„Die Informationen aus den Energierechnungen reichen aus, um den Energieverbrauch des Unternehmens zu verstehen und Einsparpotentiale zu erkennen“ (1/10)

Unsere neue Blog-Reihe „Die zehn größten Fehler beim Energiemanagement“

Im Detail definiert jeder „Energiemanagement“ ein wenig anders, aber im Kern umfasst es die Summe aller Maßnahmen, die geplant und durchgeführt werden, um bei geforderter Leistung einen minimalen Energieeinsatz und minimale Energiekosten sicherzustellen. Eine wesentliche Erkenntnis vorneweg: Den „einen“ Königsweg beim Energiemanagement gibt es nicht. Dafür sind Unternehmen in der Struktur, im Abnahmeverhalten und in den Anforderungen viel zu unterschiedlich.

Ab heute veröffentlichen wir in unserer neuen Blog-Reihe jede Woche einen Fehler, die wir aus unserer täglichen Beratungspraxis identifiziert haben, die sowohl unternehmens- als auch branchenübergreifend begangen werden.

Energieverbräuche zu messen ist aus mehreren Gründen eine notwendige Voraussetzung für Unternehmen. Ein sehr wichtiger, jedoch recht wenig beachteter Grund sind gesetzliche Verpflichtungen. Energieflüsse müssen im Regelfall im wirtschaftlichen Verkehr (z.B. Weiterleitungen an Fremdfirmen auf dem Betriebsgelände) mit geeichten Zählern gemessen sein, um z.B. im Rahmen von Anträgen zur Reduzierung von Steuern, Abgaben und Umlagen geltend gemacht werden zu können.

Ein weiterer wichtiger Grund für die Messung der Energieverbräuche ist, dass  die Messdaten ein ganzheitliches Verständnis der Energieflüsse ermöglichen  und somit die notwendige strukturelle Grundlage schaffen, um Energie(kosten-)einsparpotentiale gezielt heben zu können. Eine lange Liste mit Zählern zur Messung von Energieverbräuchen ist dabei noch kein Garant für ein richtiges Messen. Erst wenn klar ist, wie, wann und wofür welche Energie tatsächlich verwendet wird, können die richtigen Energieeffizienzmaßnahmen geplant und nachgehalten werden. Vielfach werden bei Erweiterungen und Erneuerungen von Gebäuden oder Produktionsanlagen zusätzliche Zähler ohne erweitertes Messkonzept eingebaut. So ist im Bedarfsfall nicht klar, welche Anwendungen die Zähler tatsächlich messen oder ob die Zähler hinter- oder nebeneinander angeordnet sind. Gerne wird hier von „gewachsenen Strukturen“ gesprochen. Daher sollte geprüft werden, ob das Verständnis der eigenen Zählerstruktur ausreicht, um den tatsächlichen, über die Versorgerzähler in Summe laufenden Energieverbrauch zu erklären.

Durch den Aufbau eines bedarfsgerechten Energiedatenmanagements, welches das Zusammenspiel von Zählern mit kompatibler Software einschließt, können Energieflüsse richtig verstanden werden. Als Richtwert gilt, dass mit einmaliger Investition von ca. 2 % der jährlichen Energiekosten ein völlig ausreichendes Energiedatenmanagement (inkl. Zählerinfrastruktur) aufgebaut werden kann.

Ansprechpartner

Nicolas Deutsch

PwC Finance & Regulation

Tel.: +49 69 9585 3962

E-Mail: nicolas.deutsch@pwc.com

Dr. Lukas Krüger

PwC Finance & Regulation

Tel.: +49 69 9585 1530

E-Mail: lukas.krueger@pwc.com

 

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