Neue Hochrisikostaaten in Bezug auf Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung

Am 17. Dezember 2020 veröffentlichte die BaFin das aktualisierte Rundschreiben 06/2020 (GW) zu Hochrisikostaaten. Hierbei handelt es sich um Drittstaaten, die durch strategische Mängel in ihren Systemen zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung höhere Risiken für das internationale Finanzsystem darstellen. Die BaFin bezieht sich in ihrem Rundschreiben zu Hochrisikostaaten auf die Delegierte Verordnung (EU) 2020/855, welche insgesamt 22 Länder mit hohem Risiko listet (siehe die Tabelle unten).

Mit der neuen Delegierte Verordnung hat sich die Anzahl der Hochrisikostaaten von 16 auf 22 erhöht. Es wurden einige Länder von der Liste genommen und gleichzeitig neue Staaten hinzugefügt. Als Mitglied der FATF orientiert sich die Europäische Kommission, vorbehaltlich einer eigenen Analyse, grundsätzlich an der Bewertung der FATF.

Die BaFin folgt zudem der FATF-Erklärung vom 30. Juni 2020, wonach Nordkorea und der Iran weiterhin Hochrisikostaaten mit sog. „call for action“ seien. Die FATF hat auf Grund der Covid-19 Pandemie jedoch keine neuen Länder auf ihre Beobachtungsliste gesetzt und diese Entscheidung in der „Jurisdictions under Increased Monitoring“ vom 23. Oktober 2020 erläutert.

Grün = kein Hochrisikostaat mehr

Rot = Staaten wurden hinzugefügt

Fett = Staaten mit „call for action“

 

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