PwC-Studie: Dienstleister für Banken unter der Lupe

Neben dem Erwerb einer Banklizenz ist insbesondere die Ausgestaltung des Geschäftsmodells eine zentrale Herausforderung bei einer Bankgründung. Für rentable und schlanke Prozesse lagern viele Institute Dienstleistungen wie Wertpapierabwicklung, Kontoführung oder Kreditsachbearbeitung an externe Unternehmen aus. Entsprechend stark wächst dieser Markt im Bereich der bankfachlichen Dienstleister seit den letzten Jahren, da sich zunehmend Anbieter für Spezialprozesse, aber auch Anbieter mit einem Leistungsspektrum eines kompletten Geschäftsbereiches wie z.B. der Abwicklung des Einlagengeschäftes am Markt etablieren.

Die erstmalig durchgeführte PwC-Studie “Ihr Reifegrad unter der Effizienzlupe” untersucht den Dienstleistermarkt auf den Reifegrad der einzelnen Anbieter. Hierzu befragten PwC-Experten die Dienstleister in Deutschland zu den Themen Prozesse, Servicemanagement sowie Vertrieb und Kunde und zeigten im Ergebnis drei wesentliche Schwachstellen im Industrialisierungsgrad der Dienstleister auf:

  1. Eine umfassende Prozessoptimierung wird in den Unternehmen zu wenig gefördert, was durch mangelnde Verknüpfung der Prozessdokumentation mit dem Kostencontrolling sowie einem zurückhaltenden Einsatz von Workflow Systemen unterstrichen wird.
  2. Ein detailliertes und zeitnahes Managementreporting wird durch den fehlenden beziehungsweise geringfügigen Einsatz von KPIs sowie kennzahlenorientierten Methoden zur kontinuierlichen Verbesserung erschwert.
  3. Die angestrebte Umsatzsteigerung bei den bankfachlichen Dienstleistern wird zu wenig fokussiert. Dabei wird sowohl die fehlende Implementierung einer Vertriebskoordination, sowie auch die Leistungsmessung der Vertriebsmitarbeiter anhand eines ausgereiften Vertriebscontrollings vermisst.

 

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