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(Wie) können Studierende PwCPlus abonnieren?

Ein Überblick

Heute möchte ich die Frage „(Wie) können Studierende PwCPlus abonnieren?“ ausführlich beantworten.

Um als Erstes die Klammer aufzulösen: Ja, Studierende können PwCPlus abonnieren.

Um es nochmal spannender zu machen: Es gibt drei Möglichkeiten, als Studierende unsere Applikation zu nutzen:

 

  1. Einfach als Privatperson auf die kostenlosen Modul-Angebote zugreifen. Welche das sind und wie Du dich anmeldest, liest Du hier.
  2. Deine Hochschule oder Universität hat mit uns eine Rahmenvereinbarung zur wissenschaftlichen Nutzung der Recherche-Applikation geschlossen. In diesem Fall steht Dir fast das gesamte Angebot (exklusive der lizensierten Inhalte) zur Verfügung. Ob Deine Hochschule eine Rahmenvereinbarung mit uns hat und wie Du Dich für diese sog. Multi-User-Nutzungslösung anmeldest, erfährst du bei mir oder über unsere Mailin-Adresse.
  3. Deine Hochschule oder Universität hat mit uns keine Rahmenvereinbarung dieser Art geschlossen. Du bist jedoch aufgrund Deines Studienfaches oder des Themas Deiner Bachelor-, Master-, Doktorarbeit an einer PwCPlus-Recherche interessiert, die mehr als die unter 1. genannten kostenlosen Services umfassen sollte. In diesem Fall melde Dich auch bei mir, nenne mir Deine Hochschule, Deinen Studiengang und am besten auch einen Hochschulkontakt und ich kümmere mich darum, dass Du bald zur Gruppe 2. gehörst.

Joker: Weder 2. noch 3. trifft zu, aber 1. ist auch nicht genug? Das könnte z.B. für Studierende der Informationswissenschaften zutreffen..

Für jede Regel gibt es eine Ausnahme. Von daher gilt auch hier: Einfach bei mir melden!

Rechercheapplikation PwCPlus – was bedeutet das?

Eine kleine Geschichte von Fachrecherche, Zeitgeist und neuen Gewändern

 

Die PwCPlus-Geschichte kurzgefasst geht so: In den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts verblüfften agile PwC-Prüfer/innen immer wieder auf Arbeitssitzungen bei Kunden der Finanzbranche damit, dass sie angefragte Fachinformationen, Rundschreiben der Aufsichtsämter, Statistiken der Zentralbank, Zinssätze, etc. mit wenigen Klicks parat hielten. „Woher nehmen Sie das so schnell und können wir das auch bekommen?“ wurden sie gefragt. Und Sie bekamen das CIS Client Information System, den Vorläufer des heutigen PwCPlus.

Damit könnte die Geschichte zu Ende sein, denn die Online-Branche ist schnelllebig und die Konkurrenz groß.

Groß ist in Zeiten immer noch wachsender Informationsflut aber auch der Bedarf an Strukturierung, Selektierung, Priorisierung und Qualitätssicherung:

  • Was muss rein?
  • Was ist womit verbunden?
  • Was hat sich mit den neuen Inhalten schon wieder erübrigt?
  • Was ist wie am besten auffindbar?

Das erledigen unsere Fachredakteure/innen mit inzwischen digitaler Unterstützung für Sie!

Natürlich ist PwCPlus – alias CIS – mit der Zeit gegangen. Hat neue Gewänder angelegt, ein neues Frontend, ein neues Backend bekommen, eine verbesserte Suche implementiert und inhaltlich Themen wie Schlagworte an die Marktentwicklungen angepasst.

In Kürze wird es zum Beispiel auch „Cyber Security & Privacy“ im Themenkatalog geben – und die Suche soll bald mit künstlicher Intelligenz angereichert werden.

Nach wie vor aber gilt, was auch früher schon galt:  Auf PwCPlus greift zu, wer qualitätsgesicherte Fach-Informationen zu einem spezifischen Thema aus den Bereichen Rechungslegung, Regulierung, Compliance oder Risiko Management recherchieren möchte.

 

Beispiel Regulatory:

 

Was sind die Inhalte der regulatorischen Neuerungen von Basel IV? Unter dem Schlagwort Basel IV finden Sie die Informationen im Kontext: Nicht nur eine PwC-Serie zum neuen Banking-Package, sondern auch die Links auf die passenden Referenzdokumente von BCBS, EBA, EZB, Deutscher Bundesbank und EU.

