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“Banking Business in Germany” ist nun in 5. Auflage erhältlich

Ich freue mich mitzuteilen, dass die überarbeitete 5. Auflage von “Banking Business in Germany erschienen ist. Das Buch kann beim Fachverlag Moderne Wirtschaft zum Preis von 34,50 Euro bezogen werden. Es ist auch als E-Book bei ciando für 28,50 Euro erhältlich.

Coverbild von "Banking Business in Germany", 5th revised edition

Banking Business in Germany, 5th revised edition

 

Die Publikation ist ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Verband der Auslandsbanken in Deutschland e.V. und richtet sich in erster Linie an die internationale Banking-Community, ist aber auch für interessierte Beobachter eine wertvolle Informationsquelle.

Die Autoren tragen nicht nur den vielfältigen Änderungen auf regulatorischer Ebene Rechnung, sondern geben auch einen Überblick über aktuelle Entwicklungstendenzen im deutschen Bankensystem. Sie zeigen einerseits Strategien für den Markteintritt, die Erschließung neuer Geschäftsfelder und die Planung konkreter Projekte auf, erläutern andererseits aber essentielle Grundlagen des deutschen Finanzsystems, beispielsweise die Funktionsweise des Einlagensicherungsfonds sowie die wesentlichen Inhalte des Kreditwesen- bzw. Wertpapierhandelsgesetzes. Interessant sind auch die Kapitel zu Rechnungslegungs- und Berichtspflichten, den Befugnissen der Aufsichtsbehörden und den Maßnahmen zur Prävention von Geldwäsche sowie zur Verhinderung der Finanzierung sonstiger krimineller Aktivitäten. Informationen über das deutsche Arbeitsrecht und zur Wirtschaftsprüfung in Deutschland, sowie Fragen rund um Strategie und Operations ebenso wie zum Thema Outsourcing runden das Ganze ab.

Neue 5. Auflage von Banking Business in Germany erscheint 2016

Wie die Zeit vergeht …

Obwohl es mir vorkommt, als wäre die 4. Auflage von Banking Business in Germany erst gestern fertig geworden: Die Geschwindigkeit der Regulierung ist weiterhin hoch und verändert die Rahmenbedingung des Finanzdienstleistungsmarkts Tag für Tag. Daher kommen die Autoren vom Verband der Auslandsbanken in Deutschland e.V. und von PwC in den nächsten Monaten erneut zusammen, um die jüngsten Entwicklungen in eine 5. Auflage dieses praktischen Handbuchs für ausländische Banken, die eine Tochter oder Niederlassung in Deutschland errichten wollen, einzuarbeiten.

Aus diesem Anlass möchte ich Sie ermutigen, uns mithilfe der Kommentarfunktion Ihr Feedback zur 4. Auflage und Ihre Anregungen zukommen zu lassen, die wir berücksichtigen sollen, wenn wir die Inhalte für die neue 5. Auflage von Banking Business in Germany festlegen.

Die neue 5. Auflage erscheint voraussichtlich 2016.

MiFID II und künftige Regulierung von Warenhändlern

Die derzeit geltende Finanzmarktrichtlinie (MiFID) wird aktuell überarbeitet und wird als sogenannte „MiFID II“ voraussichtlich im Laufe dieses bzw. des nächsten Monats vom Europäischen Parlament final verabschiedet werden.

Durch die Neuregelung wird voraussichtlich der Finanzinstrumentenbegriff erweitert werden. Beispielsweise sollen Emissionszertifikate künftig als Finanzinstrumente eingestuft werden. Darüber hinaus werden alle physisch erfüllten Warenderivate, die nicht rein bilateral abgeschlossen werden, grundsätzlich als Finanzinstrumente eingestuft, mit Ausnahme von bestimmten Strom-, Gas-, Kohle- und Ölkontrakten.

Laut dem aktuellen Richtlinienvorschlag entfällt künftig außerdem die derzeit für Warenhändler geltende Bereichsausnahme, die es aktuell noch erlaubt, bestimmte Handelstätigkeiten in Warenderivaten ohne Erlaubnis durchzuführen (Art. 2 Abs. 1 lit. k). Die derzeit geltende sogenannte „Nebentätigkeitsausnahme“ (ancillary activity exemption), welche ebenfalls von Warenhändlern in Anspruch genommen wird, wird umfassend überarbeitet und tendenziell in ihrer Anwendung eher eingeschränkt (Art. 2 Abs. 1 lit. i). So dürfen etwa Wertpapierdienstleistungen (investment services) künftig lediglich für Kunden oder Lieferanten des Warenhändlers erbracht werden, der die Ausnahmeregelung in Anspruch nimmt. Darüber hinaus dürfen sich diese Wertpapierdienstleistungen lediglich auf Warenderivate, Emissionszertifikate oder deren Derivate beziehen.

