Die Einführung eines Marktstammdatenregisters soll die Datenqualität im Strom- und Gasmarkt steigern

Die Marktstammdatenregisterverordnung (MaStRV) wurde im März 2017 verabschiedet. Ziel ist, ein für jedermann nutzbares Instrument zu schaffen, welches die wesentlichen Akteure des Strom- und Gasmarktes erfasst. Dazu zählen insbesondere Strom- und Gaserzeuger, Betreiber von Strom- und Gasspeichern, Energiever­brauchs­anlagen, die am Stromhöchst- und hochspannungsnetz bzw. am Gasfernleitungsnetz angeschlossen sind, organisierte Marktplätze, Netzbetreiber, Bilanzkreis­verant­wort­liche, Messstellenbetreiber, Strom­lieferanten und Transportkunden.

Das Marktstammdatenregister (MaStR) sollte eigentlich zum 01.07.2017 in Betrieb gehen und als maßgebliches zentrales Register in der Energiewirtschaft von der Bundesnetzagentur (BNetzA) geführt werden. Die bisher bestehenden Melderegister, in Form vom Anlagenregister und dem PV-Meldeportal, sollen durch das MaStR ersetzt und erweitert werden, sodass neben den Akteuren des Strommarktes auch die Marktteilnehmer des Gasmarktes erfasst werden. Registriert werden sollen neben den Betreibern von Strom- und Gaserzeugungsanlagen auch Energieverbrauchsanlagen, die am Stromhöchst- oder hochspannungsnetz bzw. am Gasfernleitungsnetz angeschlossen sind. Darüber hinaus sind alle weiteren Akteure des Strom- und Gasmarktes, wie bspw. Stromlieferanten, Netzbetreiber, Messstellenbetreiber, Bilanzkreisverantwortliche etc. ebenfalls zu registrieren.

Der geplante Zeitpunkt der Inbetriebnahme des MaStR zum 01.07.2017 konnte allerdings nicht eingehalten werden und verschiebt sich nach Aussage der BNetzA auf Herbst 2017, da die Arbeiten am Webportal nicht rechtzeitig abgeschlossen werden konnten. Aktuell können sich lediglich Strom- und Gasnetzbetreiber im MaStR registrieren. Ab Herbst 2017 sollen dann alle Neuanlagen über das MaStR-Webportal gemeldet und das Anlagenregister sowie das PV-Meldeportal abgelöst werden. Außerdem soll ab diesem Zeitpunkt auch die Integration aller anderen Marktakteure über das MaStR erfolgen. Ende 2017 soll dann mit der Integration der Bestandsanlagen begonnen werden.

Durch die Verzögerungen stellen sich vor allem Betreiber von EEG- und KWKG-Anlagen die Frage, in welcher Art und Weise die Pflichten der MaStRV zu erfüllen sind. Die BNetzA erklärt hierzu auf ihrer Webseite, dass EEG-Anlagen wie bisher über das Anlagenregister und das PV-Melderegister erfasst werden, allerdings unter Einhaltung der Fristen der MaStRV. KWKG-Anlagen hingegen sollen zunächst über ein auf der Website der BNetzA verfügbares Formular per Post oder E-Mail registriert werden. Dabei gelten auch für KWKG-Anlagen die Fristen der MaStRV.

Haben Sie Interesse an detaillierten Informationen zum Marktstammdatenre­gister, zu den mit dem Register verbundenen Pflichten und Fristen oder zu den Nutzungsmöglichkeiten, dann sprechen Sie uns gerne an.

Ansprechpartner

Jan Scheipers

Utilities & Regulation

Tel.: +49 211 981-7314

E-Mail: jan.scheipers@de.pwc.com

 

 

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