 

Das erspart das „Abgrasen“ verschiedener Websites (s. auch mein Beitrag Für kostenfreie Informationen Geld bezahlen?) und die Herausforderung, Informationen systematisch und im Kontext abzulegen.

 

Wer nur schnell wissen möchte, was es Neues gibt, für den lohnen sich der freitägliche Alert.

Wenn Sie sich allerdings schrittweise mit einem Thema vertraut machen möchten, sollten Sie eher auf eine Trainingsapplikation zurückgreifen.

 

Und jetzt?

Hat PwCPus gerade noch rechtzeitig den Frühjahrsputz erledigt und sich an das neue, frische Design von PwC angepasst. Die Funktionalitäten sind dieselben, aber es sieht alles ein klein bisschen anders aus: Neuer, besser, dynamischer, einladender?

Entscheiden Sie selbst!

Zu PwCPlus

Ich freue mich über Ihr Feedback!

Hier geht’s zur Anmeldung: www.pwcplus.de

Ausgezeichnete Ausbilder – PwC gehört zu den Top 500!

Vier von fünf Sternen erreicht. Bestnoten bei Betreuung.

 

Als eines von über 700 Unternehmen hat PwC an einer Untersuchung teilgenommen, mit der die Zeitschrift „Capital“ Deutschlands beste Ausbilder bzw. Ausbildungsunternehmen ermittelt. PwC hat es dabei unter die Top 500 geschafft!

Der Schwerpunkt der Untersuchung lag auf der Ermittlung der ausschlaggebenden Faktoren, um die Ausbildung und/oder das duale Studium erfolgreich bestreiten zu können.

Mit vier von fünf möglichen Sternen ausgezeichnet, bietet PwC Top-Konditionen für Azubis und bereitet sie so optimal auf ihren Berufseinstieg vor.

Folgende Kriterien waren für diese Auszeichnung ausschlaggebend:

  • Betreuung,
  • Lernen im Betrieb,
  • Engagement des Unternehmens,
  • Erfolgschancen
  • innovative Lehrmethoden.

Die einzelnen Kriterien wurden hierbei jeweils zu gleichen Teilen gewichtet.

  PwC erhielt pro Kriterium immer mindestens 3 Punkte und konnte im Bereich der Betreuung sogar mit    voller Punktzahl glänzen! Auch das erzielte Ergebnis bei Engagement und Erfolgschancen kann sich        durchaus sehen lassen.

  PwC unterstützt und hilft den Azubis, um sie bestmöglich auf ihre zukünftige Arbeit vorzubereiten. Dabei      soll jede/r Einzelne die eigenen Potenziale optimal ausschöpfen können, um die Karriereleiter                      bestmöglich zu erklimmen.

  Zudem bietet PwC die Möglichkeit, in den verschiedensten Bereichen ein duales Studium zu absolvieren, was ebenfalls positiv in die Bewertung einging.

Mit dieser Unterstützung ist es kein Wunder, dass PwC deutschlandweit zu den 500 besten Ausbildern gehört.

Quelle: Capital Beilage 18.10.2018

Ein Wort in eigener Sache:

Wer sich kurzfristig noch für eine Ausbildung zur/m FAMI bewerben möchte (Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste): wir haben noch einen Platz für 2018 frei. Zu Bewerbung geht es hier im Karriere-Portal.

(Bitte dazu schreiben, wenn die Bewerbung für 2018 ist. 2019 geht natürlich auch!)

PwCPlus-Testumfang: Was steckt im Probeabo?

Welche Nutzungsmöglichkeiten bietet PwCPlus generell?

PwCPlus bietet einen Recherche-Bereich, in dem die Inhalte kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Alles, was Sie dazu tun müssen, ist, sich über die Startseite einmalig zu registrieren und sich ein Passwort zu vergeben.

Anschließend können Sie den Bereich unbegrenzt nutzen und unter „Benachrichtigungen“ (oben rechts neben Ihrem Namen) die gewünschten Themen für den freitäglichen Alert konfigurieren.

Welche Themen kostenfrei zur Verfügung stehen, erfahren Sie hier: https://pwcplus.de/de/abo/leistungen-angebote/

Warum ein Probeabonnement und für welche Themen?

Die branchenspezifischen Fachinformationen für den Bereich Financial Services sind kostenpflichtig. Weil Sie nicht die berühmte „Katze im Sack“ kaufen sollen, bieten wir  Ihnen die Möglichkeit, diese Informationen 30 Tage lang kostenlos und unverbindlich zu testen.

