FATF führt Gespräche mit Non-Profit Organisationen mit dem Ziel, Maßnahmen gegen den Missbrauch des gemeinnützigen Sektors zu Zwecken der Terrorismusfinanzierung zu erarbeiten

Nachdem die FATF die Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung in den Mittelpunkt ihrer 26. Vollversammlung gestellt und entsprechende Maßnahmen angekündigt hat, wurden diesbezüglich am 25. März 2015 in Brüssel erste Gespräche mit Non-Profit Organisationen aus dem gemeinnützigen Sektor eingeleitet.

Im Fokus dieser Gespräche, an denen auch Repräsentanten des Bankensektors teilnahmen, standen die Erlangung eines gemeinsamen Verständnisses hinsichtlich der Gefährdungslage des gemeinnützigen Sektors, zu Zwecken der Terrorismusfinanzierung missbraucht zu werden sowie die Erarbeitung von Maßnahmen um diese Risiken wirksam zu bekämpfen. Insbesondere wurden die nachstehenden Punkte thematisiert:

  • Überarbeitung des „Best Practice Paper on Combating the Abuse of Non-Profit Organisations (Recommendation 8)“
  • Methode der FATF zur Bewertung ob Mitgliedsländer die Vorgaben der Recommendation 8 vollumfänglich umgesetzt haben
  • Aufteilung der Rollen und Verantwortlichkeiten zwischen dem öffentlichen und dem gemeinnützigen Sektor bei der Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung
  • Notwendigkeit eines risikobasierten Ansatzes bei der Verhinderung des Missbrauchs zu Zwecken der Terrorismusfinanzierung, da nicht alle Non-Profit Organisationen einem vergleichbar hohen Risiko ausgesetzt sind und
  • Zugang des gemeinnützigen Sektors zu Finanzdienstleistungen

Nach diesem ersten Gespräch plant die FATF, den Dialog mit den Non-Profit Organisationen zu intensivieren, sodass wir diesbezüglich in den kommenden Monaten mit neuen Entwicklungen rechnen können.

Obwohl die Gespräche zwischen der FATF und den Non-Profit Organisationen den Bankensektor inhaltlich nicht unmittelbar tangieren, sollten sie von diesem dennoch zur Kenntnis genommen werden. Konkrete Maßnahmen gegen den Missbrauch des gemeinnützigen Sektors zu Zwecken der Terrorismusfinanzierung können unmittelbare Auswirkungen auf die entsprechende Risikobeurteilung dieser Branche sowie einzelner Kundenverbindungen durch die Kreditinstitute haben und somit auch auf den Umfang der auf diese anzuwendende Sorgfaltspflichten.

Für Rückfragen sprechen Sie Oliver Eis (+49 69 9585 3935) oder Julian Schäfer (+49 69 9585 7986) gerne an!

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