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Blickpunkt Osteuropa

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Polen verabschiedet neue Regeln zur Umsatzsteuer


In Polen gelten ab dem 1. April 2011 und dem 1. Januar 2012 neue Umsatzsteuerregelungen. Die wichtigsten Änderungen betreffen die folgenden sechs Bereiche:

1. Verpflichtende Steuerschuldumkehr für nicht-ansässige Unternehmen

Warenversorgung

Die obligatorische Umkehr der Steuerschuldnerschaft wird auf die inländische Warenversorgung durch einen Steuerpflichtigen ohne Sitz oder feste Niederlassung in Polen an einen Käufer, der steuerpflichtig ist und einen Sitz oder eine feste Niederlassung in Polen hat (oder der Käufer ist eine juristische Person mit Sitz in Polen und somit nicht steuerpflichtig), angewandt.

Dienstleistungsversorgung

In dem neuen Umsatzsteuersystem muss der Käufer, sofern Dienstleistungen von einem Steuerpflichtigen ohne Sitz oder feste Niederlassung in Polen bereitgestellt werden und der Ort der Besteuerung Polen ist, die Steuerschuldumkehr anwenden, auch wenn er selbst keinen Sitz oder feste Niederlassung in Polen hat.

Das oben genannte System wird nur nicht auf bereitgestellte Dienstleistungen im Zusammenhang mit Immobilien durch den in Polen umsatzsteuerangemeldeten Steuerpflichtigen angewandt. Für diesen Fall ist der Verkäufer dafür verantwortlich, dass die polnische Umsatzsteuer auf der Rechnung steht und die oben genannten Dienstleistungen dokumentiert.

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