Kategorie: Aktuelles

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Quickcheck Customer Risk Rating ‚Äď Einhaltung der ESA Risk Factor Guidelines

Die BaFin hat die neuen Leitlinien zu den Risikofaktoren (ESA Risk Factor Guidelines), die bis zum 26. Juni 2018 umzusetzen waren, in ihre Verwaltungspraxis √ľbernommen. Kredit- und Finanzinstitute sehen sich somit der Herausforderung weitreichender prozessualer Anpassungen gegen√ľbergestellt. Beispielsweise sind Verfahren und Prozesse zum risikobasierten Ansatz oder die hauseigene Risikoanalyse hinsichtlich der neuen Risikofaktoren anzupassen.

Die Leitlinien beinhalten Faktoren, die bei der Bewertung des mit einer Gesch√§ftsbeziehung oder gelegentlichen Transaktion verkn√ľpften Risikos f√ľr Geldw√§sche und Terrorismusfinanzierung, ber√ľcksichtigt werden sollten. Sie legen au√üerdem dar, wie der Umfang der Sorgfaltspflichten gegen√ľber Kunden jeweils angepasst werden sollte, damit diese f√ľr das festgestellte Geldw√§sche- und Terrorismusfinanzierungsrisiko angemessen sind.

Die Leitlinien sind wie folgt ausgestaltet und beinhalten Faktoren f√ľr die dargestellten Risikotrigger ebenso wie diverse branchenspezifische Hinweise:

 

Gerne unterst√ľtzen wir Sie bei der Umsetzung der ESA Leitlinien zu den Risikofaktoren. Dazu haben wir ein eigenes Tool, den Compliance Navigator, entwickelt. Dar√ľber hinaus haben wir eine spezielle Vorgehensweise zur Umsetzung erstellt; diese ist wie folgt ausgestaltet:

Dies erfolgt mittels Erstellung einer Heatmap zur Evaluierung der Einhaltung der Vorgaben aus den ESA Leitlinien zu den Risikofaktoren:

  • Bewertung der Einhaltung der Vorgaben aus den neuen ESA Leitlinien
  • Pr√§zise Aufdeckung m√∂glicher Handlungsfelder durch den Soll-Ist-Abgleich
  • Der daraus abgeleitete Ma√ünahmenkatalog bereitet Ihr Institut optimal darauf vor, den versch√§rften Anforderungen aus den neuen ESA Leitlinien gerecht zu werden

Bei Nichtumsetzung der ESA Leitlinien zu den Risikofaktoren ergeben sich u.a. folgende mögliche Risiken:

  • Nichtumsetzung der ESA Leitlinien f√ľhrt dazu, dass die Kundenrisisken, die Transaktionsrisiken, die Vertriebskanalrisiken und die L√§nderrisken nicht richtig bewertet werden.
  • Risikosituation des Unternehmens wird nicht korrekt dargestellt (fehlerhafte Riskoanalyse).
  • Mitarbeiter werden nicht vollumf√§nglich √ľber die Risikofaktoren im Zusammenhang mit Geldw√§sche und Terrorismusfinanzierung geschult.
  • Indizienmodell wird nicht sachgerecht abgeleitet, daher m√∂glicherweise fehlerhaftes Monitoring.
  • Nichtnutzung von Effizienzgewinnen durch mangelnde Umsetzung der Faktoren zur Risikominimierung.

Haben Sie Fragen oder Interesse an einem gemeinsamen Projekt zu diesem Thema? Sprechen Sie uns gerne hierzu oder zu weiteren Compliance-Themen an. Wir freuen uns mit Ihnen in Kontakt zu treten.

EU plant strengere Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung

Bereits am 12. September 2018 hat die Kommission einen Vorschlag zur √úberarbeitung der Verordnungen √ľber die Europ√§ischen Aufsichtsbeh√∂rden ver√∂ffentlicht. Dieser sieht im Wesentlichen vor, die Zust√§ndigkeit f√ľr die Bek√§mpfung der Geldw√§sche im Finanzsektor einer einzigen der drei Europ√§ischen Aufsichtsbeh√∂rden, der Europ√§ischen Bankenaufsichtsbeh√∂rde (EBA), zu √ľbertragen. Dies sollte im Wesentlichen durch die folgenden Punkte erreicht werden:

