Compliance FS Blog

Das untersch√§tzte Risiko ‚Äď Haben Sie Ihre ¬ß 24c KWG-Meldungen im Griff? Datenabruf im Kontext der 5. EU-Geldw√§scherichtlinie.

 

Wussten Sie, dass…

… die zu meldenden Angaben ab 2020 drastisch steigen?

… das Verfahren als europäisches Vorbild im Kontext der 5. EU-Geldwäscherichtlinie dient?

‚Ķ das Kontoabrufverfahren verpflichtend durch die Interne Revision zu pr√ľfen ist?

… das bei Verstößen gegen die Vorgaben des § 24c KWG Bußgelder verhängt werden können?

 


 

Durch die neuen gesetzlichen Anforderungen und insbesondere durch die europaweite Verzahnung der Abrufsysteme wird ein Fokus auf die Korrektheit der Meldungen und der darunterliegenden Datenqualität gelegt.

Gerne unterst√ľtzen wir Sie bei der Umsetzung der Einhaltung der aktuellen bzw. bei der Implementierung der neuen gesetzlichen Anforderungen. Im Zuge dessen m√∂chten wir Ihnen gerne unsere Digitale L√∂sung vorstellen: Den DataCruncher 24c.

Der DataCruncher 24c ermöglicht es den gesamten 24c-Datenbestand auszuwerten. Wir erheben Ihre 24c-Meldedateien, lassen diese durch unsere Datenladestrecke laufen und der DataCruncher 24c analysiert Ihre Meldungen auf Knopfdruck in unterschiedliche Dimensionen:

  • Auswertung Ihres Datenbestandes in KPIs
  • Durchf√ľhrung von Vollst√§ndigkeits- und Plausibilisierungs√ľberpr√ľfungen

Ferner ist der DataCruncher 24c in der Lage, Ihren gesamten Datenbestand graphisch aufzubereiten. Gerne werten wir die plausibilisierten Daten f√ľr Sie aus und stellen Ihnen unser Ergebnis mittels der im DataCruncher 24c implementierten Exportfunktionen zur Verf√ľgung.

Bleiben Sie am Ball! Unsere toolbasierte Aufbereitung von Daten erm√∂glicht es, regulatorische Sicherheit mit optimaler zeitlicher Effizienz zu erlangen. 

Haben Sie Fragen oder Interesse an einem gemeinsamen Projekt zu diesem Thema? Erfahren Sie hier mehr zu unseren Lösungen.

Sprechen Sie uns gerne hierzu oder zu weiteren Compliance-Themen an. Wir freuen uns mit Ihnen in Kontakt zu treten.

Missbrauch des Video-Ident-Verfahrens

In Ihrer Mitteilung vom 26.¬†M√§rz 2019 warnt die BaFin vor ungewollten Kontoer√∂ffnungen mittels des Video-Ident-Verfahrens. Die BaFin f√ľhrt aus, dass Kunden im Rahmen von angeblichen/fingierten Online-Bewerbungsverfahren in Online-Portalen dazu gebracht werden, ihre pers√∂nlichen Daten preiszugeben und am Video-Ident-Verfahren von ‚ÄěPartnerbanken‚Äú bzw. im Rahmen eines ‚ÄěTestauftrags‚Äú zur Qualit√§tssicherung teilzunehmen. Die unter den Namen der unwissenden Kunden er√∂ffneten Konten werden dann von den T√§tern f√ľr kriminelle Zwecke, z.B. zur Geldw√§sche oder f√ľr den Betrieb von Fakeshops, verwendet.

Um diesen Risiken zu begegnen, haben Anbieter von Video-Ident-Verfahren entsprechende Pr√§ventionsma√ünahmen implementiert. Dabei soll insbesondere auch abgekl√§rt werden, ob der Kunde sich dar√ľber im Klaren ist, dass er ein Konto bei dem entsprechenden Kreditinstitut er√∂ffnet. Allerdings ist der BaFin-Berichterstattung zu entnehmen, dass die Kunden beim sogenannten ‚ÄěTestauftrag‚Äú auf die Fragen der Anbieter, die zur Verhinderung einer unbeabsichtigten Er√∂ffnung eines Kontos gestellt werden, vorbereitet werden. Der BaFin zufolge sollen die Kunden von den T√§tern angewiesen werden, bewusst zu l√ľgen und den wahren Grund der Identifizierung nicht preiszugeben. Die BaFin empfiehlt betroffenen Kunden, die glauben, auf Betr√ľger hereingefallen sein, so schnell wie m√∂glich eine Anzeige bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft zu erstatten und sich bei dem betroffenen Kreditinstitut zu melden.

