BNetzA-Festlegung zur Kostenprüfung Gas

Die Bundesnetzagentur veröffentlichte am 22.04.2016 den Beschluss zur Kostenprüfung Gas und somit wesentliche Änderungen zur Konsultationsfassung. Eine wesentliche Änderung ist die Verschiebung der Abgabefrist im vereinfachten Verfahren zum 01.09.2016.

Für Unternehmen räumt die Verschiebung zum einen etwas mehr Zeit ein, ermöglicht aber auch eine umfassende Vorbereitung – gerade im Hinblick auf die umfangreichen Änderungen zur Konsultationsfassung. PwC hat beide Fassungen kurz nach Veröffentlichung im Detail analysiert und wesentliche Unterschiede klar herausgearbeitet. Was sich im Einzelnen für Sie ändert und wie Sie sich bestens auf die bevorstehende Kostenprüfung vorbereiten – PwC begleitet Sie!

Wesentliche inhaltliche Änderungen zur Konsultationsfassung:

  • EHB, Saldenliste und der Kontenplan sind nicht schriftlich (als Ausdruck) vorzulegen
  • Ergänzung eines Tabellenblattes „D3 Weiteres Anlagevermögen“ im EHB
  • Die 5%-Schwelle für Dienstleister-EHB wird anhand des EOG 2015 abzgl. vorgelagertes Netz ermittelt
  • Nur die 10 wertmäßig größten Dienstleistungen sind anzugeben
  • Ist der Verpächter auch Dienstleister, ist nur ein einheitlicher Bogen abzugeben
  • Nachlieferung von Kostendaten oder Nachweisen sollen in begründeten Ausnahmefällen und unverzüglich nach deren Vorliegen erfolgen
  • Darlegung im Bericht nach § 28 GasNEV „lediglich“ für 2014 und 2015 erforderlich
  • Bedingungslose Verpflichtung zur Beibringung der Jahresabschlüsse 2011 bis 2015
  • Wegfall der Verpflichtung zur Vorlage der Liquiditätsrechnung („kann … vorgelegt werden“); Hinweis, dass ein Nachweis von Umlaufvermögen auf anderem Wege nicht schon im Grundsatz ausgeschlossen ist
  • Saldenliste nur für Netzbetreiber (Pächter)

Auswirkung auf die Unternehmen bei den Landesregulierungsbehörden

Nach Abschluss der Konsultation durch die BNetzA ist davon auszugehen, dass die Landesregulierungsbehörden in Kürze eigene Konsultation bzw. Festlegungen zu den von ihnen geforderten Inhalten starten. Hier wird über eine weitere Verlängerung der Fristen, einer eingeschränkten (z. B. nur 3 Jahre statt 5 Jahre) Datenmeldung und einer Vereinfachung bei der Anerkennung des Umlaufvermögens (z. B. 2/12 pauschaler Anerkennung des Umlaufvermögens beim Netzbetreiber) spekuliert.

Immer up to date: Wir halten Sie an dieser Stelle regelmäßig auf dem Laufenden rund um das Thema Kostenantrag!

Ansprechpartner

Henry Otto

Partner, Utilities & Regulation

Tel.: +49 211 981-2023

E-Mail: henry.otto@de.pwc.com

Jan-Frederik Zöckler

Director, Utilities & Regulation

Tel.: +49 69 9585-5530

E-Mail: jan.zoeckler@de.pwc.com

 

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