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Blickpunkt Osteuropa

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Visa Update


Ukrainische Botschaften im Ausland stellen derzeit keine Geschäftsvisa des Typs “C” für Einzelpersonen mehr aus, die dem visa-freien System unterliegen (bis zu 90 Tage Aufenthalt in einem Zeitraum von 180 Tagen).

Obwohl es offenbar keine offiziell sanktionierte Änderung der Einreisevorschriften gegeben hat, wurden kürzlich mehrere Anträge von EU-Bürgern auf die Erteilung von Geschäftsvisa abgelehnt.

Ohne die Option des Geschäftsvisums könnte Personen, die bei ihrem Aufenthalt in der Ukraine die 90-Tage-Grenze (innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen) überschreiten, ohne eine individuelle Arbeitserlaubnis die erneute Einreise in die Ukraine verwehrt werden.

Ebenfalls könnte bei Überschreiten der 90-Tage-Grenze (innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen) bei der Ausreise am Flughafen ein Bußgeld erhoben werden.

Ukraine verabschiedet neues Visa-Gesetz


Am 1. Juni 2011 verabschiedete das ukrainische Ministerkabinett die Resolution Nr. 567 über die Zustimmung der Regelungen für die Erteilung von Visa für die Einreise in und die Durchreise durch das Gebiet der Ukraine ("die Resolution"). Sie wird am 10. September 2011 in Kraft treten. 

Die Resolution ändert die für die Einreise in die Ukraine benötigten Visaarten und reduziert deren Anzahl von 16 auf 3 (das heißt Durchreisevisum, Kurz- und Langzeit-Visa). Sie stärkt außerdem die Informationen, die vorher in verschiedenen Gesetzen existierten, im Hinblick auf die Gültigkeit, die Ausstellungsgründe, staatliche Gebühren sowie die ausstellende Behörde. 

Entsprechend der neuen Regeln können Ausländer, die in Vertretungen arbeiten, eine vorübergehende Aufenthaltserlaubnis basierend auf ihrem Langzeit-Visum erhalten. Desweiteren können die Angehörigen der Personen mit einer vorübergehenden ukrainischen Aufenthaltserlaubnis ein Kurzzeit-Visum auf Grundlage ihrer Heiratsurkunde oder irgendeinem anderen Dokument, welches die Familienzugehörigkeit beweist, beantragen. Das bedeutet, dass Visaeinladungen von örtlichen Einwanderungsbehörden nicht mehr benötigt werden. 

Da die entsprechenden Entwürfe dem Parlament vorgelegt wurden, werden in naher Zukunft höchstwahrscheinlich weitere Änderungen bezüglich dem Erhalt von Aufenthaltserlaubnissen eingeführt.