Schlagwort: Energieversorger

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Die neue Studie zur Digitalisierung ist ab sofort verfügbar: „2019 Digital Operations Study for Energy“

Die Digitalisierung und die damit einhergehende Transformation des Unternehmens gewinnt weiterhin zunehmend an Bedeutung. Bei der Studie wurden mehr als 500 Unternehmen aus drei energiebezogenen Branchen befragt: Energieversorger, Chemieunternehmen (beide auf EMEA-Ebene sowie Öl- und Gasunternehmen und zusätzlich auf globaler Ebene). Die Kategorien der Studie greifen die folgenden Themen auf: Implementierung neuer Technologien, digitale Ökosysteme und digitale Kultur.

Erhöhung der EEG-Umlage in Sicht

Es verbleiben nur noch wenige Tage bis am 15. Oktober 2016 die vier Übertragungsnetzbetreiber zusammentreten, um die EEG-Umlage für das Kalenderjahr 2017 zu verkünden. Die Bandbreite der Prognosen zur Höhe der neuen EEG-Umlage reicht von 6,8 ct/kWh bis zu 7,3 ct/kWh, womit ein Anstieg zwischen 7% bis 14% im Vergleich zur gegenwärtigen EEG-Umlage von 6,354 ct/kWh droht.

Die zu zahlende EEG-Umlage stellt dabei grundsätzlich die Wälzung der Kosten für die garantierten Vergütungszahlungen an die Anlagenbetreiber aus erneuerbaren Energien abzüglich der Einnahmen aus der Vermarktung dieser erneuerbaren Energien am Strommarkt auf den Stromletztverbraucher dar. Der Zubau an Wind-, Solar- oder Biomasseanlagen, welche Vergütung durch das EEG erhalten, ist allerdings kein alleiniger Einflussfaktor mehr. Neben den eingespeisten erneuerbaren Strommengen, spielen auch die Vergütungssätze im Gesetz oder gemäß den Ergebnissen der Ausschreibungen sowie das Preisniveau am Strommarkt und der Stromletztverbrauch eine Rolle. Darüber hinaus ergeben sich zusätzliche Kosten aus Prognosefehlern und aus der Vorhaltung von Liquidität zur Abwicklung des gesamten Umlagemechanismus (sog. Liquiditätsreserve), die über die Umlage ausgeglichen werden.

PwC geht nach eigenen Analysen von einer EEG-Umlage für 2017 zwischen 6,6 ct/kWh und 7,1 ct/kWh aus, wobei die Untergrenze nur erreicht werden kann, wenn die Übertragungsnetzbetreiber beschließen die Liquiditätsreserve von bisherigen 10% auf 5% Aufschlag auf die Einnahmen der EEG-Umlage von den Energieversorgern abzusenken. Dies ist durchaus in der Diskussion, da Reserven in der Liquidität in der bisherigen Höhe nicht mehr benötigt werden aufgrund höherer Prognosegenauigkeit und der Möglichkeit sich bei aktuellem niedrigen Zinsniveau am Markt schnell und günstig zu refinanzieren. Weitere wesentliche Treiber des Anstiegs der EEG-Umlage sind zum einen die weiterhin steigende Einspeisung an elektrischer Energie aus erneuerbaren Anlagen, besonders stark bei der Windenergie an Land sowie auf See und zum anderen das weitere Absinken der Strompreise an der Strombörse.

Darüber hinaus kommt es darauf an, auf wie vielen Schultern die Kosten für die Förderung der erneuerbaren Energien verteilt werden kann. Die EEG-Umlage wird zu rund einem Drittel von den privaten Verbrauchern und zu rund zwei Dritteln von Industrie, Handel, Landwirtschaft und öffentlichen Einrichtungen getragen. Für Unternehmen des produzierenden Gewerbes sowie Schienenbahnen besteht dabei auch weiterhin die Möglichkeit eine Reduzierung der Umlage im Rahmen der Besonderen Ausgleichsregelung gemäß §§ 63 ff. EEG bei der Erfüllung der entsprechenden Voraussetzungen zu erhalten. Diese gesetzliche Regelung haben im Jahr 2016 rund 2.000 Unternehmen in Anspruch genommen, womit für die Strommenge dieser Unternehmen nur ein verringerter Satz der EEG-Umlage bezahlt wird. Damit muss die EEG-Umlage, die für diese Strommenge anfallen würde, zusätzlich auf die verbleibenden Stromverbraucher verteilt werden. Daraus erschließt sich ein weiterer Unsicherheitsfaktor für die Bestimmung der EEG-Umlage. Die Begrenzung der begünstigten Unternehmen wird seit der EEG-Novelle 2014 nach den individuellen Gegebenheiten des Unternehmens bestimmt und somit ist die tatsächliche Begrenzung erst zum Ende des Kalenderjahres wirklich bekannt und kann gegenwärtig nur in Form einer Schätzung in die Bestimmung der EEG-Umlage 2017 einfließen.

