Vom Bundestag angenommen: Entwurf des Schwarmfinanzierung-Begleitgesetzes

Schwarmfinanzierung oder Crowdfunding stellt eine alternative Form der Finanzierung dar, bei der eine Vielzahl von Investoren Kapital in einzelne Projekte investiert.

Die europaweit geltenden Regelungen für Schwarmfinanzierungsdienstleister sollen in deutsches Recht umgesetzt werden. Der entsprechende Entwurf des Schwarmfinanzierung-Begleitgesetzes wurde am 6. Mai 2021 vom Deutschen Bundestag angenommen. Künftig benötigt es eine Lizenz, um Schwarmfinanzierungsdienstleistungen anbieten zu dürfen.

Das Gesetz zielt auf nachhaltige Stärkung des Anleger- und Verbraucherschutzes ab. Unter die Gesetzesregelung fallen unter anderem Vorgaben zur internen Organisation, zur Geschäftsleitung, zu aufsichtsrechtlichen Sicherheiten sowie zum Umgang mit Interessenkonflikten und Beschwerdeverfahren.

Für Crowdfunder als Kreditvermittler und/oder Kreditportfolioverwalter (dieser verwaltet für den Kreditgeber (Anleger) dessen Kreditportfolio) werden ähnliche Anlegerschutz- und Wohlverhaltensregeln wie nach WpHG gelten, in diesem Fall bezogen auf Kredite/Kreditverwaltung. Diese Tätigkeit wird nun europaweit zulassungspflichtig und kommt unter Aufsicht der BaFin.