Das Probeabonnement enthält alle FS-Informationen zuzüglich der lizensierten Inhalte (Verlautbarungen) von IDW und DRSC.

Wie kann ich mich für ein Probeabonnement anmelden?

Jeder registrierte (!) User kann sich über den Link „Abonnement anfragen“ an das PwCPlus-Team wenden und für 30 Tage freischalten lassen. Den Button finden Sie auf dieser Seite: https://pwcplus.de/de/abo/30-tage-kostenlos-testen/

Nach Ablauf von 30 Tagen schließt der Zugang automatisch. Sollten Sie keinen Vertrag wünschen, ist für Sie nichts mehr zu tun.

Sie möchten einen Vertrag?

Dann klicken Sie einfach Abonnement anfragen und wir melden uns bei Ihnen.

Die Vertragskonditionen finden Sie im einzelnen hier: https://pwcplus.de/de/abo/leistungen-angebote/

Sie haben Interesse an einem Vertrag, sind aber noch unschlüssig?

Dann nutzen Sie PwCPlus Starter. Das Starter-Paket enthält ebenfalls alle FS-Informationen und ist einmalig für drei Monate zum Preis von 300 EUR abonnierbar. Bei Interesse lesen Sie mehr im PwCPlus Blog oder gehen direkt auf Abonnement anfragen.

 

Fachkräftemangel? Wir bilden aus!

Noch ein FAMI-Ausbildungsplatz für 2018 zu vergeben!

 „FAMIs wanted“ hatte ich im Februar dieses Jahres hier geschrieben. Unter vielen Bewerbungen haben wir uns zwei Kandidatinnen zur Ausbildung „Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste (IHK)“ ausgesucht.

Und nun ist eine kurzfristig abgesprungen!

Wir möchten die Gelegenheit zur Ausbildung eines weiteren FAMIs (oder einer FAMI) jedoch nicht ungenützt lassen, denn nicht nur bauen Abteilungen wie unser Research Center, die Bibliothek oder das sog. Middle Office neben Knowledge Transfer auf  lernwillige angehende Information Professionals, die in mehrmonatigem Einsatz mit dem Handwerkszeug der jeweiligen Bereiche vertraut werden, sondern es warten in einem Unternehmen, das vom Wissen in den Köpfen seiner Mitarbeitenden lebt, auch viele interessante Nachwuchsstellen auf die künftigen Informationsspezialisten/innen.

Sind Sie selbst Abiturient/in oder Studienabbrecher/in ein einer informationswissenschaftlichen oder verwandten Fachrichtung? Haben wir Ihr Interesse geweckt oder können Sie uns weiterempfehlen?

 

Übrigens arbeiten natürlich auch im KT-Team erfolgreiche Absolventen/innen der FAMI-Ausbildung mit. Eine davon war die bundesweit Beste ihres Jahrgangs 2012:

Janina Gimbel, KT-Team, bundesbeste FAMI-Absolventin 2012, mit der damaligen Bundesfamilienministerin Kristina Schröder bei der Bestenehrung in Berlin.

FAMIs wanted!

Knowledge Transfer bildet aus. Jedes Jahr nehmen wir zwei neue Azubis an Bord mit dem Berufsziel

Fachangestellte/r für Medien-  und Informationsdienste (kurz FAMI).

 

Die künftigen Information Professionals werden natürlich bei uns, im Knowledge Transfer Team, eingesetzt und sind hier auch mit der Betreuung unser Research-Plattform PwCPlus betraut.

Daneben durchlaufen sie weitere Stationen im Haus, die mit Informationsaufbereitung und -vermittlung zu tun haben:

  • Die Bibliothek,
  • das Research Center oder
  • ausgewählte Fachabteilungen.

Eine gute und praxisorientierte Alternative zum Studium und gleichzeitig ein Beruf mit Zukunft, denn in Zeiten der exorbitanten Informationsvermehrung kommt den PfadfinderInnen im Wissensdschungel mehr Bedeutung zu denn je.

Wer Interesse an einer Ausbildung hat, erfährt in unserem Karriere-Portal Einzelheiten und kann sich jetzt für den Ausbildungsstart im August 2018 bewerben:

Ausbildung „Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste“

 

PwCPlus 3.0 ist live – jetzt testen!

Unsere Fachrecherche-Applikation PwCPlus im neuen Outfit (alias Gewand) ist jetzt

  • übersichtlicher
  • intuitiver
  • mobiler
  • performanter
  • einfach smart!