Ansprechpartner

Henriette Breier

Utilities & Regulation

Tel.: +49 211 981 2684

E-Mail: henriette.breier@de.pwc.com

Maik Sinagowitz

Utilities & Regulation

Tel.: +49 211 981 2521

E-Mail: maik.sinagowitz@de.pwc.com

 

Mieterstrom – Stromverkauf aus dezentralen Erzeugungsanlagen in Mehrfamilienhäusern

Die Verbreitung dezentraler Erzeugungsanlagen steigt stetig. Die Kosten der Stromerzeugung aus Photovoltaikanlagen (PV) haben schon länger Netzparität erreicht. Blockheizkraftwerke (BHKW) werden u.a. aufgrund günstiger Primärenergiefaktoren in der Wohnungswirtschaft nachgefragt. Bei beiden Technologien bestehen in einer Vielzahl von Fällen wirtschaftliche Vorteile durch die Eigennutzung des erzeugten Stroms im Objekt im Vergleich zum herkömmlichen Strom für den Verbraucher. Daher sind individuelle und gleichzeitig effiziente Lösungen zur Lieferung von Strom aus dezentralen Erzeugungsanlagen, sogenannte Mieterstrommodelle, von Energieversorgern zunehmend gefragt.

Motivation der Wohnungswirtschaft für Mieterstrommodelle

Die wirtschaftlichen Vorteile bei der Nutzung des erzeugten Stroms im Objekt führen nach unserer Beobachtung dazu, dassinnerhalb der Wohnungswirtschaft das Interesse an Eigenversorgung zunimmt und konkrete Lösungen nachgefragt werden.

Ziel der Wohnungswirtschaft ist es dabei,

  • die Stromkosten der Bewohner zu senken und damit die Attraktivität der Objekte zu erhöhen und
  • wirtschaftliche Vorteile durch die Nutzung von Dachflächen für PV-Anlagen oder durch die Realisierung von BHKWs mit günstigen Primärenergiefaktoren zu realisieren.

Welche Herausforderungen gibt es bei der Umsetzung?

Mit einer Stromlieferung sind grundsätzlich vielfältige energiewirtschaftliche Pflichten verbunden. Neben Auslegung, Errichtung und dem Betrieb der entsprechenden Erzeugungsanlagen müssen Konzepte für Messung und Abrechnung der Strommengen vorliegen und implementiert werden. Des Weiteren sind, die gesetzlichen Vorgaben der Stromkennzeichnung und der korrekte Ausweis der Strompreisbestandteile bei der Umsetzung zu beachten. Für den wirtschaftlichen Erfolg ist es zudem erforderlich, dass sich die Kosten für den späteren Betrieb solcher Modelle im Rahmen halten.

Mieterstrom_Grafik

Wie kann sich ein Engagement für einen Energieversorger in diesem Feld lohnen?

Die Verbreitung dezentraler Erzeugungsanlagen und der Anteil des selbstgenutzten Stroms in der Wohnungswirtschaft werden weiter zunehmen und damit den klassischen Energiebezug aus dem Netz verringern. Gleichzeitig erfordert die Umsetzung von Mieterstrommodellen energiewirtschaftliches Know-how. Durch die Einsparung verschiedener Stromkostenbestandteile mittels eines Mieterstrommodelles können Mehrfamilienhausbewohner günstigere Stromtarife bei gleichzeitiger Ausweitung des Deckungsbeitrages des Energieversorgers angeboten werden. Der Preisvorteil aus Kundensicht und das individuelle Produkt bewirken in der Regel eine deutlich verringerte Wechselbereitschaft und somit eine sehr hohe Kundenbindung.

Ein fehlendes Angebot von Lösungen im Bereich Mieterstrom kann dazu führen, dass im angestammten Vertriebsgebiet Projekte ohne eigene Beteiligung umgesetzt werden und Kunden so dauerhaft verloren gehen. Energieversorger sollten sich bereits heute mit einem zunehmenden Anteil der Eigenversorgung und den daraus resultierenden Chancen im Vertrieb befassen.

Ansprechpartner  

Volker Breisig

Partner

Tel.: +49 211 981-4428

E-Mail:volker.breisig@de.pwc.com

Andre Schnelte

Senior Manager

Tel.: +49 211 981-4081

E-Mail:andre.schnelte@de.pwc.com

 

 

13th annual Power and Utilities Survey: Energieversorger stellen sich auf Umbau ihrer Branche ein

Mit erneuerbaren Energien und der dezentralen Energieerzeugung steht das traditionelle Geschäftsmodell von Energieversorgen auf dem Prüfstand. Programme, um Kosten zu senken oder die Rentabilität zu erhöhen, reichen nicht aus, um in Zukunft zu bestehen

sagt Norbert Schwieters, Industry Leader für Energiewirtschaft bei PwC. Doch wie schätzen die Energieversorger die neuen Herausforderungen ein? Die Antwort gibt der „PwC Annual Gobal Power & Utilities Survey“. Dazu befragten die Experten 53 Energieversorger rund um den Globus.

Die Energieversorger rund um den Globus rechnen mit einem radikalen Wandel ihrer Branche bis 2030. So gaben 94 Prozent der befragten Unternehmen an, dass sie mit einer Transformation oder zumindest mit wichtigen Änderungen des Geschäftsmodells bis 2030 rechnen. Weltweit bezeichnen 57 Prozent der Energieversorger die Wahrscheinlichkeit als hoch, dass die dezentrale Energieerzeugung die Versorger dazu antreibt, ihr Geschäftsmodell zu ändern. Nur eine Minderheit von 18 Prozent hält die dezentrale Energieerzeugung für eine Bedrohung: Rund 82 Prozent sehen darin dagegen eine Chance.

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