Die BaFin nennt beispielhaft die folgenden Warnsignale, die auf einen Betrug mittels Video-Ident-Verfahren hindeuten:

  • Mitteilung √ľber fehlenden pers√∂nlichen Kontakt bei einem Bewerbungsverfahren,
  • Teilnahme an einem Video-Ident-Verfahren f√ľr ein Jobangebot,
  • Aufforderung, ein Video-Ident-Verfahren zu testen oder
  • Warnungen oder Hinweise √ľber ein vermeintliches Jobangebot.

Nutzen Sie die Hinweise der BaFin, um Ihre Kunden zeitnah zu sensibilisieren.

Haben Sie Fragen? Sprechen Sie uns gerne hierzu oder zu weiteren Compliance-Themen an.

Kommission möchte Rolle der EBA bei Geldwäschebekämpfung stärken

Am 1. April 2019 ver√∂ffentlichte die Europ√§ische Kommission im Rahmen des Ziels der Errichtung einer Kapitalmarktunion einen Vorschlag zur Schaffung einer wirkungsvolleren und st√§rker integrierten europ√§ischen Finanzaufsicht (ESFS). Davon inbegriffen sind auch Ma√ünahmen zur Bek√§mpfung von Geldw√§sche. So soll die EBA (European Banking Authority) als eine von drei europ√§ischen Finanzaufsichtsbeh√∂rden mehr Kompetenzen im Bereich der Geldw√§schebek√§mpfung erhalten, um eine qualitativ hochwertige Aufsicht und eine wirksame Koordinierung zwischen den verschiedenen Beh√∂rden in den einzelnen Mitgliedsstaaten zu gew√§hrleisten. Ein Grund f√ľr diese Kompetenzneuverteilung sind j√ľngste F√§lle von Geldw√§sche bei Banken innerhalb der EU. So kam die Kommission zu der Ansicht, dass trotz strenger Geldw√§schevorschriften diese nicht immer √ľberwacht und in der gesamten EU wirksam umgesetzt werden.

Durch die Neuregelung soll zun√§chst sichergestellt werden, dass Verst√∂√üe gegen die Geldw√§schevorschriften konsequent untersucht werden. Dazu soll die EBA autorisiert werden, die nationalen Aufsichtsbeh√∂rden zur Untersuchung m√∂glicher Geldw√§schedelikte und zur Ergreifung von Ma√ünahmen (wie Sanktionen) aufzufordern. Bei Nichthandeln der jeweiligen Aufsichtsbeh√∂rde soll sich die EBA als Ultima Ratio auch direkt an die Finanzinstitute wenden k√∂nnen. Die Qualit√§t der Aufsicht soll nach den Vorschl√§gen der Kommission durch regelm√§√üige √úberpr√ľfungen der nationalen Aufsichtsbeh√∂rden und einen erleichterten Informationsaustausch √ľber Risiken und Trends der Geldw√§schebek√§mpfung durch sog. Data-Hubs verbessert werden. Zudem soll durch einen st√§ndigen Ausschuss die Zusammenarbeit zwischen den Aufsichtsbeh√∂rden von Mitgliedsstaaten und jenen von Drittstaaten koordiniert werden.

KEINE Erweiterung der EU-Liste der Hochrisiko-Staaten in Bezug auf Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung

Zu einer Erweiterung der EU-Liste zu Hochrisiko-Staaten in Bezug auf Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung wird es bis auf weiteres nicht kommen.

Der Verordnungsentwurf der Kommission sah eine Aufstockung der sogenannten ‚ÄěSchwarzen Liste‚Äú auf 23 L√§nder vor (siehe dazu PwC Blog-Beitrag ‚ÄěNeue Hochrisiko-Staaten in Bezug auf Geldw√§sche und Terrorismusfinanzierung (ab sp√§testens Mai 2019)‚Äú vom 28. Februar 2019).

