Schlagwort: Risikomanagement

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EU-Winterpaket (14): Verbesserung der Versorgungssicherheit durch neue Risikovorsorgeverordnung

Zum – vorläufigen – Abschluss unserer Blogreihe möchten wir sie über den dritten zentralen Bestandteil des neuen Strommarktdesigns informieren: Die sogenannte Risikovorsorgeverordnung. Ziel dieser Verordnung ist es, durch konkrete Vorgaben zur Prävention und Bewältigung von Stromversorgungskrisen insgesamt zur Verbesserung der Versorgungssicherheit, aber auch der Erreichung der weiteren, mit dem neuen Strommarktdesign verfolgten Ziele wie dem Klimaschutz beizutragen. Da die Prävention und Bewältigung solcher Krisen in Zeiten vernetzter Strommärkte jedoch nicht mehr rein national angegangen werden können, wird dies mit der Risikovorsorgeverordnung, die am 4. Juli 2019 in Kraft getreten ist und unmittelbar in den Mitgliedstaaten gilt, nun einheitlich auf europäischer Ebene geregelt.

Energy Risk Cockpit – Ihre Gesamtrisikosituation auf einen Blick

Kennen Sie Ihre Risikotragfähigkeit und Ihren Risikoappetit ?

Neuartige und bestehende Risiken transparenter darzustellen gewinnt bei Unternehmen der Energiebranche zunehmend an Bedeutung. Hintergrund sind nicht zuletzt die neuartigen Risiken, die aus der Energiewende resultieren. Einige Energieversorger orientieren sich bei Aufbau und Weiterentwicklung von Risikomanagementsystemen an den Mindestanforderungen für das Risikomanagement (MaRisk), die für Banken verpflichtend einzuhalten sind. Eine Ableitung der Risikotragfähigkeit und des Risikoappetits – wie in den MaRisk vorgesehen – erfolgt hierbei jedoch in der Energiebranche häufig noch nicht. Ein solches Risikotragfähigkeitskonzept ist aber als Steuerungsgröße für die Gesamtrisikosituation sehr hilfreich und PwC wird folgerichtig zunehmend von Unternehmen aller Größenordnung der Branche auf die Thematik angesprochen.

Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung eines effizienten Risikomanagements und Risikotragfähigkeitskonzepten in einer Welt mit ersten Insolvenzen in der Energiebranche, entschieden sich PwC und ein deutscher Energiekonzern zur Durchführung eines Pilotprojekts. Ziel war die Entwicklung eines pragmatischen aber dennoch sinnvollen Ansatzes in Anlehnung an Risikotragfähigkeitskonzepte im Bankenumfeld. Die Grundidee war es Geschäftsführung und Aufsichtsrat die Risikosituation anhand einer aus Jahresabschlussinformationen abgeleiteten Risikodeckungsfähigkeit transparent darstellen zu können.

Neben der eigentlichen Konzeption eines Risikotragfähigkeitskonzeptes stand die Entwicklung einer Management-Cockpit Lösung im Vordergrund. Unser Zielbild hierbei war den Leitungsorganen des Unternehmens jederzeit kompakt auf einer Seite einen Überblick über die Risikosituation und die Auslastung des Risikodeckungspotentials des Unternehmens darstellen zu können.

Der konzeptionelle Ansatz –Realisation als Top-Down und Bottom-Up Betrachtung

Dashboard Im Rahmen einer Top-Down Ermittlung wird die Risikotragfähigkeit quantifiziert und mit Hilfe  eines   im Rahmen des Projektes entwickelten statistischen Ansatz auf die  Unternehmensbereiche verteilt.                                                                                                                                                                    Im Rahmen einer Bottom-Up Ermittlung werden parallel die zentralen Risiken (Marktpreis-,  Kredit-, Counterparty- und ggf. Liquiditätsrisiko) für die einzelnen Unternehmens- oder  Geschäftsbereiche erfasst und im Dashboard aggregiert. Sofern bereits standardisierte Risikoreports vorliegen, kann dies  auch als Dateiupload erfolgen.

 

Energy Risk Cockpit – Endlich Überblick über Unternehmensrisiken

Dashboard_real Die Gegenüberstellung der aggregierten Risiken und der zur Verfügung stehenden  Risikodeckungsmassen erfolgt im letzten Schritt und stellt das eigentliche Cockpit dar. Auf einer  zentralen Übersicht werden alle relevanten Auslastungsgrade visuell, sowohl für das gesamte  Unternehmen als auch für einzelne Unternehmens- oder Geschäftsbereiche ausgewiesen. Ein    Ampelsystem sorgt schnell für Transparenz über die Risikosituation.

Daneben wurden sowohl eine Historisierung der ermittelten Ergebnisse der letzten Perioden als auch weitere Auswertungsansichten in verschiedenen Dimensionen und Granularitäten implementiert.

Neben der grundsätzlichen Einführung einer Risikotragfähigkeitsbetrachtung im Rahmen eines angemessenen Risikomanagements stellt das Energy Risk Cockpit somit auch eine zentrale Auswertungsmöglichkeit für das Risikoreporting dar.

 

Kostengünstige und flexible technische Umsetzung

Die Applikation wurde auf Basis einer kostenfrei verfügbaren Business Intelligence Lösung entwickelt. Diese bietet die Auswertungsmöglichkeiten einer multidimensionalen Datenbank und lässt sich sowohl als Einzelplatzlösung als auch im Netzwerk für mehrere Nutzer gleichzeitig nutzen. Die Bedienung erfolgt über ein Excel-Dokument, welches über ein Add-In mit der Datenbank kommuniziert. Hierdurch ist die Lösung sehr flexibel anpassbar und intuitiv von Mitarbeitern mit Office Kenntnissen bedienbar.

Gerne stellen wir Ihnen unsere Lösung im Rahmen eines persönlichen Gesprächs als Live Demonstration vor. Wir freuen uns auf Ihre Terminvereinbarung. Ihr PwC-Ansprechpartner zu diesem Thema ist Marco Galioto.

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