Effizienzwerte der 4. Regulierungsperiode – PwC erstellt frühe Prognose für das vereinfachte Verfahren Strom und Gas

In einer ersten Abschätzung ermittelte PwC Effizienzwerte in Höhe von 96,92% im Strombereich und 92,21% im Gasbereich für das vereinfachte Verfahren für die 4. Regulierungsperiode. Die final von der BNetzA zu veröffentlichenden Werte können noch leicht höher ausfallen, da hierbei dann auch eine Bereinigung von Effizienzwerten wegen struktureller Besonderheiten nach § 15 ARegV zu erwarten ist.

Die BNetzA hat für die 4. Regulierungsperiode gemäß § 24 Abs. 2 S. 2 ARegV den für Verteilnetzbetreiber im vereinfachten Verfahren zu berücksichtigenden Effizienzwert als gewichteten durchschnittlichen Wert aller in dem bundesweiten Effizienzvergleich nach §§ 12 bis 14 ARegV für die 3. Regulierungsperiode zu ermitteln und den nach § 15 Abs. 1 ARegV bereinigten Effizienzwert zu bilden. Als Gewichtungsfaktor wurden bislang die Aufwandsparameter mit nicht standardisierten Kapitalkosten herangezogen (d.h. die Ausgangsbasis nach Abzug der dauerhaft nicht beeinflussbaren Kostenanteile).

Teilnahmeberechtigte Netzbetreiber haben bis zum 31. März 2021 im Gasbereich und bis zum 31. März 2022 im Strombereich abzuwägen, ob ein entsprechender Antrag auf Teilnahme am vereinfachten Verfahren für die 4. Regulierungsperiode gestellt werden soll. Erfahrungsgemäß ist seitens der BNetzA mit einer Bekanntgabe der Effizienzwerte für die 4. Regulierungsperiode für das vereinfachte Verfahren erst einige Wochen vor Fristablauf zu rechnen. Im Anschluss können Landesregulierungsbehörden gemäß § 24 Abs. 2 S. 6 ARegV die von der BNetzA ermittelten Werte übernehmen oder abweichend zum Vorgehen in den Vorperioden eigene Effizienzwerte berechnen. Unsere Analysen liefern dahingegen frühzeitig eine erste Unterstützung für die individuelle Entscheidungsfindung.

Erfolgreiche Abbildung des BNetzA-Effizienzvergleichs

PwC nutzte für die erste Abschätzung die umfangreichen Veröffentlichungen der BNetzA im Rahmen der Berechnungen der generellen sektoralen Produktivitätsfaktoren (Malmquist-Verfahren) sowie der Kostentreiberanalysen zu den Effizienzvergleichen im Strom- und Gasbereich. Im Rahmen des Projektes REGULIERUNGSDATENPOOL wurden zunächst individuelle Effizienzwerte ermittelt. Die Genauigkeit der Abbildung der BNetzA-Effizienzwerte kann dabei als sehr hoch bewertet werden. Im Anschluss wurde eine Gewichtung mit den Aufwandsparametern mit nicht standardisierten Kapitalkosten durchgeführt.

Gegenüber den Werten der 3. Regulierungsperiode deuten unsere Ergebnisse ungleiche Entwicklungen in den Sparten an: Im Strombereich würde der Effizienzwert leicht von 96,69% auf 96,92% steigen, wohingegen er im Gasbereich von 92,46% auf 92,21% etwas absinken würde. In dieser ersten Abschätzung konnten mögliche Bereinigungen der Effizienzwerte aus Verfahren gemäß § 15 Abs. 1 S. 1 ARegV sowie Datenkorrekturen der BNetzA mangels Veröffentlichung noch nicht berücksichtigt werden. Durch die Effizienzwertbereinigungen können die finalen BNetzA-Effizienzwerte für das vereinfachte Verfahren von den Prognosen abweichen.

Ansprechpartner

Jan Zöckler

PwC Energy & Utilities

Tel.: +49 69 9585 – 5530

E-Mail: jan.zoeckler@pwc.com

Matthias Schneider

PwC Energy & Utilities

Tel.: +49 211 981 – 4181

E-Mail: matthias.f.schneider@pwc.com

 

 

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

/* */