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Veränderte Energieauditpflicht: Unternehmen mit geringem Energieverbrauch sollen zukünftig verschont werden

Nach dem Änderungsbeschluss des Bundestages über das EDL-G am 27. Juni 2019 sollen Unternehmen mit einem Gesamtenergieverbrauch von unter 500.000 Kilowattstunden in Zukunft von der Energieauditverpflichtung nach §§ 8 ff. EDL-G befreit sein. Ca. 3.500 Unternehmen sollen von der Novellierung des Gesetzes profitieren.

Energieaudit in Sicht – die nächste Frist steht bald an

Für viele deutsche Unternehmen rückt das nächste Energieaudit aktuell wieder in Sichtweite – seit 2015 ist eine Vielzahl der Unternehmen verpflichtet regelmäßige Energieaudits durchzuführen. In der ersten Verpflichtungsperiode 2015 hatten zahlreiche Unternehmen die Frist aufgrund eines Engpasses an Energieauditoren jedoch verfehlt und so empfindliche Bußgelder riskiert.

Europaweite Verpflichtung zu Energieaudits – BAFA überprüft Umsetzung in Deutschland

Das BAFA hat erneut Unternehmen aufgefordert, nachzuweisen, dass sie ein Energieaudit durchgeführt haben. Das twitterte das BAFA am Freitag. Hintergrund ist die seit 2015 europaweit bestehende Verpflichtung für „große Unternehmen“ Energieaudits durchzuführen. Obwohl die Verpflichtung seit 2015 besteht, haben viele Unternehmen noch kein Energieaudit durchgeführt, z.B. weil sie nicht wissen, dass sie als „groß“ gelten. Bei Nichterfüllung können empfindliche Bußgelder fällig werden.

 

10 Prozent Wachstum des Energieeffizienzmarktes durch Verpflichtung zu Energieaudits

Anbieter von Energieeffizienzlösungen in Deutschland haben im vergangenen Jahr hochgerechnet einen Umsatz von 135 Milliarden Euro erwirtschaftet und dabei über eine halbe Million Menschen allein in Deutschland beschäftigt. Der Markt ist damit zwischen 2014 und 2015 um knapp 10 Prozent gewachsen. Die auf Energieeffizienz spezialisierten Unternehmen wachsen dabei überdurchschnittlich stark im Vergleich zu den Branchen, denen sie angehören

Die zum vierten Mal durchgeführte Marktanalyse „Branchenmonitor Energieeffizienz“ basiert auf einer Unternehmensbefragung von PwC in Zusammenarbeit mit der der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) unter 190 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen des Energieeffizienzmarktes (Energiemanagement- und Beratungsdienstleistungen, Gebäudetechnik, Baugewerbe, Contracting, Mess-Steuer- und Regelungstechnik, Maschinenbau und anderen).

Erstmals wurde dabei die Energiepreisentwicklung vor dem Hintergrund gefallener Öl- und Gaspreise als wichtigster Treiber für den Absatz von Energieeffizienzlösungen abgelöst. Eine klare Trendwende. Und: Die politischen Maßnahmen und Instrumente, die in Deutschland und auf europäischer Ebene zur Steigerung der Energieeffizienz bereits angestoßen worden sind, wurden überwiegend als wirkungsvoll bewertet. Insbesondere die Verpflichtung großer Unternehmen bis zum 5. Dezember 2015 und danach alle vier Jahre ein Energieaudit durchzuführen, wurde als maßgeblicher Treiber bewertet.

Die somit insgesamt gute bis sehr gute Stimmung auf dem Energieeffizienzmarkt darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Anbieter von Energieeffizienzlösungen nach wie vor gleichzeitig auch die Unsicherheit über politische Rahmenbedingungen als Kernproblem für die zukünftige Marktentwicklung nennen. Umso erfreulicher ist es vor diesem Hintergrund und einer als zunehmend schlechter eingeschätzten Verfügbarkeit von Fachkräften, dass der Anteil neu in den Wettbewerb auf dem Effizienzmarkt eingetretener Anbieter konstant ist.