Dies hat zur Folge, dass bisher erlaubnisfrei ausgeübte Tätigkeiten von Warenhändlern nach dem aktuellen MiFID II Entwurfstext voraussichtlich ab 2017 einer Erlaubnispflicht unterliegen. Obgleich derzeit noch nicht alle Details der künftigen Regulierung geklärt sind, bietet es sich an, rechtzeitig eine Analyse der ausgeübten Handels-, Beratungs- und Portfoliomanagementtätigkeiten im Hinblick auf eine mögliche Erlaubnispflicht durchzuführen.

Bankgründung als strategische Entscheidung für den Unternehmenserfolg

 – Professionalisierung von Finanzdienstleistungen – 

Um heute Finanzdienstleistungen anbieten zu können, benötigen Unternehmen in der Regel eine Banklizenz und sind somit der BaFin zur Aufsicht unterstellt. Jedoch gibt es auch Finanzdienstleistungsgeschäfte, die von der Aufsicht freigestellt werden können und die somit nicht lizenzierungspflichtig sind. Diese Geschäfte, welche auch als „Financing Without a Bank“ bezeichnet werden können, sind oftmals Hilfs- bzw. Nebengeschäfte der Unternehmen, die als Komplementärleistung zum Hauptgeschäft angeboten werden können. Inwiefern eine Freistellung der Erlaubnispflicht möglich ist, hängt von dem Geschäftsumfang des jeweiligen Unternehmens ab.

Generell ist jedoch eine verstärkte Bankgründungsabsicht von Nichtbanken zu beobachten, da sich die regulatorischen Anforderungen immer weiter verschärfen und somit tendenziell immer weniger Finanzdienstleistungen in den Bereich einer möglichen Freistellung fallen, was auch im Prinzip gewünscht sein sollte.

Es sollte jedoch nicht der Eindruck entstehen, dass das „Financing Without a Bank“ einfach umzusetzen ist. Auch dafür müssen bestimmte Kernprozesse aufgesetzt und es sollte in jedem Fall ein geeignetes Risikomanagement etabliert werden.

Besonders vor dem Hintergrund des Risikomanagements ist eine Bankgründung mit Banklizenz empfehlenswert. So müssen mit einer Banklizenz die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) erfüllt werden. Dadurch sollen Risiken besser eingeschätzt und kontrolliert werden können.
Eine Banklizenz sorgt zudem für Professionalität in den unterschiedlichen Bereichen und gibt den jeweiligen Unternehmen Rechtssicherheit bei der Ausübung der Bankgeschäfte. Somit kann auch eine größere Sicherheit und Vertrauen den Kunden gegenüber gewonnen.

Bankgründung als strategische Entscheidung für den Unternehmenserfolg

– Externe Einflussfaktoren für die Entscheidung zur Bankgründung –

Industrieunternehmen spielen mit dem Gedanken eine eigene Bank zu gründen oder haben bereits eine Bank gegründet. Die Motive eine Bank zu gründen, können jedoch ganz unterschiedlicher Natur sein.

Mit der Gründung einer eigenen Bank kann ein Unternehmen neue Finanzierungsmodelle schaffen, sei es intern oder auch extern für Kunden und Lieferanten. Die Angebotspalette entspricht nicht immer den Wünschen bzw. Anforderungen der Unternehmen, so dass mittels einer eigenen Banklizenz unternehmensspezifische Produkte und Dienstleistungen konstruiert werden können. Durch eine eigene Banklizenz erhalten Unternehmen mit einem hohen Refinanzierungsbedarf gegebenenfalls Zugang zu zinsgünstigen EZB-Krediten. Darüber hinaus besteht auch die Option Liquiditätsreserven und Vermögen rentabel anzulegen. Somit können sich durch eine eigene Banklizenz neue Wertschöpfungsmöglichkeiten für ein Unternehmen ergeben.

Ebenso können die Entwicklungen auf den Finanzmärkten ausschlaggebend für die Entscheidung zur Bankgründung sein. Zum aktuellen Zeitpunkt wurden viele Banken von den Ratingagenturen in ihrer Bonität herabgestuft, so dass einige Unternehmen verunsichert sind und eine eigene Bank zur langfristigen Sicherung des Unternehmenserfolgs beitragen könnte.

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