  • Die EBA kann nationale Aufsichtsbeh√∂rden, die f√ľr die Bek√§mpfung der Geldw√§sche zust√§ndig sind, auffordern, m√∂gliche wesentliche Verst√∂√üe zu untersuchen und gezielte Ma√ünahmen wie Sanktionen zu erw√§gen.
  • Die bestehenden Befugnisse der EBA werden gest√§rkt, sodass die EBA im Falle von Unt√§tigkeit nationaler Beh√∂rden als letzte Instanz Entscheidungen direkt an einzelne Unternehmen des Finanzsektors richten kann.
  • Die Qualit√§t der Beaufsichtigung wird durch gemeinsame Standards, regelm√§√üige √úberpr√ľfungen der nationalen Aufsichtsbeh√∂rden und Risikoabsch√§tzungen gest√§rkt.
  • Die Erfassung von Informationen √ľber Risiken und Trends bei der Bek√§mpfung der Geldw√§sche und der Austausch solcher Informationen zwischen den nationalen Aufsichtsbeh√∂rden wird gef√∂rdert (sogenannte Datenknoten).
  • Die Zusammenarbeit mit Drittstaaten in grenz√ľberschreitenden F√§llen soll erleichtert werden.
  • Ein neuer st√§ndiger Ausschuss wird eingerichtet, der die nationalen Aufsichtsbeh√∂rden f√ľr die Bek√§mpfung von Geldw√§sche zusammenbringt.

Am 4. Dezember 2018 hat der Rat der Europ√§ischen Union nun einen neuen Aktionsplan¬†zur Bek√§mpfung von Geldw√§sche und Terrorismusfinanzierung als Reaktion auf die j√ľngsten Geldw√§sche-Skandale in einigen EU-Banken (bspw. Danske Bank, ING, Deutsche Bank) verabschiedet. Der neue Aktionsplan soll die legislativen √Ąnderungen durch kurzfristigen Ma√ünahmen nicht-gesetzgeberischer Art erg√§nzen:

  1. Ermittlung der Faktoren, die zu den j√ľngsten F√§llen von Geldw√§sche in EU-Banken beitrugen, um zus√§tzliche mittel- und langfristige Ma√ünahmen fundierter abzuleiten;
  2. Erhebung einschlägiger Risiken von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sowie von geeigneten Aufsichtspraktiken, um diesen entgegenzuwirken;
  3. Erhöhung der aufsichtlichen Konvergenz und bessere Einbeziehung der Aspekte der Geldwäschebekämpfung in den Aufsichtsprozess;
  4. Gew√§hrleistung einer effektiven Zusammenarbeit zwischen den f√ľr die Finanzaufsicht und den f√ľr die Bek√§mpfung der Geldw√§sche zust√§ndigen Beh√∂rden;
  5. Präzisierung von Aspekten in Bezug auf den Entzug von Bankzulassungen bei Fällen von schwerwiegenden Verstößen;
  6. Verbesserung der Aufsicht und Austausch von Informationen zwischen den einschlägigen Behörden;
  7. Austausch bewährter Verfahren und Feststellung von Gemeinsamkeiten zwischen nationalen Behörden;
  8. Verbesserung der Kapazität der Europäischen Aufsichtsbehörde zur besseren Nutzung der bestehenden Aufsichtsbefugnisse und -instrumente.

Die √Ąnderungen, insbesondere die Ausweitung der Kompetenzen der EBA im Hinblick auf die Geldw√§schebek√§mpfung, bedeuten einerseits eine schnellere Angleichung der unterschiedlichen Regelwerke in den EU-Mitgliedstaaten und andererseits eine weitere Zentralisierung der Geldw√§scheaufsicht in der EU. Des Weiteren f√ľhren die oben beschriebenen √Ąnderungen zu einer proaktiveren und intensiveren Rolle der Aufsichtsbeh√∂rden in der Geldw√§schebek√§mpfung. Auf Basis der vereinbarten kurzfristigen Ma√ünahmen aus dem Aktionsplan sind weitere mittel- bzw. langfristige legislative Ma√ünahmen zu erwarten.

Wir empfehlen den Verpflichteten, die √Ąnderungen auf der EU-Ebene zu verfolgen und sich auf die weiter zunehmende Aufsichtsintensit√§t einzustellen.

Haben Sie Fragen oder sehen Sie Diskussionsbedarf zu den √Ąnderungen? Wir sind gerne f√ľr Sie da, sprechen Sie uns an!

 

[KN1]https://ec.europa.eu/info/publications/180912-esas-review-money-laundering_en

Link auf:

[KN2]https://www.consilium.europa.eu/de/press/press-releases/2018/12/04/money-laundering-council-adopts-conclusions-on-an-action-plan-for-enhanced-monitoring/

MiFID II-Webinar, Folge 5: Anforderungen an die Geschäftsleitung und die Sachkunde bestimmter Mitarbeiter

Der f√ľnfte Beitrag der PwC Webinar-Reihe zum Thema „WpHG-Pr√ľfung nach MiFID II“ ist ver√∂ffentlicht.

