Wesentliche Erkenntnisse aus dem Jahresbericht 2019 der FIU

Die FIU befindet sich nunmehr im 3. Jahr unter dem Dach der Generalzolldirektion. Der Trend der Vorjahre (Anstieg der eingehenden Verdachtsmeldungen) hat sich auch im Jahr 2019 fortgesetzt: Insgesamt wurden 114.914 Verdachtsmeldungen abgegeben, wobei mehr als 90 % aus dem Finanzsektor stammen.

36 % der abgegebenen Verdachtsmeldungen wurden von der FIU an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet.

Die FIU hat ihre risikobasierte Ausrichtung weiter gestärkt und hatte für 2019 folgende Schwerpunkte festgelegt:

Geldwäsche

  • Immobilien
  • Einsatz von Bargeld (bei dem Erwerb hochwertiger Güter)
  • Handelsbasierte Geldwäsche („Trade Based Money Laundering“)
  • Glücksspiel/Wetten
  • Organisierte Kriminalität („Clan Kriminalität“)
  • Schwere (Steuer-) Straftaten am Beispiel Umsatzsteuer-Karussell
  • Gewerbsmäßiger Betrug und Identitätsdiebstahl

Geldwäsche & Terrorismusfinanzierung

  • Einsatz neuer Zahlungsmethoden (Kryptowerte)

Terrorismusfinanzierung

  • Missbrauch durch NGOs und NPOs
  • Missbrauch mittels Finanztransfergeschäften

Angaben über mögliche Verzögerungen in der Bearbeitung von Verdachtsmeldungen, gänzlich noch nicht bearbeitete Verdachtsmeldungen (sog. backlogs) oder nicht oder zu spät bearbeitete Verdachtsmeldungen sind im Jahresbericht 2019 der FIU nicht enthalten.

Für 2020 plant die FIU eine Neustrukturierung und Ausweitung der Referate von 2 auf 7 sowie einen weiteren Aufbau des Personals (Zielgröße: 475 Stellen).

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