Neue Lösungsangebote für Energievertriebe auf Basis intelligenter Messsysteme

Der verpflichtende Rollout von intelligenten Messsysteme (iMS) hat mit der Markterklärung des BSI am 31.01.2020 begonnen. Grundzuständige Messstellenbetreiber (gMSB) werden nun kontinuierlich ihre Messstellen mit iMS ausstatten und entsprechend die Messentgelte erhöhen. Diese Messentgelte werden 1:1 über den Lieferanten an den Endkunden weiterverrechnet und fallen aus Kundensicht erstmal negativ auf den jeweiligen Energieanbieter zurück.

 

Handlungsbedarf für Energievertriebe um Kundenverluste zu vermeiden

Erste Endkunden setzen sich aus diesem Grund bereits kritisch mit ihrem Energielieferanten auseinander, suchen nach Alternativen und werden direkt von preisaggressiven Wettbewerbern und neuen, branchenfremden Anbietern am Markt abgeworben. Dieses Risiko besteht sowohl bei Kundensegmenten mit einer einfachen Energiesituation (konventioneller Verbrauch ohne Eigenerzeugung) und einer dadurch sehr hohen Preissensitivität, sowie bei Kunden mit einer komplexen Energiesituation (Eigenerzeugung, volatiler Verbrauch, etc.), die durch neue und innovative Produkte von Konkurrenten eingefangen werden.

Der Kampf um den Kunden gewinnt erneut an Dynamik und setzt Energievertriebe kontinuierlich weiter unter Druck.  Innovationskraft ist jetzt gefragt um langfristige, wertbringende Kundenbindungen aufzubauen. Der verpflichtende Rollout kann hier auch als Chance für Energielieferanten gesehen werden.

 

Der verpflichtende Rollout bietet Energievertrieben die Grundlage für neue Geschäftsmodelle zur Kundenbindung (im Bereich moderner intelligenter Tarife)

Ab sofort wird die Infrastruktur für maßgeschneiderte, kundenindividuelle Lösungen über die klassischen Commodity Produkte hinweg zur Verfügung stehen. Das gilt es zu nutzen! Kundensegmente wie die Wohnungswirtschaft warten auf Angebote die ihnen den Aufwand im operativen Tagesgeschäft z.B. durch Mehrspartenfernauslesung, Submetering inkl. integrierter Heiz- und Betriebskostenabrechnung oder Datenplattformen für die Abwicklung von gebäude- und mieter-bezogener Prozesse – beispielsweise Leerstandsmanagement, erleichtern und können dadurch langfristig an den Anbieter gebunden werden.

 

Abbildung: Mehrwertdienste auf Basis Smart Meter Infrastruktur

 

Für Filialisten und Kommunen oder Prosumer können endlich Produkte wie geschlossene Energiemonitoring- oder auch automatisierte Eigenversorgungskonzepte (u.a. Mieterstrom, Batteriespeicher) angeboten werden.

Aber auch die Kundensegmente mit einer weniger komplexen Energiesituation warten auf neue, einfache Lösungsangebote und bieten Erfolgspotential, das nicht zu vernachlässigen ist. Bei diesen Kunden können z.B. durch Online-Tarife mit monatlicher Abrechnung, gesonderte KA-Tarife, Nachzahlungsalarme, automatisierte Abschlagsanpassung oder einfaches Energiemonitoring, Mehrwerte erzielt werden.

 

PwC – Ihr kompetenter Partner rund um den intelligenten Messstellenbetrieb

PwC berät Sie als Energievertrieb gerne beim Thema intelligenter Messstellenbetrieb. Ob bei der Festlegung Ihrer Vertriebsstrategie, der Definition Ihres Geschäftsmodells oder beim Ausbau Ihres digitalen Produktportfolios – wir stehen Ihnen zur Seite. Sprechen Sie uns einfach an!

 

Ansprechpartner

Ralf Kurtz

Energy & Utilities Consulting

Partner, PwC Germany

Tel.:  +49 211 981-4812

E-Mail: ralf.kurtz@pwc.com

Anna Ebner

Energy & Utilities Consulting

Senior Manager, PwC Germany

Tel.: +49 89 5790-5180

E-Mail: anna.ebner@pwc.com

 

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