Digital Procurement Survey – wie Energie- und Versorgungsunternehmen die digitale Transformation in ihren Einkaufsabteilungen bewerten

Im aktuellen Digital Procurement Survey, bei dem über 400 Antworten aus fast 30 Ländern ausgewertet wurden, analysiert PwC die Prioritäten in den Einkaufsabteilungen von Industrie- und Dienstleistungsunternehmen, die Leistungsfähigkeit der digitalen Transformation dort, digitale Anwendungsfälle und Entwicklungsperspektiven (Digital Roadmap), sowie zentrale Erfolgsfaktoren für eine digitale Transformation im Einkauf. Dabei vergleicht die Studie spezifische Branchen mit dem Industrie-Durchschnitt.

Allgemein konnten folgende generelle Trends beim Einkaufsverhalten aller befragten Unternehmen festgestellt werden:

Strategische Prioritäten: Energie – und Versorgungsunternehmen im Vergleich

Einkaufsabteilungen von Energie- und Versorgungsunternehmen setzen ihre Prioritäten zum Teil anders als der Rest der Industrie. Beide Gruppen nennen „Kostenreduzierung“, „Lieferantenbeschaffung/SRM“ und „digitale Transformation” als  wichtigste Prioritäten. Für Energie- und Versorgungsunternehmen spielt dann aber das “Risikomanagement” noch eine bedeutende Rolle, im Gegensatz zu “Innovation” in der branchenübergreifenden Betrachtung.

Leistung der digitalen Transformation

Die Energie- und Versorgungsbranche ist eine der führenden Branchen bei digitalem Einkaufsverhalten und zeigt folgerichtig herausragende Werte bei der Einbindung von digitalen Lösungen im industriellen Vergleich auf. Während in der Industrie knapp 1/3 aller Unternehmen eine hohe User-Akzeptanz hat, so liegt der Durchschnitt bei Energieunternehmen bereits bei 50%. Auch der Anteil von Unternehmen mit einer hohen Feature-Nutzungsrate ist im Energiesektor deutlich größer als bei Industrieunternehmen allgemein. Allerdings fallen die daraus folgenden wahrgenommenen Leistungssteigerungen deutlich niedriger aus als der branchenübergreifende Durchschnitt, was sich durch eine weniger fortgeschrittene tatsächliche Nutzung der digitalen Lösungen erklären lässt.

Digitale Roadmap

Der P2P-Prozess (Peer-to-peer) wird von den Einkaufsabteilungen der Energieunternehmen als vorrangig angesehen. Der Prozess ist heute am meisten verbreitet und generiert genügend Investitionen, um ihn als Anwendungsfall mit hohem Potential zu betrachten. In der Industrie wird die P2P-Digitalisierung dagegen mit geringerem Investitions-Potential betrachtet.

Die große Bandbreite an potentiellen Einkäufen verkompliziert allerdings auch den Prozess der Implementierung digitaler P2P-Lösungen: Weniger als die Hälfte aller im Energiebereich tätigen Unternehmen machen regelmäßigen von der Technologie Gebrauch. Zum Vergleich: In der Industrie sind es in etwa 2/3 des Sektors, welche regelmäßig digitale P2P-Lösungen benutzen.

Zentrale Erfolgsfaktoren für die digitale Transformation

Des Weiteren wurden die beteiligten Verantwortlichen in der Umfrage nach wesentlichen Erfolgsfaktoren der digitalen Transformation in ihrer Branche befragt. Dabei lässt sich erkennen, dass Energie- und Versorgungsunternehmen einen hohen Wert auf die Einbindung interner Stakeholder in den digitalen Prozess legen. Dafür sehen diese Unternehmen weniger Investitionsbedarf im „Change-Management“. Grundsätzlich kann man aber festhalten, dass die Einschätzungen der Energie-Branche nicht sehr stark vom Branchendurchschnitt abweichen, und in der Gesamtheit ein branchenübergreifender Konsens über die Erfolgsfaktoren der digitalen Transformation herrscht.

Weiterführende Analysen sowie Studienergebnisse z.B. im Hinblick auf Auswirkungen von COVID-19 können Sie dem kompletten Digital Procurement Survey hier entnehmen. Gerne tauschen wir uns mit Ihnen über die Ergebnisse der Studie und deren Bedeutung für Ihren Einkaufsbereich aus.

Ansprechpartner

Dr. Norbert F. Fischer

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