Energieaudit in Sicht – die nächste Frist steht bald an

Für viele deutsche Unternehmen rückt das nächste Energieaudit aktuell wieder in Sichtweite – seit 2015 ist eine Vielzahl der Unternehmen verpflichtet regelmäßige Energieaudits durchzuführen. In der ersten Verpflichtungsperiode 2015 hatten zahlreiche Unternehmen die Frist aufgrund eines Engpasses an Energieauditoren jedoch verfehlt und so empfindliche Bußgelder riskiert.

Für die zahlreichen Unternehmen, die im Jahr 2015 ein Energieaudit durchgeführt haben, steht im Jahr 2019 nun das Wiederholungsaudit an. Dabei müssen der letzte Energieauditbericht aktualisiert und neue Vor-Ort-Begehungen durchgeführt werden. Der Gesetzgeber hat zudem neue Vereinfachungsmöglichkeiten definiert, die einen noch effizienteren Auditansatz bei vielen Unternehmen als beim Erstaudit ermöglichen.

Zum Hintergrund: Seit 2015 verpflichtet das Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) einen Großteil aller deutschen Unternehmen dazu, alle vier Jahre ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 durchzuführen.

Als Faustregel gilt: Alle Unternehmen, die mehr als 250 Mitarbeiter beschäftigen oder Teil einer Unternehmensgruppe sind, sind sehr wahrscheinlich verpflichtet.

Das stellt insbesondere international agierende Unternehmensgruppen vor eine große Herausforderung: Durch die Verflechtungen innerhalb der Unternehmensgruppe sind oftmals bspw. auch vermeintlich „kleine“ Tochtergesellschaften von der Verpflichtung betroffen. Aber auch Unternehmen mit einer hohen kommunalen Beteiligung (z. B. Stadtwerke) sind in der Regel zur Durchführung von Energieaudits verpflichtet. Von der Verpflichtung ausgenommen sind lediglich solche Unternehmen, die ein Energie- oder Umweltmanagementsystem (DIN EN ISO 50001 oder EMAS) betreiben. Bei Nicht-Erfüllung drohen pro Unternehmen Bußgelder von bis zu 50.000 EUR sowie Ordnungswidrigkeitsverfahren. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass das BAFA regelmäßig Kontrollen durchführt.

Jedoch könnten auch beim Energieaudit 2019 wieder Engpässe an Energieberatern auftreten. Diese sorgten im Jahr 2015 dafür, dass zahlreiche Unternehmen ihr Energieaudit nicht fristgerecht abschließen konnten und so Bußgelder riskierten. Mit nur knapp 3.800 registrierten Auditoren ist das Missverhältnis zwischen der Anzahl der Berater und der schätzungsweise ca. 80.000 notwendigen Audits noch immer enorm groß.

Viele Unternehmen bereiten sich daher aktuell auf das nächste Energieaudit vor. Um die Compliance frühzeitig zu sichern, bietet es sich an, bereits im Herbst 2018 den Auditprozess mit dem Energieauditor abzustimmen. So kann sichergestellt werden, dass das Audit ohne Kapazitätsengpässe abgeschlossen und die Compliance-Vorgaben fristgerecht erfüllt werden können. Wird der Auditbericht pünktlich zum Ablauf der individuellen Frist ausgeliefert, können betroffene Unternehmen die Länge des vierjährigen Auditzyklus bestmöglich ausnutzen.

Auch PwC führt mit eigenen BAFA-gelisteten Auditoren Energieaudits durch. Melden Sie sich gern für ein kurzes Beratungsgespräch bei uns!

Ansprechpartner

Nicolas Deutsch

PwC Energy Consulting

Tel.: +49 69 9585 3962

E-Mail: nicolas.deutsch@pwc.com

Dr. Lukas Krüger

PwC Energy Consulting

Tel.: +49 69 9585 1530

E-Mail: lukas.krueger@pwc.com

 

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