Der erste Teil des aktuellen Webinars widmet sich den Anforderungen, die die Gesch√§ftsleitung eines Wertpapierdienstleistungsunternehmens zu erf√ľllen hat. Nach einem √úberblick √ľber die Rechtsquellen dieser Anforderungen wird auf das Verh√§ltnis zu den Anforderungen des ¬ß 25a KWG in Bezug auf das Wertpapierdienstleistungs- und -nebendienstleistungsgesch√§ft eingegangen. Weiterhin wird die Verantwortung der Gesch√§ftsleitung auch f√ľr unternehmensexterne Interessen, wie beispielsweise f√ľr Kunden und den Kapitalmarkt dargestellt und erl√§utert, dass sich die Unternehmensstrategie an den Bed√ľrfnissen der Kunden des Wertpapierdienstleistungsinstituts auszurichten hat. Au√üerdem wird die geforderte fortlaufende √úberwachung und regelm√§√üige √úberpr√ľfung der entsprechenden Regelungen und Prozesse beschrieben. Im Rahmen dessen wird insbesondere auf die √úberwachung des Produktfreigabeprozesses gem√§√ü ¬ß 81 Abs. 4 WpHG eingegangen. Nach dem Aufzeigen der von den Gesch√§ftsleitern zu erf√ľllenden Anforderungen wird dieser Teil des Webinars mit einem √úberblick √ľber aktuelle Diskussionspunkte in diesem Thema sowie die Schwerpunkte in der Pr√ľfung der Anforderungen an die Gesch√§ftsleitung nach ¬ß 89 WpHG abgerundet.

Im zweiten Teil des Webinars geht es um das Thema „Sachkunde“. Im Rahmen dessen werden die verschiedenen Mitarbeitergruppen vorgestellt, f√ľr die explizite Anforderungen an deren Sachkunde bestehen. F√ľr jede Mitarbeitergruppe werden die einzelnen Anforderungen vorgestellt und Unterschiede im Hinblick auf die Anforderungen herausgestellt. Au√üerdem werden die Sachgebiete, zu denen Kenntnisse und ihre praktische Anwendung gefordert sind, dargestellt und die Dokumente vorgestellt, anhand derer die Sachkunde nachgewiesen werden kann. Abschlie√üend werden Aspekte aufgezeigt, die im Rahmen der Pr√ľfung nach ¬ß 89 WpHG zur Einhaltung der Anforderungen an die Gesch√§ftsleitung betrachtet werden.

Wir w√ľnschen Ihnen ein interessantes Webinar.

 

F√ľr einen fortf√ľhrenden Austausch laden wir Sie herzlich zu unserer

Telefonkonferenz am Mittwoch, den 5. Dezember 2018 um 17 Uhr ein.

F√ľr den Erhalt der Zugangsdaten f√ľr die Teilnahme an der Telefonkonferenz und Informationen zu weiteren Webinaren senden Sie uns bitte eine Email mit dem Stichwort ‚Äěwebinar‚Äú an ‚ÄěWebinar_MiFID_II@de.pwc.com‚Äú. Die Teilnahme an diesem Termin ist entgeltfrei.

Wir freuen uns, Sie zum telefonischen Austausch begr√ľ√üen zu d√ľrfen.

MiFID II-Webinar, Folge 4: Geeignetheitserklärung und Best Execution

Der vierte Beitrag der PwC Webinar-Reihe zum Thema „WpHG-Pr√ľfung nach MiFID II“ ist ver√∂ffentlicht.

Der erste Teil des aktuellen Webinars widmet sich der „Erkl√§rung √ľber die Geeignetheit der Empfehlung“ (Geeignetheitserkl√§rung), die ein Wertpapierdienstleistungsunternehmen bei jeder Anlageberatung gegen√ľber einem Privatkunden diesem vor Vertragsschluss zur Verf√ľgung stellen muss. Hierzu werden zun√§chst die rechtlichen Grundlagen f√ľr die Anforderungen an eine Geeignetheitserkl√§rung aufgef√ľhrt. Im Rahmen dessen erfolgt ein Vergleich zu dem fr√ľher anzufertigenden Beratungsprotokoll. Anschlie√üend werden die Aspekte zur √úberpr√ľfung der Geeignetheit von Finanzinstrumenten f√ľr einen Kunden vorgestellt. Abgerundet wird der erste Teil dieses Webinars mit der Darstellung von Schwerpunkten bei der Pr√ľfung der Einhaltung der Anforderungen im Zusammenhang mit der Erstellung einer Geeignetheitserkl√§rung nach ¬ß 89 WpHG.

Im Rahmen des zweiten Teil des Webinars werden zun√§chst die Anforderungen an die Erstellung von Ausf√ľhrungsqualit√§tsberichten durch Ausf√ľhrungspl√§tze (Regulierte M√§rkte, MTF, OTF, Systematische Internalisierer, Market Maker, sonstige Liquidit√§tsgeber) dargestellt. In diesem Zusammenhang wird darauf eingegangen, dass die Wertpapierdienstleistungsunternehmen die im Ausf√ľhrungsqualit√§tsbericht der Ausf√ľhrungspl√§tze enthaltenen Informationen f√ľr die Erstellung ihrer Ausf√ľhrungsgrunds√§tze nutzen m√ľssen. Des Weiteren wird auf die in diesem Zusammenhang aktuell noch am Markt diskutierten Aspekte und getroffenen Arbeitsannahmen eingegangen.
Weiterhin wird Ihnen ein √úberblick √ľber Inhalt und Struktur der von Wertpapierdienstleistungsunternehmen zu erstellenden Top5 Reports sowie deren Nutzung als Instrument zur Beurteilung der Ausf√ľhrungspraxis eines Wertpapierdienstleistungsunternehmens vermittelt. Im Anschluss hieran wird √ľber die Anforderungen an die Erstellung von Ausf√ľhrungsqualit√§tsberichten durch Wertpapierdienstleistungsunternehmen berichtet. Abgerundet wird der Teil des Vortrags mit einem √úberblick √ľber aktuellen Diskussionen und Themen hierzu in der Praxis.
Abschlie√üend erhalten Sie ein Bild √ľber die Schwerpunkte bei der Pr√ľfung zur Einhaltung der Anforderungen an das Thema „Best Execution“ im Rahmen der Pr√ľfung nach ¬ß 89 WpHG.

