BNetzA: Ergebnisse der aktuellen KWK- und iKWK-Ausschreibung veröffentlicht

Die Bundesnetzagentur hat die Ergebnisse der vierten KWK- sowie der dritten innovativen KWK-Ausschreibung für den Gebotstermin 3. Juni 2019 veröffentlicht. Mehr Wettbewerb bei den KWK-Ausschreibungen im Vergleich zu den beiden vergangenen Ausschreibungen. Chancen bei den iKWK-Ausschreibung bleiben ungenutzt.

Bei diesem vierten Gebotstermin stand nur eine KWK-Leistung von rd. 51 MW zur Vergabe, weil von dem durch die KWK-Ausschreibungsverordnung (KWKAusV) festgelegten Ausschreibungsvolumen von 75 MW noch 21 MW als zuviel bezuschlagtes Volumen der letzten Ausschreibung in Abzug zu bringen waren. Der zulässige Höchstwert lag wieder bei 7,0 ct/kWh für den KWK-Strom.

Im Rahmen der Ausschreibung wurden 13 Gebote mit einem Volumen von rd. 87 MW eingereicht. Es wurden keine Gebote auf Grund von Formfehlern von der Ausschreibungsrunde ausgeschlossen. Bedingt durch das verminderte Ausschreibungsvolumen ergab sich nun wieder eine deutliche Überzeichnung. Von den eingereichten Geboten wurden 4 Gebote mit einem Volumen von 46 MW bezuschlagt. Somit erhielten neun Teilnehmer keinen Zuschlag.

Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagwert liegt bei 3,95 ct/kWh und damit um 0,82 ct/kWh bzw. 17 % unter dem durchschnittlichen Zuschlagwert aus der dritten Auktionsrunde. Auch der höchste bezuschlagte Gebotswert von 4,00 ct/kWh liegt unter den durchschnittlichen mengengewichteten Zuschlagwerten aus den vorangegangenen Auktionsrunden. Der niedrigste bezuschlagte Gebotswert von 3,93 ct/kWh liegt allerdings oberhalb der niedrigsten Zuschlagwerte der vorangegangenen Auktionsrunde. Damit hat sich die Spanne der bezuschlagten Gebote erheblich verengt.

Parallel zur dritten KWK-Ausschreibung wurde auch die zweite Ausschreibung für innovative KWK-Systeme, die neben einer KWK-Anlage auch einen erneuerbaren Wärmeerzeuger oder einen elektrischen Wärmeerzeuger (Power-to-Heat) beinhalten müssen, mit einem Fördervolumen von rd. 30 MW durchgeführt. Zu dem festgelegten Ausschreibungsvolumen von 25 MW addierten sich dabei anteilig die rd. 5,4 MW aus dem zweiten Auktionstermin. Bei den innovativen KWK-Anlagen liegt der maximal möglichen Gebotswert bei 12,0 ct/kWh.

Bei der Ausschreibung für die innovative-KWK wurden lediglich 5 Gebote eingereicht mit einem Fördervolumen von rd. 22 MW. Damit ist die Ausschreibung für innovative KWK-Systeme bei einem Ausschreibungsvolumen um rd. 8 MW bzw. rd. 25 % unterzeichnet. Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert lag in der dritten Ausschreibungsrunde bei 11,17 ct/kWh. Das niedrigste bezuschlagte Gebot lag bei 9,70 ct/kWh und das Höchstgebot bei 11,89 ct/kWh und somit sehr nahe am Höchstwert.

Fazit: Nachdem die zweiten Ausschreibungsrunde unterzeichnet blieb, zeigte sich mit der dritten und vierten Ausschreibungsrunde wieder eine leichte Steigerung des Wettbewerbs. Bedingt durch den höheren Wettbewerb und das vergleichsweise geringere Zuschlagvolumen ist festzustellen, dass der durchschnittliche Zuschlagswert für konventionelle KWK-Anlagen mit 4,00 ct/kWh gegenüber der dritten Ausschreibungsrunde (4,77 ct/kWh) sowie der zweiten Ausschreibungsrunde (4,31 ct/kWh) deutlich gesunken ist und sogar unterhalb vom durchschnittlichen Zuschlagswert aus der ersten Ausschreibungsrunde (4,05 ct/kWh) liegt. Die Chancen zur Erzielung höherer Fördersätze, gerade bei den Ausschreibungen für die innovative-KWK, bleiben weiterhin ungenutzt. Für eine Teilnahme an zukünftigen KWK-Ausschreibungen sind Anlagenbetreiber daher gut beraten, die eigene Teilnahmestrategie anhand der aktuellen Ausschreibungsergebnisse nochmals zu prüfen.

Bei Fragen rund um das Thema Ausschreibungen nach dem KWKG und EEG kommen Sie gerne auf uns zu.

 

Ansprechpartner:

Maik Sinagowitz                                                       Svenja Vera Vorhoff

PwC Energy & Utilities                                            PwC Energy & Utilities

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