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Blickpunkt Osteuropa

Die Steuerbehörden schlagen ein neues System für den Verlustvortrag vor


Am 7. November 2011 veröffentlichte die nationale Steuerbehörde der Ukraine auf ihrer Internetseite einen Gesetzesentwurf zur öffentlichen Diskussion von Änderungsvorschlägen zur Behandlung von Verlustvorträgen.

Der Entwurf schlägt vor, dass ab dem 1. April 2011 nur jeweils 25 % der vor diesem Datum entstandenen Steuerverluste in 2011 bis 2014 abgezogen werden können. Falls dieser Prozentsatz der Verluste während des entsprechenden Jahres nicht angewendet wird, kann der Restbetrag in den darauffolgenden Jahren nicht mehr benutzt werden.

Der Entwurf nennt auch mehrere Ausnahmen hierzu. So können folgende Unternehmen sämtliche Verluste nutzen:

  • Unternehmen mit einem steuerpflichtigen Einkommen von weniger als UAH 1 mio (ca. EUR 89.781) im Jahr 2010;
  • Unternehmen, die Nahrungsmittel für die Wohlfahrtspflege produzieren.

Obwohl es als keine ideale Lösung erscheint, so sorgt der Vorschlag für eine gewisse erste Sicherheit und beseitigt aktuelle Probleme im Zusammenhang mit der Nutzbarkeit von Verlustvorträgen. PwC ist der Meinung, dass all diese Verluste abzugsfähig bleiben sollten.