Wir w√ľnschen Ihnen ein interessantes Webinar.

F√ľr einen fortf√ľhrenden Austausch laden wir Sie herzlich zu unserer

Telefonkonferenz am 7. November 2018 um 17 Uhr.

F√ľr den Erhalt der Zugangsdaten f√ľr die Teilnahme an der Telefonkonferenz und Informationen zu weiteren Webinaren senden Sie uns bitte eine Email mit dem Stichwort „webinar“ an „Webinar_MiFID_II@de.pwc.com“. Die Teilnahme an diesem Termin ist entgeltfrei.

Wir freuen uns, Sie zum telefonischen Austausch begr√ľ√üen zu d√ľrfen.

EU verabschiedet schärfere Vorschriften gegen Geldwäsche

Der Rat hat am 11. Oktober 2018 eine neue Richtlinie 2016/0414 (COD) √ľber die Bek√§mpfung der Geldw√§sche angenommen. Mit dieser Richtlinie werden neue strafrechtliche Bestimmungen zur Sanktionierung von Kriminellen geschaffen; insbesondere sollen terroristische Aktivit√§ten st√§rker sanktioniert werden. Unter anderem soll einschl√§gig straff√§llig gewordenen Personen zuk√ľnftig der Zugang zu Finanzmitteln abgeschnitten und verwehrt werden.

Die Richtlinie erg√§nzt in strafrechtlicher Hinsicht die am 30. Mai 2018 verabschiedete Richtlinie (EU) 2018/843 (‚Äě5. EU-Geldw√§sche-Richtlinie‚Äú)¬†zur Verhinderung der Nutzung des Finanzsystems zum Zwecke der Geldw√§sche und der Terrorismusfinanzierung. Die 5. EU-Geldw√§sche-Richtlinie muss bis zum 10. Januar 2020 in nationales Recht umgesetzt werden.

Die wesentlichen Umsetzungspunkte der kurzen COD-Richtlinie betreffen die folgenden Themen:

  • Die Mitgliedstaaten haben Mindestvorschriften f√ľr die Definition von Straftatbest√§nden und Sanktionen im Bereich der Geldw√§sche zu definieren. Gem√§√ü Artikel 5 soll Geldw√§sche k√ľnftig mit einer Freiheitsstrafe von bis zu vier¬†Jahren geahndet werden. Ebenso k√∂nnen zus√§tzliche Sanktionen und Ma√ünahmen wie Geldstrafen sowie vor√ľbergehender oder dauerhafter Ausschluss vom Zugang zu √∂ffentlichen Finanzmitteln verh√§ngt werden. Erschwerende Umst√§nde gelten bei Verbindungen zu kriminellen Organisationen oder bei Verst√∂√üen im Zusammenhang mit der Aus√ľbung bestimmter beruflicher T√§tigkeiten. Insgesamt stellen die √Ąnderungen f√ľr Deutschland keine wesentlichen √Ąnderungen dar. √úber ¬ß 261 StGB sowie auch Regelungen des Wettbewerbsregistergesetzes (WRegG) existieren bereits weitgehend entsprechende Regelungen f√ľr Freiheitsstrafen sowie auch f√ľr den vor√ľbergehenden oder dauerhaften Ausschluss vom Zugang zu √∂ffentlichen Finanzmitteln.
  • Weiterhin sollen die Mitgliedsstaaten M√∂glichkeiten einrichten, auch juristische Personen auf verschiedene Weise zu bestrafen (zum¬†Beispiel durch Ausschluss von √∂ffentlichen Mitteln, Unterstellung unter richterliche Aufsicht, gerichtlich angeordnete Aufl√∂sung etc.). Die Verordnung folgt damit einem allgemeinen Trend Unternehmen in die Verantwortung zu nehmen und zu sanktionieren.
  • In Artikel 10 werden die Zust√§ndigkeit und Zusammenarbeit zwischen Mitgliedsstaaten bei grenz√ľberschreitenden Verfahren konkretisiert. Er enth√§lt Ausf√ľhrungen zur Zust√§ndigkeit bei gerichtlichen Verfahren sowie zur Einbeziehung der EU-Justizbeh√∂rde Eurojust (Den Haag), welche zur Aufgabe hat grenz√ľberschreitende Strafverfahren auf europ√§ischer Ebene zu koordinieren.

