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Biogas-Monitoringbericht 2013 veröffentlicht

Biogaseinspeisung in 2012 um über 50% gestiegen

Am 19. August 2013 hat die Bundesnetzagentur ihren Biogas-Monitoringbericht 2013 veröffentlicht. Hiernach wurde im Jahr 2012 ein Gesamtvolumen von 413 Mio. m³ Biogas in die Gasnetze eingespeist. Im Jahr 2011 betrug dieser Wert noch 275 Mio. m³. Somit hat sich die eingespeiste Menge Biogas in 2012 im Vergleich zum Vorjahr deutlich um etwa 50 Prozent erhöht. Im Vergleich zum Wachstum des Vorjahreszeitraums bedeutet dies jedoch, dass sich das jährliche Wachstum verlangsamt hat (2011: 54 Prozent).

Anzahl der Biogasanlagen steigt kontinuierlich

Parallel zum Wachstum der eingespeisten Menge Biogas, hat sich auch die Anzahl der installierten Anlagen für das Jahr 2012 deutlich gesteigert. Betrug die Anzahl der Anlagen in 2011 noch 77, hat sich dieser Wert bis zum 31. Dezember 2012 auf 108 Anlagen erhöht. Dies bedeutet eine Steigerung installierter Anlagen von etwa 40 Prozent. Jedoch ist auch hier ein leicht rückläufiges Wachstum zu beobachten (2011: 75 Prozent).

Zielvorgaben für 2020 und 2030 bleiben nur schwer umsetzbar

Trotz des generell erneut starken Wachstums der Biogasproduktion wird „eine deutliche Zielverfehlung“ bei linearer Fortschreibung der eingespeisten Mengen erwartet. So belaufen sich die Produktionsziele auf 6 Mrd. m³ Biogasproduktion für das Jahr 2020, respektive 10 Mrd. m³ für das Jahr 2030. Der Zielerreichungsgrad beläuft sich somit für das Jahr 2020 auf lediglich 6,88 Prozent, für das Jahr 2030 auf 4,13 Prozent.

Herstellungskosten sinken weiterhin

Die mengengewichteten Herstellungskosten für Biogas (in Cent pro kWh) sind weiter gesunken. Eine kWh aufbereitetes Biogas in Erdgasqualität kostete im Jahr 2012 5,3 Cent, im Jahr 2011 kostete dieselbe Menge noch durchschnittlich 5,7 Cent.

Allerdings ist die Bandbreite der Herstellungskosten mit 1,8 Cent/kWh bis 8,3 Cent/kWh relativ groß, insbesondere bedingt durch die Kosten des eingesetzten Substrats: In 2012 wurden im Wesentlichen (82 Prozent) nachwachsende Rohstoffe wie Maissilage, Grassilage, Zuckerrüben, Getreide etc. eingesetzt. Abfall und Reststoffe (13 Prozent) sowie Gülle/Mist (5 Prozent) werden nur bei einer kleineren Anzahl der Anlagen eingesetzt.

Die Preisunterschiede zu fossilem Erdgas sind allerdings nach wie vor sehr deutlich: So betrug der Preis für eine kWh fossilen Erdgases im Jahresdurchschnitt 2012 2,9 Cent; der durchschnittliche mengengewichtete Verkaufspreis für Biogas lag mit 7,02 Cent/kWh deutlich darüber.

Wälzungskosten legen zu

Da die Gasnetzbetreiber die Kosten der Biogaseinspeisung auf die Netznutzer umlegen können, haben sich diese sogenannten Wälzungskosten aufgrund der gesteigerten Biogasproduktion für das Jahr 2012 weiter erhöht. So stiegen die Wälzungskosten im Jahr 2012 auf 107 Mio. Euro von 78 Mio. Euro in 2011, dies entspricht einer Steigerung von etwa 37 Prozent.

Hierbei ist zusätzlich darauf hinzuweisen, dass die Höhe der Wälzungskosten zum Teil erhebliche Unterschiede nach Regionen aufweist. So war die Biogasumlage im Marktgebiet Gaspool etwa dreimal so hoch wie im Marktgebiet NetConnect Germany. Dieser signifikante Unterscheid erklärt sich durch die relativ größere Anzahl an Biogasanlagen im Marktgebiet Gaspool bei gleichzeitig geringerer Gasausspeiseleistung.

Für 2013 wurde von den Netzbetreibern ein Einspeisevolumen von 539 Mio. m³ Biogas prognostiziert, wodurch sich die Wälzungskosten weiter erhöhen dürften (wenn auch mit einer geringeren Wachstumsrate).

Für die Erstellung des Berichts wurden die Gasnetzbetreiber, Biogasanlagenbetreiber, Biogashändler sowie die Marktgebietsverantwortlichen befragt. Mit dem Biogas-Monitoringbericht 2013 legt die Bundesnetzagentur ihren dritten Bericht dieser Art vor. Der vollständige Bericht kann auf der Internetseite der Bundesnetzagentur unter www.bundesnetzagentur.de abgerufen werden.

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