BNetzA: Ergebnisse der aktuellen KWK- und iKWK-Ausschreibung veröffentlicht

Die Bundesnetzagentur hat die Ergebnisse der dritten KWK- sowie der zweiten innovativen KWK-Ausschreibung für den Gebotstermin 3. Dezember 2018 veröffentlicht. Formfehler und mangelndes Interesse lassen Chancen ungenutzt.

Bei diesem dritten Gebotstermin stand eine KWK-Leistung von rd. 77 MW zur Vergabe. Zu dem durch die KWK-Ausschreibungsverordnung (KWKAusV) festgelegten Ausschreibungsvolumen von 75 MW addierte sich das nicht bezuschlagte Volumen der letzten Ausschreibung in Höhe von rd. 2 MW. Der zulässige Höchstwert lag wieder bei 7,0 ct/kWh KWK-Strom.

Insgesamt wurden 11 Gebote für konventionelle KWK-Anlagen mit einem Fördervolumen von insgesamt rd. 78 MW bezuschlagt. Im Rahmen der Ausschreibung wurden 17 Gebote mit einem Volumen von 104 MW eingereicht. Überraschend ist, dass drei der abgegebenen Gebote auf Grund von Formfehlern von der Auktionsrunde ausgeschlossen wurden. Obwohl sich im Gegensatz zur zweiten Auktionsrunde nun eine geringe Überzeichnung der ausgeschriebenen KWK-Leistung ergab, bleibt der Wettbewerb im Vergleich zur ersten Ausschreibung in 2017 und zu den Auktionen im EEG-Bereich weiterhin sehr übersichtlich. Zusätzlich zu den drei ungültigen und ausgeschlossenen Geboten erhielten weitere drei Teilnehmer keinen Zuschlag.

Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagwert lag dabei bei 4,74 ct/kWh und damit um 0,43 ct/kWh über dem durchschnittlichen Zuschlagwert aus der zweiten Auktionsrunde. Auch der niedrigste bezuschlagte Gebotswert von 3,49 ct/kWh sowie der höchste bezuschlagte Gebotswert von 5,24 ct/kWh lagen über den Zuschlagwerten der zweiten Auktionsrunde.

Parallel zur dritten KWK-Ausschreibung wurde auch die zweite Ausschreibung für innovative KWK-Systeme, die neben einer KWK-Anlage auch einen erneuerbaren Wärmeerzeuger oder einen elektrischen Wärmeerzeuger (Power-to-Heat) beinhalten müssen, mit einem Fördervolumen von rd. 30 MW durchgeführt.. Zu dem festgelegten Ausschreibungsvolumen von 25 MW addierten sich dabei rd. 4 MW aus dem ersten Auktionstermin. Bei den innovativen KWK-Anlagen liegt der maximal möglichen Gebotswert bei 12,0 ct/kWh.

Bei der Ausschreibung für die innovative-KWK wurden lediglich 3 Gebote eingereicht mit einem Fördervolumen von rd. 13 MW. Damit ist die Ausschreibung für innovative KWK-Systeme bei einem Ausschreibungsvolumen von 30 MW um rd. 16 MW deutlich unterzeichnet. Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert lag in der zweiten Ausschreibungsrunde bei 11,31 ct/kWh. Das niedrigste Gebot lag dabei bei 7,99 ct/kWh und das Höchstgebot bei 11,97 ct/kWh und somit sehr nahe am Höchstwert.

Fazit: Nachdem die erste Ausschreibung für KWK-Anlagen im Dezember 2017 noch deutlich überzeichnet war, die zweiten Ausschreibungsrunde jedoch unterzeichnet blieb, zeigte sich in der dritten Ausschreibungsrunde wieder eine leichte Steigerung des Wettbewerbs. Es ist weiterhin festzustellen, dass der durchschnittliche Zuschlagswert für konventionelle KWK-Anlagen mit 4,74 ct/kWh gegenüber der zweiten Ausschreibungsrunde (4,31 ct/kWh) und der ersten Ausschreibungsrunde (4,05 ct/kWh) jeweils leicht gestiegen ist. Die Unterzeichnung in der zweiten Ausschreibung und das anhaltend mäßige Interesse an den Ausschreibungen dürften dazu geführt haben, dass Projektentwickler Gebote oberhalb des eigentlich für ihr Projekt notwendigen Fördersatzes abgegeben haben. Dennoch bleiben die Chancen zur Erzielung höherer Fördersätze, gerade bei den Ausschreibungen für die innovative-KWK, ungenutzt. Für eine Teilnahme an zukünftigen KWK-Ausschreibungen sind Anlagenbetreiber daher gut beraten, die eigene Teilnahmestrategie anhand der aktuellen Ausschreibungsergebnisse nochmals zu prüfen.

Bei Fragen rund um das Thema Ausschreibungen nach dem KWKG und EEG kommen Sie gerne auf uns zu.

Ansprechpartner

 

Maik Sinagowitz,

PwC Energy & Utilities

Tel. +49 211 981 2521

Email: maik.sinagowitz@de.pwc.com

 

Svenja Vera Vorhoff,

PwC Energy & Utilities

Tel. +49 211 981 7901

Email: svenja.vera.vorhoff@de.pwc.com

 

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