Die Veröffentlichung der Richtlinie im Amtsblatt der EU wird in den nächsten Wochen folgen. Anschließend ist sie durch die Mitgliedstaaten innerhalb von 24 Monate in nationales Recht umzusetzen.

Haben Sie Fragen oder sehen Sie Diskussionsbedarf zu den √Ąnderungen? Wir sind gerne f√ľr Sie da, sprechen Sie uns an!

MiFID II-Webinar, Folge 3: Kostentransparenz und Zielmarkt

Der dritte Beitrag der Webinar-Reihe von PwC zum Thema „WpHG-Pr√ľfung nach MiFID II“ ist ver√∂ffentlicht.

Das Thema Kostentransparenz bildet den ersten Teil des aktuellen Webinars. Nach Vorstellung der Intention der Vorgaben zur Kostentransparenz werden die einzelnen Anforderungen entsprechend der Kundenklassen aufgezeigt und deren inhaltliche Ausgestaltung erl√§utert. Es wird detailliert auf die Anforderungen an den Inhalt, den Zeitpunkt und die Methodik der Offenlegung eingegangen. Das Thema wird mit Blick auf die Schwerpunkte bei der Pr√ľfung der Anforderungen an die Kostentransparenz abgeschlossen.

Im zweiten Teil des aktuellen Webinars geht es um das Thema Zielmarkt, einer neuen wesentlichen Komponente der Product Governance aus MiFID II.¬†Grunds√§tzlich ist f√ľr jedes Finanzinstrument ein Zielmarkt festzulegen. Dieser wird durch gr√∂√ütenteils europaweit einheitlichen Kriterien definiert. Im aktuellen Webinar werden die acht Kriterien des Zielmarktes vorgestellt und beschrieben, die in Deutschland einheitlich angewendet werden (Kundenklassifizierung, Kenntnisse und Erfahrungen, finanzielle Verlusttragf√§higkeit, Anlageziele, Anlagehorizont, Risikoindikator und Risiko-/Renditeprofil, Vertriebsstrategie).
Neben diesem sogenannten positiven Zielmarkt wird der negative Zielmarkt vorgestellt. Aus diesem geht hervor, f√ľr welchen Kundenkreis ein Finanzinstrument gerade nicht geeignet ist.¬†In diesem Zusammenhang wird dem „abstrakten Zielmarkt“ der „konkrete Zielmarkt“ gegen√ľbergestellt. Der Konzepteur eines Finanzinstruments erstellt erstgenannten auf Basis theoretischer Kenntnisse und Erfahrungen in Bezug auf Produkte, Finanzm√§rkte und Endkunden, wohingegen der Vertreiber auf dieser Grundlage einen Abgleich vornimmt und den abstrakten Zielmarkt des Konzepteurs auf den konkreten Endkunden √ľbertr√§gt.
Im Weiteren wird auf das Produktfreigabeverfahren eingegangen, das grunds√§tzlich f√ľr jedes Finanzinstrument einzurichten ist. Neben der Festlegung des Zielmarktes als eine Komponente des Produktfreigabeverfahrens muss ein Wertpapierdienstleistungsunternehmen regelm√§√üig die Belastbarkeit und die Zweckm√§√üigkeit eines Produktes pr√ľfen, die Compliance-Funktion muss in der Lage sein, Risiken fr√ľh zu erkennen und die Gesch√§ftsleiter eines Wertpapierdienstleistungsunternehmens haben den Prozess des Produktfreigabeverfahrens wirksam zu √ľberwachen. Es werden ebenfalls die Kriterien vorgestellt, die Konzepteure bei der Entwicklung von Produkten beachten m√ľssen. Abgerundet wird dieses Thema mit einem Blick auf die vorzunehmende Szenarioanalyse sowie die f√ľr die √úberpr√ľfung eines Finanzinstruments einzuholenden Informationen. Zum Schluss werden aktuelle Diskussionspunkte vorgestellt und auf die Pr√ľfung der Anforderungen an den Zielmarkt im Rahmen der WpHG-Pr√ľfung eingegangen.

Wir w√ľnschen Ihnen ein interessantes Webinar.

F√ľr einen fortf√ľhrenden Austausch laden wir Sie herzlich zu unserer

Telefonkonferenz am 16. Oktober 2018 von 17 Uhr bis 19 Uhr ein.

F√ľr den Erhalt der Zugangsdaten f√ľr die Teilnahme an der Telefonkonferenz und Informationen zu weiteren Webinaren senden Sie uns bitte eine E-mail mit dem Stichwort „webinar“ an „Webinar_MiFID_II@de.pwc.com„. Die Teilnahme an diesem Termin ist entgeltfrei.

Wir freuen uns, Sie zum telefonischen Austausch begr√ľ√üen zu d√ľrfen.

