Bankgründung als strategische Entscheidung für den Unternehmenserfolg

 – Professionalisierung von Finanzdienstleistungen – 

Um heute Finanzdienstleistungen anbieten zu können, benötigen Unternehmen in der Regel eine Banklizenz und sind somit der BaFin zur Aufsicht unterstellt. Jedoch gibt es auch Finanzdienstleistungsgeschäfte, die von der Aufsicht freigestellt werden können und die somit nicht lizenzierungspflichtig sind. Diese Geschäfte, welche auch als „Financing Without a Bank“ bezeichnet werden können, sind oftmals Hilfs- bzw. Nebengeschäfte der Unternehmen, die als Komplementärleistung zum Hauptgeschäft angeboten werden können. Inwiefern eine Freistellung der Erlaubnispflicht möglich ist, hängt von dem Geschäftsumfang des jeweiligen Unternehmens ab.

Generell ist jedoch eine verstärkte Bankgründungsabsicht von Nichtbanken zu beobachten, da sich die regulatorischen Anforderungen immer weiter verschärfen und somit tendenziell immer weniger Finanzdienstleistungen in den Bereich einer möglichen Freistellung fallen, was auch im Prinzip gewünscht sein sollte.

Es sollte jedoch nicht der Eindruck entstehen, dass das „Financing Without a Bank“ einfach umzusetzen ist. Auch dafür müssen bestimmte Kernprozesse aufgesetzt und es sollte in jedem Fall ein geeignetes Risikomanagement etabliert werden.

Besonders vor dem Hintergrund des Risikomanagements ist eine Bankgründung mit Banklizenz empfehlenswert. So müssen mit einer Banklizenz die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) erfüllt werden. Dadurch sollen Risiken besser eingeschätzt und kontrolliert werden können.
Eine Banklizenz sorgt zudem für Professionalität in den unterschiedlichen Bereichen und gibt den jeweiligen Unternehmen Rechtssicherheit bei der Ausübung der Bankgeschäfte. Somit kann auch eine größere Sicherheit und Vertrauen den Kunden gegenüber gewonnen.

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