Änderungen im Meldewesen (Teil 1)

Erweiterte Meldeverpflichtungen durch die Finanzinformationenverordnung

Bereits im Rahmen der Gründung eines Kredit- oder Finanzdienstleistungsinstituts muss sich aus der einzureichenden Antragsdokumentation die ordnungsgemäße Einhaltung der Meldevorschriften ergeben. Das bedeutet, dass man sich mit den in Deutschland geltenden Meldevorschriften frühzeitig auseinander setzen sollte. Die Befassung mit den Meldevorschriften ist grundsätzlich auch sogenannten EU-Zweigniederlassungen gemäß § 53b Kreditwesengesetz ratsam, da diese ebenfalls in einem gewissen Umfang regulatorische Meldungen abgeben müssen.

Durch die Einführung bzw. Implementierung des CRD IV Paketes wird es auch zu umfangreichen Änderungen im regulatorischen Meldewesen kommen. Davon betroffen sind zum Beispiel die quartalsweise einzureichenden sogenannten Monatsausweise (in Zukunft Finanzinformationen) gemäß § 25 Kreditwesengesetz.

Auf Grundlage der sich momentan noch im Entwurf befindlichen Finanzinformationenverordnung wird es gerade für Kreditinstitute, welche auch statistische Meldungen einreichen und bisher von den Quartalsmeldungen befreit waren, zu erweiterten Meldepflichten kommen. So müssen diese dann zum Beispiel auch quartalsweise eine Gewinn- und Verlustrechnung einreichen. Zusätzlich können sogenannte Planangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung sowie weitere Angaben erforderlich werden.

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