BaFin Rundschreiben 12/2018 (GW) zu Hochrisiko-Staaten

Die BaFin hat am 5. September 2018 das Rundschreiben 12/2018 (GW) ver√∂ffentlicht. In diesem Rundschreiben werden Drittstaaten genannt, die in ihren Systemen zur Bek√§mpfung von Geldw√§sche und Terrorismusfinanzierung strategische M√§ngel aufweisen und damit wesentliche Risiken f√ľr das internationale Finanzsystem darstellen.

Drittstaaten mit hohem Risiko sind demnach: Nordkorea, Iran, Afghanistan, Bosnien und Herzegowina, Guyana, Irak, Laos, Syrien, Uganda, Vanuatu, Jemen, √Ąthiopien, Sri Lanka, Trinidad und Tobago sowie Tunesien. Dar√ľber hinaus wird in den Kapiteln II. und III. des Rundschreibens auf Ausf√ľhrungen der FATF zum Umgang mit Gesch√§ftsbeziehungen zu weiteren L√§ndern hingewiesen.

Haben Sie Fragen oder sehen Sie Diskussionsbedarf zum Rundschreiben? Wir sind gerne f√ľr Sie da, sprechen Sie uns an!

MiFID II-Webinar, Folge 2: Telefonaufzeichnungen und ausgewählte Themen der MaComp

Der zweite Beitrag der neuen Webinar-Reihe von PwC zum Thema „WpHG-Pr√ľfung nach MiFID II“ ist ver√∂ffentlicht. Dieser widmet sich zum einen den Anforderungen an Telefonaufzeichnungen und zum anderen ausgew√§hlten Themen aus dem Rundschreiben 05/2018 (WA) – Mindestanforderungen an die Compliance-Funktion und weitere Verhaltens-, Organisations- und Transparenzpflichten – MaComp.

Der erste Abschnitt des Webinars widmet sich den Anforderungen an Telefonaufzeichnungen und aktuellen Diskussionspunkten zu diesem Thema. Hier wird auf konkrete Aspekte der Start-/Stop-Funktion sowie auf ausgew√§hlte Kommunikationsformen, beispielsweise Mobiltelefon, Chat und den Einsatz privater Kommunikationsmittel eingegangen. Es werden organisatorische und inhaltliche Aspekte von Telefonaufzeichnungen vorgestellt, die Gegenstand der Pr√ľfung nach ¬ß 89 Abs. 1 WpHG sind.

Im zweiten Abschnitt des Webinars wird auf ausgew√§hlte Fragestellungen aus der Praxis zur Pr√ľfung der Anforderungen an Auslagerungen, das Beschwerdemanagement, das Ma√ünahmenverzeichnis im Zusammenhang mit Zuwendungen und den Algorithmischer Handel eingegangen. Im Zusammenhang mit Auslagerungen bilden der Umgang mit der inkongruenten Definition einer „Auslagerung“ zwischen AT 9 MaRisk und Art. 30 Delegierte Verordnung (EU) 2017/565 sowie die Erf√ľllung der Anforderungen im Zusammenhang mit der Auslagerung ausschlaggebender oder wichtiger betrieblicher Aufgaben die Schwerpunkte im Rahmen der Pr√ľfung dieses Themas. Bei der Pr√ľfung der Anforderungen an das Beschwerdemanagement dienen Art. 26 Delegierte Verordnung (EU) 2017/565 und BT 12 MaComp als Grundlage. Auch wenn der Beschwerdebericht gem√§√ü BT 12.2 MaComp erstmals zum 1. M√§rz 2019 einzureichen ist, sollten die entsprechenden Informationen bereits aktuell erhoben werden. Die Pr√ľfung des gem√§√ü BT 10.3 MaComp zu erstellenden Ma√ünahmenverzeichnisses beinhaltet unter anderem die Anlage und laufende F√ľhrung des Verzeichnisses sowie die Plausibilisierung der darin aufgef√ľhrten Ma√ünahmen. Erfolgte die Pr√ľfung des Themas „Algorithmischer Handel“ bisher sowohl im Rahmen der Jahresabschlusspr√ľfung als auch der WpHG-Pr√ľfung, so wird diese aufgrund der Aufhebung des Rundschreibens 6/2013 (BA) nunmehr ausschlie√ülich im Rahmen der Pr√ľfung nach ¬ß 89 Abs. 1 WpHG durchgef√ľhrt. Grundlage f√ľr die Pr√ľfung dieses Themas bilden die im WpHG und Delegierten Verordnungen enthaltenen Anforderungen an den Algorithmischen Handel.

Wir w√ľnschen ein interessantes Webinar.

F√ľr einen fortf√ľhrenden Austausch laden wir Sie herzlich zu unserer

Telefonkonferenz am Mittwoch, den 5. September 2018 von 17 Uhr bis 19 Uhr ein. 

