Verschiebung von MiFID II und MiFIR in Kraft

Am 30. Juni 2016 wurden die Richtlinie (EU) 2016/1034 zur Änderung der Richtlinie 2014/65/EU über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID II) sowie die Verordnung (EU) 2016/1033 zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 über Märkte für Finanzinstrumente, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 über Marktmissbrauch und der Verordnung (EU) Nr. 909/2014 zur Verbesserung der Wertpapierlieferungen und -abrechnungen in der Europäischen Union und über Zentralverwahrer im Europäischen Amtsblatt veröffentlicht.

Somit ist die am 10. Februar 2016 durch die Europäische Kommission initiierte Verschiebung von MiFID II und MiFIR seitens der europäischen Gesetzgebung final und tritt am 1. Juli 2016 in Kraft.

Wesentliche Ergebnisse der Verschiebung sind, dass MiFID II statt, wie ursprünglich vorgesehen, nicht zum 3. Juli 2016 sondern nun zum 3. Juli 2017 in den Mitgliedstaaten umzusetzen und grundsätzlich ab dem 3. Januar 2018 anwendbar ist. MiFIR gilt nun ab dem 3. Januar 2018.

Neben der Anpassung der Daten zu Umsetzung und Anwendung erfolgten vereinzelt inhaltliche Änderungen und Ergänzungen: so wurden beispielsweise der Ausnahmetatbestand gemäß Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe d Ziffer ii MiFID II sowie die Regelung des Artikels 25 Absatz 4 Buchstabe a Unterabsatz 2 MiFID II im Zusammenhang mit der Beurteilung der Eignung und Zweckmäßigkeit angepasst. In der MiFIR wurden beisielsweise Begriffsbestimmungen ergänzt (Artikel 2 Absatz 1 Nummern 48, 49, 59 MiFIR) und die Transparenzvorschriften für Nichteigenkapitalinstrumente angepasst (Artikel 8 Absatz 1 Satz 1, Artikel 9 MiFIR).

 

 

 

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