Messen und Schätzen bei der § 19 StromNEV-Umlage – Angebot eines individuellen PwC-Workshops für Netzbetreiber

Im Rahmen der Erhebung der § 19 Strom-NEV-Umlage für das Kalenderjahr 2021 müssen Netzbetreiber sich mit der mess- und eichrechtskonformen Abgrenzung von Drittmengen und damit verbunden mit Erklärungen gemäß § 104 Abs. 10 Satz 2 EEG 2021 auseinandersetzen. Mit einem halbtägigen Workshop sprechen wir Netzbetreiber an, die sich vor diesem Hintergrund auf die Mitteilungen der Letztverbraucher zum 31. März 2022 vorbereiten möchten.

Letztverbraucher können für Strommengen, die an einer Abnahmestelle 1.000.000 kWh übersteigen, bei der § 19 StromNEV-Umlage eine Privilegierung in Anspruch nehmen. Im Kalenderjahr 2021 beträgt die volle Umlage 0,432 ct/kWh (Letztverbrauchergruppe A’), wohingegen für privilegierte Strommengen lediglich 0,05 ct/kWh bzw. 0,25 ct/kWh (Letztverbrauchergruppe B’ bzw. C’) anfallen. Zur Inanspruchnahme der reduzierten Umlage für das Kalenderjahr 2021 muss ein Letztverbraucher dem zuständigen Netzbetreiber bis zum 31. März 2022 den aus dem Netz bezogenen und selbst verbrauchten Strom melden. Strommengen, die an Dritte weitergeleitet werden, müssen von den eigenen Strommengen des Letztverbrauchers entsprechend abgegrenzt werden.

Bislang war es aufgrund der Übergangsbestimmung gemäß § 104 Abs. 10 Satz 1 EEG 2021 möglich, abzugrenzende Drittmengen ohne Angabe von Gründen zu schätzen. Diese Übergangsbestimmung läuft nun zum 31. Dezember 2021 endgültig aus und Drittmengen sind ab dem 1. Januar 2022 mess- und eichrechtskonform zu erfassen. Maßgeblich – auch für die § 19 StromNEV-Umlage – ist an dieser Stelle § 62b EEG 2021. Nur im Einzelfall kann zukünftig eine Schätzung auf Basis von § 62b Absatz 2 Nummer 2 EEG 2021 begründet werden.

Das Auslaufen der Schätzbefugnis ohne Angabe von Gründen wirkt sich bereits auf die Abwicklung der § 19 StromNEV-Umlage für das Kalenderjahr 2021 aus. Für Strommengen, die im Rahmen der Endabrechnung 2021 abgegrenzt werden, ist vom Letztverbraucher eine Erklärung gemäß § 104 Abs. 10 Satz 2 EEG 2021 vorzulegen, mit der dargelegt wird, wie ab dem 1. Januar 2022 sichergestellt ist, dass § 62b EEG 2021 eingehalten wird. Soweit ein Letztverbraucher in der Mitteilung zum 31. März 2022 Drittmengen schätzt, hängt die Abrechnung des Netzbetreibers in Bezug auf die Privilegierung bei der § 19 StromNEV-Umlage für das Jahr 2021 somit von dem vorliegen und der Qualität seiner Erklärung ab. 

Ziel unseres Workshops ist es, zunächst ein klares Verständnis der gesetzlichen Grundlagen und der Vorgaben der Bundesnetzagentur sowie des aktuellen Grundverständnisses der Übertragungsnetzbetreiber zum Messen und Schätzen zu vermitteln. Auf dieser Basis wird anschließend die individuelle Bedeutung dieses Themas für den Netzbetreiber beleuchtet, insbesondere vor dem Hintergrund einer den gesetzlichen Rahmenbedingungen entsprechenden Abwicklung der § 19 StromNEV-Umlage.

Bei Interesse am Workshop oder bei weiterführenden Fragen zum Thema sprechen Sie uns gerne an!

Ansprechpartner: 

Hanno Ribbing

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.