F√ľr den Erhalt der Zugangsdaten f√ľr die Teilnahme an der Telefonkonferenz und Informationen zu weiteren Webinaren senden Sie uns bitte eine Email mit dem Stichwort „webinar“ an „Webinar_MiFID_II@de.pwc.com“. Die Teilnahme an diesem Termin ist entgeltfrei.

Wir freuen uns, Sie zum telefonischen Austausch begr√ľ√üen zu d√ľrfen.

Das Modell der drei Verteidigungslinien im Kontext der MiFID II ‚Äď Konzeption eines integrierten Kontrollansatzes zur Kostensenkung

Wertpapierdienstleitungsunternehmen bleiben durch Regulierungen wie MiFID II, die neuen MaRisk oder die 4.¬†EU Geldw√§scherichtlinien weiterhin unter regulatorischem Druck. Damit steigt das Risiko gegen regulatorische Vorgaben zu versto√üen und Schaden durch Strafzahlungen, Reputationsverluste sowie sinkenden Kundenzufriedenheit zu erleiden. Zu den gesch√§ftlichen Risiken kommen ein pers√∂nliches Haftungsrisiko und ein strafrechtliches Risiko f√ľr Unternehmensorgane. Durch unsere Konzeption eines integrierten Kontrollansatzes, der eine Optimierung des Zusammenspiels der drei Verteidigungslinien aus operativen Fachbereichen, WpHG-Compliance-Funktion und Interner Revision im Rahmen des internen Kontrollsystems zum Ziel hat, kann diesen Herausforderungen begegnet und Kosten reduziert werden. Ein Ansatz, den auch der Regulator bereits aufgegriffen hat. So empfehlen die neuen MaComp in BT¬†1.2.1.2¬†Nr.¬†7, dass andere Kontrollfunktionen ihre Pr√ľfungshandlungen mit den √úberwachungshandlungen der Compliance-Funktion koordinieren. Des Weiteren berichtet das BaFinJournal 02/2018 √ľber die Ergebnisse der Marktuntersuchung der BaFin zu den Internen Kontrollsystemen bei Banken und Sparkassen. Hier wird die Koordination der Kontrollhandlungen verschiedener Organisationseinheiten als Optimierungspotenzial identifiziert.

Das Ziel eines integrierten Kontrollansatzes ist es, Kostensenkungen durch einen wirtschaftlichen Ansatz bei der Reduzierung der regulatorischen Risiken zu erzielen. Dazu m√ľssen die drei Verteidigungslinien so aufeinander abgestimmt werden, dass ein engmaschiges Netz von Kontrollen und √úberwachungshandlungen entsteht, dass regulatorische Verst√∂√üe verhindert oder zeitnah aufdeckt (siehe Abbildung 1). So wird verhindert, dass keine vor dem Hintergrund des zugrundeliegenden Risikos und der bereits implementierten risikoreduzierenden Vorkehrungen √ľberfl√ľssigen Kontrollen und √úberwachungshandlungen durchgef√ľhrt werden und somit unn√∂tige Kosten entstehen.

Um √úberwachungsl√ľcken und Redundanzen auszuschlie√üen und das Sicherheitsniveau zu erh√∂hen m√ľssen beim Zusammenwirken der drei Verteidigungslinien die folgenden Koordinationsparameter beachtet werden:

Als grundlegender Schritt muss eine integrierte Risikoanalyse eingef√ľhrt werden. Durch die Verwendung einer einheitlichen Systematik zur Risikoanalyse gehen alle drei Verteidigungslinien bei der Erhebung von Risiken einheitlich vor und betrachten die gleichen Analyseobjekte. Die Verwendung einheitlicher Bewertungskriterien erm√∂glicht es allen drei Verteidigungslinien ihre Risikoeinsch√§tzungen zu vergleichen und zu validieren. In der Folge k√∂nnen die Bruttorisiken durch Prozessgestaltung und Kontrollen in den Fachbereichen sowie Kontrollen und pr√§ventive Ma√ünahmen wie Schulungen der Compliance-Funktion und der Internen Revision auf vertretbare Nettorisiken reduziert werden. Durch unseren modularen Ansatz erm√∂glichen wir eine reibungslose Einf√ľhrung. Schon durch diesen grundlegenden Schritt werden Kostensenkungen erzielt.

Aufbauend auf der integrierten Risikoanalyse folgt als wichtigster Schritt der zwischen den drei Verteidigungslinien abgestimmte integrierte Kontrollansatz. Dieser erm√∂glicht ohne Reibungsverluste Kontrollt√§tigkeiten zu planen und durchzuf√ľhren. Hierdurch k√∂nnen die Kosten bei einer festgelegten Pr√ľfungstiefe gesenkt werden oder bei stabilen Kosten eine h√∂here Pr√ľfungstiefe erreicht werden. PwC hat dazu ein einen modularen Ansatz entwickelt, der es erm√∂glicht, anhand nur eines Pr√ľfungsgebietes den Ansatz zu implementieren und diesen dann nach den Bed√ľrfnissen des Kunden Zug um Zug auf andere Pr√ľfungsgebiete zu √ľbertragen.

