrer Branche ein. So rechnen sogar 69 Prozent der asiatischen Energieversorger mit einer grundlegenden Transformation der Geschäftsmodelle, während in Europa nur 46 Prozent und in den USA 40 Prozent dieser Meinung sind.

Ertragsstarke Geschäftsfelder ausfindig machen

Das Umfeld für die Energieversorger hat sich dramatisch verändert: Dezentrale Energieerzeugung erfordert intelligente Stromnetze. Eine neue Generation von Kunden will ihren Energieverbrauch selbst steuern und legt auf Energieeffizienz Wert. Und schließlich gewinnen neben erneuerbaren Energien neue Energiequellen wie Schiefergas an Bedeutung. „Energieversorger müssen darauf Antworten finden, wenn sie nicht vom Wandel überrollt werden wollen. Strategien, die sich auf ertragsstarke Geschäftsfelder konzentrieren, sind der Schlüssel, um zu überleben“, sagt Schwieters.

Kundennaher Service als wichtiges Ziel

Ein Drittel der Befragten möchte die Kostenstruktur und Effizienz um mehr als 20 Prozent verbessern. Rund 73 Prozent sieht großen Spielraum, die Performance des Asset Managements zu steigern. Darunter wird die Optimierung der Netze und Anlagen verstanden. Diese Maßnahmen reichen aber nicht aus, um den technologischen Wandel zu bewältigen. Neue strategische Ansätze sind gefragt. Dabei entwickeln sich die Versorger weg von reinen Energieproduzenten zu einem Partner, der seine Kunden mit neuen Dienstleistungen rund ums Thema Energie begleitet. 61 Prozent der Befragten sehen einen verbesserten Service für die Kunden als zentrale strategische Aufgabe.

Energieeffizienz hat größten Einfluss

Weltweit mit 60 Prozent nennen die Befragten Energieeffizienz als die technologische Entwicklung mit der größten Wirkung auf die Märkte, gefolgt vom rapiden Verfall der Preise für Solarmodule und neuen Technologien für das Nachfrage-Management. Dabei legt die Studie erhebliche Unterschiede offen: Während europäische Energieversorger die Energieeffizienz mit 85 Prozent als wichtigste technologische Entwicklung einordnen, steht bei den Vertretern aus Nordamerika Schiefergas mit 58 Prozent an oberster Stelle.

Für den 13. PwC Annual Power and Utilities Survey wurden zwischen März und Juli 2013 die Führungskräfte von 53 Versorgern in 35 Ländern aus Europa, Amerika, Asien und Afrika befragt.

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