 

Wir haben Ihr Feedback aufgenommen und PwCPlus auf eine neue Plattform migriert. Jetzt ist PwCPlus 3.0 live!

 

 

Was ist wichtig für Sie?

  • Suche:

    • Auf der Startseite findet befindet sich eine geführte Suche, die die am meisten nachgefragten Themen kurz einführt und die zentralen Schlagworte für den Schnellzugriff bereitstellt.
    • Unter dem Menüpunkt „Suche“ in der horizontalen oberen Menüleiste können Sie Ihre Eingaben wir gewohnt im Suchbalken tätigen und nach Bedarf über die Filtersuche spezifizieren.
  • Mobile-Fähigkeit:

    • PwCPlus ist über alle mobilen Endgeräte verfügbar.
  • Zugriffsrechte:

    • Alle  Inhalte von PwCPus lassen sich auch von nicht angemeldeten Usern durchsuchen, sind aber nur in Titel und Teaser abrufbar.
    • Wer mehr sehen will, kann sich anmelden und erhält damit Zugriff auf die kostenfreien Inhalte zu den Themen Rechnungslegung (Accounting), Öffentlicher Sektor (Public Services), Gesundheitsbranche (Healthcare & Pharma) sowie aus Consulting und Tax Services von FS.
    • Wer ein gebührenpflichtiges PwCPlus-Abonnement abgeschlossen hat, sieht wie gewohnt die Inhalte des Financial Services-Pakets mit den Schwerpunkten Risk & Regulation (Risiko Management & Aufsichtsrecht) sowie Accounting und Compliance FS.
  • Alles im Griff?

Ansonsten empfehle ich den elektronischen Pfadfinder, „Lost in PwCPlus?“ auf der Startseite von PwCPlus. Er führt Sie in drei Minuten durch das System, um einen schnellen Überblick zu erhalten.

Sie sind (noch) kein/e PwCPlus-Abonnent/in?

Dann probieren Sie es einfach aus: Unter pwcplus.de,

Sie sind schon PwCPlus-Abonnent/in?

Dann haben Sie von uns eine Mail erhalten mit der Aufforderung, sich ein neues Passwort zu vergeben. Alles weitere läuft wie beschrieben.

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldungen!

 

Bewerbung per Webcam? KT macht’s mit.

Ein Hinweis in eigener Sache.

 

Heute möchte ich auf einen persönlichen Erfahrungsbericht hinweisen:

Unsere neue FAMI-Auszubildende Alicia Wiemann berichtet im PwC-Ausbildungsblog über ihre Bewerbungserfahrungen im digitalen Zeitalter.

Hintergrund: Die Abkürzung FAMI steht für den IHK-Ausbildungsberuf „Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste“. Seit Jahren bilden wir bei Knowledge Transfer und in angrenzenden Fachabteilungen erfolgreich zwei FAMIs pro Jahr aus, und sowohl bereits während ihrer Ausbildung, als auch nach Abschluss derselben werden die frisch gebackenen InfoPros gern eingesetzt. Sie wissen, was „Datenhygiene“ bedeutet, sie können die Aufwände abschätzen, die nachhaltig gepflegte Informationspools erfordern, und sie können diese Aufwände auch in täglicher Arbeit leisten.

Dass Informationsbeschafffung, -aufbereitung und -verteilung nicht von allen und eben mal schnell nebenbei zu erledigen sind, wird desto klarer, je öfter man es versucht hat.

In einem Unternehmen wie PwC, das vom Wissen in den Köpfen der Mitarbeitenden lebt, sind gut ausgebildete FAMI’s daher genau richtig.

Übrigens nehmen wir auch Praktikanten/innen im Knowledge Transfer. (Wenn es nicht anders geht, geht auch Webcam.)

Mehr zur Stellenbeschreibung gibt es auf unseren  Karriereseiten. Und hier nun Alicias Eindrücke:

Am Anfang war das Wort – Nachlese

Mein Fazit zum DGI-forum Wittenberg: „Am Anfang war das Wort – wer aber hat heute das Sagen?“

 

Letzte Woche habe ich unter dem Titel „Am Anfang war das Wort“ auf das DGI-Forum Wittenberg 2017 hingewiesen, an dem ich als PwC-Vertreterin für den Wissenstransfer bei Assurance teilgenommen habe und bei dem das Thema Digitalisierung natürlich zentral war.

