FIU veröffentlicht Jahresbericht 2013

Die Financial Intelligence Unit (FIU) Deutschland hat am 26. November 2014 ihren Jahresbericht 2013 veröffentlicht.

Der Jahresbericht 2013 der FIU Deutschland gibt einen Überblick über das Hinweisaufkommen, die Rückmeldungen der Staatsanwaltschaften gemäß § 11 Abs. 8 GwG und die Ergebnisse aus der Analyse von Verdachtsmeldungen. Ferner ist der Umfang der nationalen und internationalen Zusammenarbeit der FIU Deutschland beschrieben.

Demnach war das Hinweisaufkommen 2013 im Wesentlichen von zwei Kernentwicklungen geprägt:

Mit 19.095 Verdachtsmeldungen nach den §§ 11 und 14 GwG wurde ein neuer Höchststand seit Bestehen der FIU markiert. Dieser entspricht einem Anstieg von 33% gegenüber dem Vorjahr. Die FIU führt dieses erhöhte Hinweisaufkommen im Wesentlichen auf das Gesetz zur Optimierung der Geldwäscheprävention vom 22. Dezember 2011 zurück, wonach unter anderem die Verdachtsschwelle konkretisiert und der Begriff der „Verdachtsanzeige“ durch den der „Verdachtsmeldung“ ersetzt wurde.

Zugleich stellte die FIU fest, dass die Qualität der Verdachtsmeldungen aufgrund der niedrigeren Verdachtsschwellen für die Erstattung einer Meldung gegenüber den Vorjahren gesunken ist. So ergab zum Beispiel die Auswertung der insgesamt 11.868 bei der FIU Deutschland eingegangenen staatsanwaltschaftlichen Rückmeldungen gemäß § 11 Abs. 8 GwG, dass es sich bei 10.771 und somit ca. 91% um Einstellungsverfügungen handelt. Aus der detaillierten Fallanalyse aller Verdachtsmeldungen konnte die FIU Deutschland weder neue Entwicklungen bei den unter Beobachtung stehenden Trends und Typologien noch neue Methoden der Geldwäsche identifizieren.

Als Konsequenz dieser Kernentwicklungen sieht die FIU für die Zukunft die Herausforderung für alle beteiligten Stellen „eine angemessene Balance zwischen den Faktoren der effizienten Bearbeitung von immer höheren Fallzahlen, begrenzten personellen Ressourcen und Erkennung aller gehaltvollen, herausragenden und sensiblen Sachverhalte unter Beachtung der nationalen und internationalen (rechtlichen) Rahmenbedingungen zu finden“.

 

Bei Fragen zu diesen oder anderen Themen im Bereich Prävention von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und sonstigen strafbaren Handlungen sprechen Sie gerne Herrn Oliver Eis (+49 69 9585 3935, oliver.eis@de.pwc.com) an.

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