Wie Energieversorgungsunternehmen vertrauliche Geschäftsinformationen und betriebliches Know-how schützen

Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen (GeschGehG) haben sich die Vorzeichen für Energieversorgungsunternehmen maßgeblich geändert: Vertrauliche Geschäftsinformationen und betriebliches Know-how werden gesetzlich grundsätzlich nur geschützt, wenn angemessene Schutzmaßnahmen ergriffen worden sind und diese Maßnahmen kontinuierlich evaluiert werden. Eine zentrale Herausforderung ist hierbei, aufgrund einer vorherigen Identifizierung der schützenswerten Informationen ein adäquates Schutzniveau herzustellen.

Neue Herausforderungen durch das GeschGehG

Bislang wurden Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse insbesondere durch die §§ 17 ff. UWG und die hierzu ergangene Rechtsprechung geschützt. Nach Streichung dieser Vorschriften werden vertrauliche Geschäftsinformationen nunmehr durch das im vergangenen Jahr in Kraft getretene GeschGehG geschützt. Dessen Schutz greift lediglich, wenn diese Informationen

  • nur einem begrenzten Personenkreis zugänglich und daher von wirtschaftlichem Wert sind,
  • angemessene Geheimhaltungsmaßnahmen durch ihren rechtmäßigen Inhaber ergriffen wurden und
  • sofern ein berechtigtes Geheimhaltungsinteresse besteht.

Der Schutz von Know-how und Innovation ist in einem so kompetitiven Wettbewerbsumfeld wie der Energiewirtschaft von eminenter Wichtigkeit.

Dreiphasige Umsetzung der Schutzmaßnahmen

Grundlage unseres Unterstützungsangebotes ist ein dreiphasiges Vorgehen, mit dem angemessene Geheimhaltungsmaßnahmen ergriffen werden. Zunächst ist individuell festzulegen, welche Informationen und welches Know-how schutzbedürftig sind. Zu diesem Zweck haben wir ein Tool konzipiert, das wir in Kombination mit Einzelinterviews der betreffenden Fachbereichsleiter einsetzen, um die jeweils zu schützenden Informationen unternehmensindividuell zu bestimmen.

Sind die geheimhaltungsbedürftigen Informationen identifiziert, muss ihr Schutz zunächst priorisiert und müssen individuelle Schutzmaßnahmen festgelegt werden. Nach Identifizierung und Implementierung der erforderlichen Maßnahmen (sog. reasonable steps) sind Monitoring-/ Evaluierungsmaßnahmen zu ergreifen.

Individuelle Arretierung erforderlich

Eine Blaupause zur Implementierung von Schutzmaßnahmen bzw. zur Evaluierung eben solcher in jeglichen Unternehmen gibt es – entgegen anderslautender Auffassungen –nicht. Mit einer Vertraulichkeitsvereinbarung ist es ebenso wenig getan wie mit gelegentlichen Mitarbeiterschulungen zu dieser Thematik: Ein seriöses (Geheimnis-) Schutzkonzept muss eine Vielzahl von unterschiedlichen Maßnahmen vorsehen und diese den individuellen Bedürfnissen eines Unternehmens anpassen. Um die Vielzahl unterschiedlicher Informationen wirksam zu schützen, ist stets ein Abgleich des Ist-Zustandes des Geheimnisschutzes mit der wettbewerbsbezogenen Wichtigkeit der jeweiligen Information und dem gewünschten Schutzniveau erforderlich.

Energieversorgungsunternehmen liegen im Fokus unseres dreiphasigen Konzepts zum effektiven Geheimnisschutz. Bei Interesse unterbreiten wir Ihnen ein individuelles Angebot für die Umsetzung in Ihrem Unternehmen. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte unserem Teaser, den Sie hier finden.

 

Für Rückfragen zu dieser Thematik sind für Sie gerne da:

Ansprechpartner

Peter Mussaeus,

Partner/Rechtsanwalt

Tel. +49 211 981-4930

Email: peter.mussaeus@pwc.com

Jens Ebbinghaus,

Rechtsanwalt

Tel. +49 521 96497-544

Email: jens.ebbinghaus@pwc.com

Henning Winkelmann,

Rechtsanwalt

Tel.: +49 511 53575-142

Email: henning.winkelmann@pwc.com

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