Banking Licence / Bankgründung

The transitional provisions of ZAG are about to expire

On 30 April 2011 the transitional provisions of the Payment Services Act (ZAG) are going to end. According to that, companies who already had a license to provide money transfer business and credit card business before 25 December 2007, and companies who have provided their activities in the area of payment services (for example, the payment authentication business) without a license before 25 December 2007 can make use of the transitional provisions until 30 April 2011. However, starting on 1 May 2011, they require a licence according to the Payment Services Act to carry out the respective payment services. This licensing procedure includes the submission of extensive documentation to the Federal Financial Supervisory Authority (BaFin). Amongst others the submission of documents concerning the proof of the required initial capital, the business plan including a budget planning for the first three fiscal years as well as a description of the internal control mechanisms and the representation of the organizational structure is necessary. Since BaFin has to decide about the application only within three months after the complete documentation was submitted and since it is no longer allowed to conduct payment services according to the Payment Services Act without respective authorization after the expiry of the transitional provision, there might be a need for action.

Das Restrukturierungsgesetz ist in Kraft getreten

Das Restrukturierungsgesetz vom 9. Dezember 2010 wurde am 14. Dezember 2010 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Spätestens seit dem 1. Januar diesen Jahres gelten nunmehr alle Vorschriften des Restrukturierungsgesetzes. Durch die Regelungen des Gesetzes soll gemäß der Gesetzesbegründung unter anderem die geordnete Abwicklung von Banken geregelt werden. Dabei beinhaltet das Gesetz für Banken, die in Schwierigkeiten geraten sind, die Möglichkeit der Durchführung eines geordneten Verfahrens (Sanierungsverfahren und Reorganisationsverfahren). In diesem Zusammenhang erhält auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht die Möglichkeit von einer Bank frühzeitig entsprechende Schritte zur Krisenbewältigung fordern und auch durchsetzen zu können.

Link zum Bundesgesetzblatt: Restrukturierungsgesetz 
(Aus lizenzrechtlichen Gründen darf nur der Link auf das Bundesgesetzblatt weitergegeben werden, nicht die pdf-Dokumente.)

The Restructuring Act came into force

The Restructuring Act of 9 December 2010 was published on 14 December 2010 in the Federal Gazette. Since 1 January 2011 at the latest all regulations of the Restructuring Act are binding. According to the explanatory memorandum of the Act the provisions of the Act shall regulate the proper wind-up of banks. This Act includes for banks which have run into difficulties the possibility to execute a so called controlled procedure (geordnetes Verfahren) (redevelopment proceedings and reorganization proceedings). In this context, the Federal Financial Supervisory Authority achieves the possibility to demand and enforce the necessary steps from a bank to solve their problems at an early stage.

Neue Vorschriften für E-Geld Institute

Der am 27. September 2010 veröffentlichte Gesetzesentwurf der Bundesregierung soll der Umsetzung der Zweiten E-Geld-Richtlinie dienen. Inhaltlich sei die Zweite E-Geld-Richtlinie in wesentlichen Teilen mit der Zahlungsdiensterichtlinie und den Geschäftsaktivitäten der Zahlungsinstitute verzahnt. Die Umsetzung der Richtlinie hat bis zum 30. April 2011 zu erfolgen. Ziel ist es gemäß der Gesetzesbegründung, den Besonderheiten des E-Geld-Geschäfts durch die Schaffung eines eigenen Institutstyps Rechnung zu tragen. Geplant ist, ähnlich wie bei den Instituten, die das Zahlungsgeschäft betreiben, die Tätigkeiten der E-Geld Institute aus dem KWG herauszunehmen und im Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz zu regeln. Nach der Zweiten E-Geld-Richtlinie sei die Kreditinstitutseigenschaft zum Betreiben des Geschäfts nicht mehr erforderlich.

 Link zum Gesetzesentwurf zur Umsetzung der Zweiten E-Geld-Richtlinie veröffentlicht auf der Homepage: www.bundestag.de

New regulations for Electronic Money Institutions

On 27 September 2010 the Federal Government published a draft legislation which will serve for the implementation of the Second Electronic Money Directive. The content of the Second Electronic Money Directive is interlocked in a substantial part with the Payment Services Directive and the business activities of payment institutions. The implementation of the Directive shall take place until 30 April 2011. According to the explanatory memorandum of the legislation it is intended to take account the particularities of the electronic money business by creating a special type of institution. Similar to the institutions that provide payment services, it is planned to separate the activities of electronic money institutions from the Banking Act and to regulate them in the Payment Services Act. According to the Second Electronic Money Directive, the classification as a bank is no longer necessary to operate this business.

“Aufsicht light” – Präzisierung der Regelungen für Finanzierungsleasing- und Factoringunternehmen

Bisher bedürfen Finanzierungsleasing- und Factoringunternehmen für das Eigengeschäft in Finanzinstrumenten ohne Dienstleistungscharakter (Treasury)dem Gesetzeswortlaut nach einer zusätzlichen Erlaubnis. Außerdem unterliegen sie einem weitergehenden Aufsichtsregime, dem der Wertpapierdienstleistungsunternehmen. Das Gesetz zur Umsetzung der geänderten Bankenrichtlinie und der geänderten Kapitaladäquanzrichtlinie schafft den Tatbestand des Eigengeschäfts zum 31. Dezember 2010 für Finanzdienstleistungsinstitute, die das Finanzierungsleasing, das Factoring oder das Sortengeschäft betreiben und daneben keine anderen Finanzdienstleistungen erbringen, ab. Diese Neuregelung spiegelt die Verwaltungsauffassung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht wider und damit stellt noch einmal klar, dass Finanzierungsleasing- und Factoringunternehmen einer “Aufsicht light” unterliegen sollen.

http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/017/1701720.pdf

Ein Plan für die Schieflage

Mit dem am 25. August 2010 veröffentlichten Gesetzesentwurf eines Gesetzes zur Restrukturierung und geordneten Abwicklung von Kreditinstituten …(Restrukturierungsgesetz) zieht die Bundesregierung Konsequenzen aus einer durch die Finanzkrise gewonnenen Lehre. In Schwierigkeiten geratene Institute benötigen geordnete Verfahren zur Sanierung oder Abwicklung, bei denen das Management weiterhin (weitestgehend) in seiner Verantwortung verbleibt. Der Gesetzesentwurf enthält daher entsprechende Verfahren zur Sanierung und Reorganisation eines Instituts. In das Kreditwesengesetz sollen Maßnahmen zur Verbesserung der Eigenmittelausstattung und Liquidität eingeführt werden. Nach diesen soll es der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht u. a. gestattet sein,  bei Zweifeln an einer soliden Finanzlage eines Instituts, von diesem einen Geschäftsplan für mindestens drei Jahre anzufordern.

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Aus dem Bankaufsichtsrecht bekannte Anzeigeverfahren für KAGen

Letzte Woche erschien der Diskussionsentwurf der Bundesregierung zur Umsetzung von OGAW IV (Richtlinie 2009/65/EG). Danach wird nun, in Bezug auf den beabsichtigten Erwerb einer bedeutenden Beteiligung an einer KAG, auf das umfangreiche Anzeigeverfahren nach § 2c Kreditwesengesetz (KWG) verwiesen. Zudem soll zukünftig auch die Möglichkeit der grenzüberschreitenden kollektiven Vermögensverwaltung bestehen, was eine Ausweitung des Europäischen Passes für Verwaltungsgesellschaften bedeutet. Letzteres erfordert ebenso die Durchführung eines entsprechenden Anzeigeverfahrens bei der BaFin unter Einreichung eines Geschäftsplans.