Unsere Konzeption eines integrierten Kontrollansatzes ermöglicht Ihnen somit:

  • eine einfache und reibungslose Einf√ľhrung durch unseren modularen Ansatz,
  • Kostensenkungen schon ab der Phase der integrierten Risikoanalyse und
  • Kostenoptimierung bei einem gew√§hrleisteten Sicherheitsniveau.

Gerne unterst√ľtzen wir Sie dabei, der zunehmenden Regulierung in einem komplexen Gesch√§ftsumfeld wirtschaftlich zu begegnen.

Methodology for identifying high risk third countries under Directive (EU) 2015/849

Die Europ√§ische Kommission hat am 22. Juni 2018 die ‚ÄúMethodology for identifying high risk third countries under Directive (EU) 2015/849‚ÄĚ ver√∂ffentlicht. Hiermit legt die EU-Kommission ihren methodischen Ansatz zur Ermittlung von Drittstaaten offen, die in ihren Systemen zur Bek√§mpfung von Geldw√§sche und Terrorismusfinanzierung strategische M√§ngel aufweisen und damit wesentliche Risiken f√ľr das internationale Finanzsystem darstellen.

Gem√§√ü Artikel 9 der Richtlinie (EU) 2015/849 (‚Äě4.¬†EU-Geldw√§scherichtlinie‚Äú) hat die EU-Kommission die Aufgabe, durch delegierte Rechtsakte eine Liste von Drittl√§ndern mit erheblichen M√§ngel im Bereich Geldw√§sche oder Terrorismusfinanzierung zu erstellen. Bislang folgte die EU-Kommission bei dieser EU-Liste den Empfehlungen der Financial Action Task Force (FATF). Im Juli 2017 hat die EU-Kommission angek√ľndigt, dass eine eigene Methode zur Bewertung von Drittl√§ndern entwickelt werden soll. Die Bewertungskriterien der EU-Kommission basieren auf den folgenden, in Artikel 9 der 4. EU-Geldw√§scherichtlinie genannten Kriterien:

  • M√§ngel im rechtlichen und institutionellen Rahmen zur Bek√§mpfung von Geldw√§sche und Terrorismusfinanzierung des Drittlandes.
  • M√§ngel hinsichtlich der Bek√§mpfung von Geldw√§sche und Terrorismusfinanzierung sowie in der Zusammenarbeit mit den zust√§ndigen Beh√∂rden und den Mitgliedstaaten.
  • Mangelhaftes AML/CFT-System zur Bek√§mpfung von Geldw√§sche oder Terrorismusfinanzierung.

Auf der Grundlage dieser Kriterien erfolgt die Gesamtbewertung wie folgt:

Mängel-
kategorie
Beschreibung
Gering Das Land hat robuste AML/CTF-Systeme oder weist nur geringf√ľgige M√§ngel auf.
Mittel Das Land weist moderate bis signifikante Mängel hinsichtlich der AML/CTF-Systeme auf.
Hoch Das Land weist signifikante Mängel  hinsichtlich der AML/CTF-Systeme auf

Drittstaaten mit hohen M√§ngeln werden immer auf die EU-Liste der risikoreichen L√§nder gesetzt. L√§nder mit moderaten oder geringen M√§ngeln werden nur dann auf die EU-Liste gesetzt, sofern die EU-Kommission die festgestellten M√§ngel als ‚Äěstrategisch‚Äú betrachtet.

Die Erarbeitung der EU-Liste der risikoreichen Länder erfolgt in drei aufeinander aufbauenden Schritten:

  • Im ersten Schritt nimmt die EU-Kommission eine Vorpr√ľfung vor, um die L√§nder zu bestimmen die bewertet werden sollen. Zus√§tzlich soll in diesem ersten Schritt das Priorit√§tsniveau bestimmt werden.
  • Im zweiten Schritt bewertet die EU-Kommission die AML/CTF-Systeme der relevanten Drittl√§nder. Sie beginnt mit den L√§ndern der h√∂chsten Priorit√§t. Ziel der EU-Kommission ist es, die Drittstaaten der h√∂chsten Priorit√§t bis Ende 2018 zu bewerten.
  • Im dritten Schritt werden die √ľbrigen L√§nder ab 2019 einer Beurteilung unterzogen. Dieser Schritt soll bis Ende 2025 abgeschlossen sein.

Drittstaaten auf der Liste der EU-Kommission drohen zun√§chst keine Sanktionen. Jedoch sind in der EU t√§tige Unternehmen gem√§√ü der 4. EU-Geldw√§scherichtlinie dazu verpflichtet, im Umgang mit nat√ľrlichen oder juristischen Personen mit Sitz in L√§ndern auf der EU-Liste verst√§rkte Sorgfaltspflichten anzuwenden.

Haben Sie Fragen? Sprechen Sie uns gerne hierzu oder zu weiteren Compliance-Themen an.

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