BNetzA: Ergebnisse der zweiten KWK-Ausschreibung veröffentlicht

Die Bundesnetzagentur hat die Ergebnisse der zweiten KWK-Förderausschreibung für den Gebotstermin 1. Juni 2018 veröffentlicht. Zum ersten Mal wurden auch innovative KWK-Anlagen bezuschlagt.

Ausgeschrieben war bei diesem zweiten Gebotstermin eine KWK-Leistung von 93,019 MW. Zu dem durch die KWK-Ausschreibungsverordnung (KWKAusV) festgelegten Ausschreibungsvolumen von 75 MW addierte sich dabei das nicht bezuschlagte Volumen der letzten Ausschreibung in Höhe von rd. 18 MW. Der zulässige Höchstwert lag wieder bei 7,0 ct/kWh KWK-Strom.

Insgesamt wurden 14 Gebote für konventionelle KWK-Anlagen mit insgesamt rd. 91 MW bezuschlagt. Im Rahmen der Ausschreibung wurden 15 Gebote mit einem Volumen von 96 MW eingereicht, von denen jedoch ein Gebot nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprach und somit keine Berücksichtigung fand. Beachtlich: Im Ergebnis erhielten folglich alle Teilnehmer einen Zuschlag und die Ausschreibung war bei einer ausgeschriebenen Menge von rd. 93 MW um rd. 2 MW unterzeichnet. Die offen gebliebene Menge von rd. 2 MW wird in die nächste Ausschreibung zum 1. Dezember 2018 übertragen und erhöht das dann ausgeschriebene Volumen von 75 MW auf 77 MW.

Der niedrigste Gebotswert lag bei 2,99 ct/kWh, der letzte Zuschlag erfolgte bei 5,20 ct/kWh. Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert von 4,31 ct/kWh.

Erstmalig waren in einer zweiten Auktion auch innovative KWK-Systeme ausgeschrieben, die neben einer KWK-Anlage auch einen erneuerbaren Wärmeerzeuger sowie einen elektrischen Wärmeerzeuger beinhalten müssen. Bei einem maximal möglichen Gebotswert von 12,0 ct/kWh konnte auf ein Volumen von 25 MW geboten werden.

Fünf Anlagen mit einer KWK-Leistung von knapp 21 MW erhielten einen Zuschlag. Eingereicht wurden insgesamt sieben Gebote für innovative KWK-Anlagen mit einem Gebotsumfang von knapp 23 MW, von denen jedoch zwei Gebote ungültig waren und nicht berücksichtigt wurden. Damit ist auch die Ausschreibung für innovative KWK-Systeme bei einem Ausschreibungsvolumen von 25 MW um rd. 4 MW unterzeichnet. Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert lag bei 10,27 ct/kWh. Das niedrigste Gebot lag dabei bei 8,47 ct/kWh und das Höchstgebot bei 10,94 ct/kWh.

Fazit: Nachdem die erste Ausschreibung für KWK-Anlagen im Dezember 2017 noch deutlich überzeichnet war, wurden in der zweiten Ausschreibungsrunde die ausgeschriebenen Mengen nicht vollständig ausgeschöpft. Es zeigt sich zudem, dass der durchschnittliche Zuschlagswert für konventionelle KWK-Anlagen mit 4,31 ct/kWh gegenüber der ersten Ausschreibungsrunde (4,05 ct/kWh) leicht gestiegen ist, was mit der geringeren Teilnehmerzahl erklärbar ist. Für eine Teilnahme an zukünftigen KWK-Ausschreibungen sind Anlagenbetreiber daher gut beraten, die eigene Teilnahmestrategie anhand der aktuellen Ausschreibungsergebnisse nochmals zu prüfen.

Bei Fragen rund um das Thema Ausschreibungen nach dem KWKG und EEG kommen Sie gerne auf uns zu.

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Felix Thul

PwC Infrastructure Advisory

Tel.: +49 211 981 1863

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PwC Infrastructure Advisory

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