Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (SpaEfV) durch Bundeskabinett verabschiedet

Die Verordnung konkretisiert die Verknüpfung von Energieeffizienzsystemen mit der Gewährung des Spitzenausgleichs für Strom- und Energiesteuer und beschreibt insbesondere die schrittweise Einführung der Energieeffizienzsysteme, sowie die nötigen Nachweise.

In diesem Jahr wurde von der EU-Kommission zum 01.01.2013 für Unternehmen des produzierenden Gewerbes eine neue Energiesteuerrichtlinie verabschiedet. Erfreulicherweise wird trotz der durchgeführten Novellierung des Energie- und Stromsteuergesetzes der Spitzenausgleich ab dem Jahr 2013 für Unternehmen des Produzierenden Gewerbes in Deutschland für weitere 10 Jahre fortgeführt. Damit bleibt diese enorme Einsparmöglichkeit für ca. 25.000 Unternehmen des Produzierenden Gewerbes weiterhin erhalten.

Die gesetzlichen Anforderungen unterscheiden sich hinsichtlich Großunternehmen und KMU (Definition entsprechend der Empfehlung der Europäischen Kommission 2003/361/EG).

Ab diesem Jahr wird die Einführung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 oder eines Umweltmanagementsystems nach EMAS für große Unternehmen Voraussetzung zum Erhalt des Spitzenausgleichs gem. § 10 StromStG, sowie § 55 EnergieStG. Kleine und mittlere Unternehmen, sog. KMU, müssen die Einführung eines Energieaudits gemäß DIN 16247-1 oder eines alternativen Systems nachweisen.

Die Erfüllung der Nachweisführungspflicht über den Beginn einer entsprechenden Systemimplementierung ist für Unternehmen relevant, die noch kein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 oder Umweltmanagementsystem nach EMAS besitzen, die Implementierung noch nicht begonnen haben oder eine bestehende Zertifizierung bei Antragsstellung älter als 12 Monate ist.

Betroffene Unternehmen sollten die Übergangsfristen nutzen, um mit geringem Aufwand die vorgeschriebenen Mindestanforderungen zu erfüllen.

In diesem Zusammenhang bietet PwC eine schlanke und standardisierte Lösung – den PwC Erhebungsbogen zur energetischen Bewertung. Das Ergebnisdokument, dass durch einen anerkannten Zertifizierer testiert wird, können betroffene Unternehmen in den Jahren 2013 und 2014 nutzen, um den durch das Hauptzollamt geforderten Nachweis über den Beginn der Einführung eines Systems zu erbringen. Darüber hinaus sind die Ergebnisse des Erhebungsbogens ein Baustein für ein Energie- oder Umweltmanagementsystem (bzw. eines alternativen Systems für KMU), welches ab dem Jahr 2015 Voraussetzung für die Gewährung des Spitzenausgleiches ist und durch eine Zertifizierung nachgewiesen werden muss.

Der PwC Erhebungsbogen ist ein erster Schritt zu einem Ganzheitlichen Energiemanagement.

Wie man an der aktuellen Novellierung des Strom- und Energiesteuergesetzes sieht, machen u.a.  rechtliche Vorgaben die Optimierung der unternehmensindividuellen Energiesituation zu einer immer komplexeren Aufgabe. Es bedarf eines Energiemanagements, das die Energiesituation und deren Treiber (z.B. rechtlicher Natur), die betriebswirtschaftlichen, sowie technischen und systemischen Möglichkeiten gleichermaßen berücksichtigt, aber nicht an technische Maßnahmen und operationelle Strukturen gebunden ist. Das Prinzip des Ganzheitlichen Energiemanagements (GEM) berücksichtigt die entsprechenden Treiber und bietet Unternehmen die Möglichkeit, mittels zielgerichteter Lösungen die Optimierung der eigenen Energiesituation in das unternehmensindividuelle Zielsystem zu integrieren. Der PwC Erhebungsbogen dient der Erfassung und Darstellung von Verbrauchern, sowie Verbrauchswerten und ist somit ein erster Schritt zu einem Ganzheitlichen Energiemanagement.

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