Netzentgelte im Jahr 2017 erneut deutlich gestiegen

Getrieben durch die Energiewende und den in diesem Zusammenhang notwendigen Ausbau des Stromnetzes sind die Netzentgelte seit 2011 durchschnittlich um 8,3 Prozent pro Jahr und damit √§hnlich stark wie die viel diskutierte EEG-Umlage gestiegen. Von 2016 auf 2017 betrug der Anstieg sogar 14,3 Prozent. Die sich regional f√ľr Industrie und Gewerbekunden um bis zu 200 Prozent unterscheidenden Netzentgelte stellen schon jetzt rund 15 bis 25 Prozent des Strompreises dar ‚Äď Tendenz steigend!

Optimierungsm√∂glichkeiten der Netzentgelte f√ľr Strom

H√∂chste Zeit, sich einen √úberblick √ľber die Optimierungsm√∂glichkeiten der Netzentgelte f√ľr Strom zu verschaffen, denn diese k√∂nnen Standortentscheidungen f√ľr die Unternehmung ma√ügeblich beeinflussen. Aber auch, wenn diese Entscheidung bereits gefallen ist, gibt es sowohl breit erprobte als auch innovative M√∂glichkeiten, die Netzentgelte f√ľr alle Unternehmen branchenunabh√§ngig zu optimieren.

W√§hrend die atypische Netznutzung (¬ß 19 Abs. 2 S. 1 StromNEV) stark vom Einzelfall abh√§ngig ist, bietet die intensive Netznutzung (¬ß 19 Abs. 2 S. 2 StromNEV) breites Optimierungspotenzial. Als intensiver Netznutzer mit einem j√§hrlichen Stromverbrauch ‚Č• 10 GWh und ‚Č• 7.000 Benutzungsstunden pro Jahr an der entsprechenden Abnahmestelle k√∂nnen stufenweise bis zu 80 Prozent der Netzentgelte eingespart werden. Dies entspricht j√§hrlichen Einsparungen zwischen 380 TEUR bei 15 GWh und 1,2 Mio. Euro bei 50 GWh.

Mögliche Maßnahmen

F√ľr Unternehmen, die bei gegebenem Stromverbrauch ‚Äď ohne Beeinflussung der Produktionsprogrammplanung ‚Äď die Benutzungsstunden erh√∂hen wollen, bieten sich generell Ma√ünahmen aus drei Bereichen an:

  1. Spitzenlastkappung durch Lastmanagement und Steuerung einzelner Verbraucher:

    durch Verschiebung von gleichzeitigen Lasten kommt es zu geringeren Spitzenlasten, wodurch die Benutzungsstunden steigen und die Bemessungsgrundlage f√ľr den Leistungspreis sinkt, ohne die vorhandenen Betriebsabl√§ufe ma√ügeblich zu ver√§ndern

  2. Abgrenzung stromintensiver Bereiche im Rahmen eines intelligenten Messkonzeptes:

    durch die Aufteilung der Abnahmestelle oder virtuelle Zählpunkte ergibt sich eine neue Verbrauchssituation, die wiederum keinen Eingriff in den Betriebsablauf notwendig macht

  3. Einsatz (vorhandener) Notstromaggregate oder Energiespeicher zur Abdeckung von Spitzenlasten:

    durch Produktion oder die mittlerweile vergleichsweise g√ľnstig m√∂gliche Speicherung von Strom kommt es zu geringeren Spitzenlasten, wodurch die Benutzungsstunden steigen und die Bemessungsgrundlage f√ľr den Leistungspreis sinkt. Die notwendigen Anlagen k√∂nnen sowohl gekauft als auch gemietet werden

Erfahrungsgemäß können diese Maßnahmen während des laufenden Betriebs umgesetzt werden. Können nicht mindestens 7.000 Benutzungsstunden erreicht werden und/oder liegt kein Stromverbrauch von mindestens 10 GWh vor, können durch Lastmanagement und Steuerung einzelner Verbraucher trotzdem noch bis zu 10 Prozent der Netzentgelte eingespart werden.

Verschaffen Sie sich einen Vorteil ‚Äď nutzen Sie das Optimierungspotenzial.

Ansprechpartner

Nicolas Deutsch

PwC Finance & Regulation

Tel.: +49 69 9585 3962

E-Mail: nicolas.deutsch@pwc.com

Dr. Lukas Kr√ľger

PwC Finance & Regulation

Tel.: +49 69 9585 1530

E-Mail: lukas.krueger@pwc.com

 

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