Die Aufbereitung der Tagung mit dem Untertitel „Sprache, Wahrheit und Datensouveränität in modernen Kommunikationswelten“ inklusive Bereitstellung der aufgezeichneten Vorträge, Zusammenfassung der Diskussionen und Ausblick wird seitens der Veranstalter folgen. Zwischenzeitlich möchte ich für mich persönlich, bzw. für unsere tägliche Arbeit im Knowledge Transfer Team einer großen WP-Gesellschaft wie PwC einige Überlegungen notieren, die ich aus dem Forum mitgenommen habe.

Das ist im Kontext von PwCPlus eine praktische Nachlese in eigener Sache, denn auch unsere Recherche-Applikation, die mit nun bald 20 Jahren auf eine für Online-Produkte beachtliche Lebensspanne zurückblickt, muss sich besonders angesichts neuer digitaler Trends immer wieder nach ihrem Nutzen und Mehrwert fragen.

Knowledge Management (KM), so kursierte es auch auf der Tagung, ist kein anzuwendender Begriff mehr für das Organisieren, Strukturieren und zielgruppenspezifische Aufbereiten von (Fach)Wissen. Beinah würde man, wenn es denn ein deutscher Begriff wäre, mit dem Linguisten Professor Horst-Dieter Schlosser, bei dem ich studiert habe, von einem „Unwort“ sprechen können. Denn der KM-Hype Anfang des Jahrtausends hat viel Geld und Ressourcen gekostet und wenig gebracht. 

Wenig?

Knowledge Sharing wird heute überall und von allen betrieben; der BWLer kennt sich damit ebenso aus wie die Personalerin oder die IT-Fachleute.

Das ist aber auch die Crux damit: Wenn alle davon sprechen, haben diejenigen, die es in die Welt setzten, die Wissensfachleute, nicht mehr allein das Sagen. Oder eben gar nicht mehr, wenn sie sich in die Schmollecke zurückziehen und die anderen schon sehen lassen, was sie davon haben werden…

 

Mein persönliches Fazit:

Die Frage des Forums, wer heute das Sagen hat, muss beantwortet werden mit „wer die Ansage macht“: Wie man seinerzeit Luther zuhörte, weil er sprach, druckte, schrie und fuchtelte, so hört man heute anderen „Aufregern“ zu, weil eben die „Aufregung“ das Schönste dabei ist. Stellt sich ein Nutzen heraus (bei Luther war es neben machtpolitischen Erwägungen der Herrschenden entschieden der akute Reformbedarf der Kirche), wird es der Aufreger weit bringen.

Erweist sich das Ganze als Schall und Rauch, wendet man sich neuen Schaumblasen zu.

Was heißt das für die Information Professionals?

  • Mehr sagen.
  • Mehr Nutzenargumentation.
  • Mehr Öffentlichkeitsarbeit.
  • Mehr kämpfen für die gute Sache, denn in Zeiten von Fake News, Opinion Spam, Filterblasen, intransparenten Algorithmen und Sprachrobotern ist es wichtiger denn je, dass Informationskompetenz und Medienmündigkeit gepflegt werden.

 

Was heißt das für PwCPlus und den Knowledge Transfer?

  • Damit dem digitalen Hype keine Enttäuschungen folgen, zählt Datenqualität, oder Datenhygiene, wie ich es lieber nenne, heute umso mehr.
  • Insofern sind aktuelle digitale Entwicklungen von uns zunächst wertfrei auf ihren Nutzen zu prüfen. Techniken wie Textmining oder der Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Unterstützung von Suchanfragen können die Qualität von Recherche-Systemen maßgeblich erhöhen und die Ausgabezeiten minimieren. Sie können ebenso Mitarbeitern/innen lästige Arbeiten wie das Verschlagworten oder Kategorisieren abnehmen, und sie finden vermutlich sogar Treffer, auf die ein Mensch nicht gestoßen wäre.
  • Auch wir werden deshalb unser PwCPlus mittels Textmining fit für die Zukunft machen und versprechen uns davon eine weiter wachsende Nutzungszufriedenheit und eine Qualitätsverbesserung auch auf Seiten der redaktionellen Arbeit.
  • Was wir aber nicht tun sollten, ist, im digitalen Rausch uns blauäugig auf die technischen Innovationen zu verlassen, die nun alles richten werden. Prüfung, nötigenfalls Justierung, Ergänzung, Prozessverständnis (!), laufende Kosten-Nutzen-Analyse und die Priorität der Datenhygiene müssen weiterhin unsere Kernthemen bleiben.