Nun ist es an den Anbietern von Energieeffizienzlösungen, den bisher weiterhin positiven Trend, trotz einer fehlenden Verpflichtung zur Umsetzung der in den Energieaudits identifizierten Effizienzmaßnahmen, zu verstetigen. Etablierte Anbieter sollten nun insbesondere die Rückmeldungen vom Vertrieb aus Kundengesprächen sowie Marketinginnovationen (z.B. Vertriebskooperationen) nutzen, um die Nachfrage zielgerichtet weiter stimulieren und Cross- und Up-Selling-Potenziale nutzen zu können. Die jüngsten Erkenntnisse sollten aber auch vor Neueintritten in den Effizienzmarkt, z.B. durch Energieversorger, genau reflektiert werden, um die Geschäftsfeldentwicklung nachhaltig gewinnbringend gestalten und die noch nur niedrigen Eintrittsbarrieren ausnutzen zu können.

Mehr Informationen finden Sie hier. Auf dieser Seite können Sie den Monitor auch bestellen.

 Ansprechpartner  

Nicolas Deutsch

Finance & Regulation

Tel: +49 711250343963

Email: nicolas.deutsch@de.pwc.com

Adrian Bründl

Finance & Regulation

Tel.: +49 8957906122

Email: adrian.bruendl@de.pwc.com

 

Energieeffizienz: Verpflichtende Energieaudits ab Dezember 2015

Energieeffizienz ist nicht nur die zweite Säule der Energiewende in Deutschland, sondern auch eines der Hauptanliegen der europäischen Energiepolitik. Mit der Richtlinie 2012/27/EU – „Energy-Efficiency-Directive“ (EED), welche am 4. Dezember 2012 in Kraft trat, wurde ein gemeinsamer Rahmen für Maßnahmen zur Förderung von Energieeffizienz in der Europäischen Union (EU) geschaffen. Damit soll sichergestellt werden, dass das übergeordnete Ziel einer Steigerung der Energieeffizienz der EU um 20 Prozent bis 2020 erreicht wird.

Durch Artikel 8 EED und die jeweiligen nationalen Gesetzgebungen werden Unternehmen, die kein KMU (nach Definition der Europäischen Kommission) sind, unabhängig ihrer Branche dazu verpflichtet, bis zum 5. Dezember 2015 und danach alle vier Jahre mindestens ein Energieaudit (Bewertung der Energiesituation mit Vor-Ort-Begehung) durchzuführen. Wird die Verpflichtung nicht erfüllt, drohen Strafen i.H.v. bis zu 2 Prozent des Umsatzes.

Grundsätzlich stehen verschiedene Erfüllungsmöglichkeiten der Verpflichtung zu Energieaudits zur Auswahl:

  • Das Energieaudit kann von einem unabhängigen externen zertifizierten Energieauditor durchgeführt werden
  • Das Energieaudit kann von einem internen (zertifizierten) Energieauditor durchgeführt werden
  • Der Nachweis eines zertifizierten Energiemanagementsystems dient als Befreiungstatbestand für die Verpflichtung zu Energieaudits. Ab drei Standorten (und einer Zentrale) kann ggf. eine Matrix-Zertifizierung des Energiemanagementsystems über alle Standorte erfolgen, wobei nur ausgewählte Standorte begutachtet werden (z.B. Anzahl Standorte bei Dienstleistern nach Wurzelprinzip)

Welche Erfüllungsmöglichkeit dabei vorteilhaft ist und wie hoch der tatsächliche Erfüllungsaufwand ist, hängt unterdes maßgeblich von den nationalen Gesetzgebungen und den jeweiligen Standards für Energieaudits, der gesellschaftsrechtlichen Struktur der Unternehmung, den jeweils bereits vorhandenen Grundlagen und der Frage ab, inwieweit die konsolidierten Ergebnisse der Energieaudits zentral für sonstige Zwecke (z.B. Nachhaltigkeitsbericht) genutzt werden sollen.

In Deutschland liegt aktuell ein Gesetzentwurf zur sachgerechten Umsetzung der EU-Richtlinie vor. Demnach sind Unternehmen, die kein KMU sind, dazu verpflichtet, bis zum 5. Dezember 2015 ein Energieaudit (nach DIN EN 16247-1) durchzuführen oder alternativ ein Energiemanagementsystem (nach ISO 50001) oder ein Umweltmanagementsystem (nach EMAS) nachzuweisen. Für die erstmalige Einführung der Systeme ist dabei eine Übergangsregelung mit vereinfachten Anforderungen vorgesehen.

Ihre PwC-Ansprechpartner zu diesem Thema sind Nicolas Deutsch und Adrian Bründl.

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