Insofern bin ich dann im Kleinen wieder bei unserem CDO Harald Kayser und seinem Plädoyer für Verantwortungsübernahme in Sachen Digitalisierung.

Für die  Information Professionals und die Frage nach denjenigen, die das Sagen haben werden in den neuen Kommunikationswelten, gilt damit meines Erachtens:

Sagt an, dann werdet Ihr gehört werden – und nehmt Euch ein Beispiel an Martin Luther!  

 

Übrigens: Unsere Erfahrungen mit Textmining bei PwCPlus werde ich voraussichtlich nächstes Jahr gern an dieser Stelle teilen und freue mich dann auch über Nutzer/innen-Feedback.

 

 

Am Anfang war das Wort

– wer aber hat heute das Sagen? Sprache, Wahrheit und Datensouveränität in modernen Kommunikationswelten.

 

So lautet der Titel des diesjährigen DGI-Forums Wittenberg.

Die Deutsche Gesellschaft für Information und Wissen e.V (DGI) lädt vom 7.- 9. September 2017 in die altehrwürdige Leucorea der Lutherstadt Wittenberg, um mit Menschen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Medien und Gesellschaft die Rolle von Sprache als Medium der Kommunikation, der Information, aber auch der Beeinflussung und Indoktrination sowie die Anforderungen an heutige Informationskompetenz zu diskutieren.

Sprache sei, so die DGI-Ankündigung, auch Taktgeber und Gradmesser für neue Technologien in der Internet-Kommunikation sowie der Künstlichen Intelligenz. Im Sinne einer intellektuellen und individuellen Fähigkeit sei Sprache nicht nur bei der Recherche, im Diskurs oder als Instrument für Demagogie unhintergehbar, sondern im Umkehrschluss auch, um Unwahrheiten zu entlarven oder Meinungen von Fakten unterscheiden zu können.

Dass Sprachsensibilität in unserer sogenannten postfaktischen oder gar botfaktischen Zeit, wie die DGI schreibt, essentiell ist und dass gerade Menschen des öffentlichen Lebens in der Kommunikation eine besondere Verantwortung zukommt, liegt auf der Hand.

Vertreter/innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Medien und Gesellschaft werden das Tagunsprogramm bestreiten. 

PwCs Digitalisierungskampagne und die resultierende Verantwortung für Technikfolgenabschätzung, Innovationsgeschwindigkeit und gesellschaftliche Auswirkungen wurden im weiteren Rahmen beim T20-Summit in Berlin u.a. durch unseren CDO Harald Kayser diskutiert.

Im diesjährigen DGI-Forum werde ich meine Sicht einer Spezialistin für Wissenstransfer bei PwC vortragen:

 

In meinem Beitrag am 8.9. um 16.45 h

„Sola Scriptura – Neue Medien – Fake News. (Was) Lässt sich von Luther lernen?“

 

zeige ich anhand von Beispielen, wie der Reformator seine Autorität als Theologe und Volksheld gezielt für seine Sache einsetzte. Obwohl er dabei Übertreibungen, Schmähungen, und Falschmeldungen nicht scheute, wirkt seine Eskalationsstrategie bis heute erfolgreicher als die Mäßigungspolitik seines Kontrahenten Albrecht von Brandenburg. Ob sich daraus Folgerungen für die Arbeit von Medienmenschen und Information Professionals im 21. Jahrhundert ziehen lassen, begann ich mich zu fragen, als mir bewusst wurde, dass mit dem Thema Digitalisierung genauso viel (überzogene?) Heilserwartung wie Dämonisierung verknüpft ist. Auch hierfür gibt es Praxisbeispiele.

Das gesamte Tagungsprogramm und alle weitern Details finden Sie auf der DGI-Website.

Hier geht es zur Pressemitteilung.

 

Kulturtipp:

Dass es zwischen Neuen Medien, Fake News und Martin Luther durchaus interessante Zusammenhänge gibt, habe ich erst bei der Arbeit an meinem historischen Roman „O Mensch, bedenck, das End!“ gelernt, den ich eigentlich in meiner Freizeit begann, um ein wenig Auszeit vom virtuellen Wahnsinn zu nehmen. Pünktlich zum Reformationsjubiläum ist er in 2. Auflage im Mai 2017 erschienen, und weil das DGI-Thema, der Tagungsort und die PwC-Beteiligung so gut passten, werde ich am  7.9. um 18 h zum Übergang ins gesellschaftliche Programm eine öffentlichen Lesung veranstalten (mehr dazu ebenfalls im Tagungsprogramm).

 

 

 

 

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