Die Mitgliedsstaaten lehnten einstimmig den Verordnungsentwurf der Kommission durch Ratsbeschluss vom 7. M√§rz 2019 ab. Zur Umsetzung des Verordnungsentwurfs bedarf es einer qualifizierten Mehrheit. Die Mitgliedstaaten kritisieren methodische Schw√§chen bei der Erstellung der EU-Liste. Diese sei nicht anhand transparenter und belastbarer Kriterien erfolgt. Des Weiteren sind gem√§√ü der Begr√ľndung des Ablehnungsbescheids der Mitgliedsstaatenpotentiell gelistete Staaten nicht ausreichend befragt und angeh√∂rt worden. Zeitgleich richteten die Mitgliedsstaaten den Appell an die Kommission eine √ľberarbeitete EU-Liste zu erstellen, die h√∂heren Standards entspricht. F√ľr Verpflichtete ergibt sich daraus, dass sie vorerst lediglich verst√§rkte Sorgfaltspflichten bez√ľglich jener Staaten anwenden m√ľssen, die im Rundschreiben 01/2019 der BaFin gelistet sind.

Haben Sie Fragen oder sehen Sie Diskussionsbedarf zum Rundschreiben? Wir sind gerne f√ľr Sie da, sprechen Sie uns an!

Neue Hochrisiko-Staaten in Bezug auf Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung (ab spätestens Mai 2019)

Am 15. Februar 2019 ver√∂ffentlichte die BaFin das aktualisierte Rundschreiben 01/2019 (GW) zu Hochrisiko-Staaten. Hierbei handelt es sich um Drittstaaten, die durch strategische M√§ngel in ihren Systemen zur Bek√§mpfung von Geldw√§sche und Terrorismusfinanzierung h√∂here Risiken f√ľr das internationale Finanzsystem darstellen. Die BaFin bezieht sich in ihrer Verwaltungsauffassung zu Hochrisiko-Staaten auf die Delegierte Verordnung (EU) 2018/1467, welche insgesamt 16 L√§nder mit hohem Risiko listet (siehe Tabelle im Folgenden).

Hervorzuheben ist, dass die Europ√§ische Kommission am 13. Februar 2019 den Entwurf einer neuen Delegierten-Verordnung ver√∂ffentlicht hat und dabei die Anzahl der Hochrisiko-Staaten auf 23 erh√∂ht hat. Hier wurden nunmehr einige L√§nder exkludiert sowie einige neue Staaten aufgenommen (siehe die Tabelle im Folgenden). Als Mitglied der FATF folgt die Europ√§ische Kommission, vorbehaltlich einer eigenen Analyse, grunds√§tzlich der Bewertung der FATF. Das Europ√§ische Parlament und der Rat haben nun einen Monat Zeit (mit potenzieller Verl√§ngerung der Frist um einen Monat), um der Delegierten-Verordnung zuzustimmen. Dass Gegner der Verordnung (insbesondere Frankreich und das Vereinigte K√∂nigreich) die Zustimmung durch den Rat noch verhindern k√∂nnten, gilt laut der Kommission als unwahrscheinlich, da dazu eine qualifizierte Mehrheit von 16 EU-Staaten mit mindestens 65% der EU-Bev√∂lkerung ben√∂tigt wird. Ab dem Zeitpunkt der Zustimmung beider Organe gilt eine √úbergangsfrist von 20 Tagen, bis die Verordnung in Kraft tritt. Somit d√ľrfte die aktualisierte Liste mit den Hochrisiko-Staaten sp√§testens ab Anfang Mai 2019 gelten.

Zu erwarten ist weiterhin, dass sich die BaFin dieser Verordnung ebenfalls anschließt. Als Verpflichtete sollten Sie bereits jetzt entsprechende Maßnahmen in Ihren Häusern einleiten.

Die BaFin folgt zudem der FATF-Erkl√§rung vom 19. Oktober 2018, wonach Nordkorea und der Iran Hochrisikostaaten mit sog. ‚Äěcall for action‚Äú seien und empfiehlt im Hinweisschreiben zudem, L√§nder auf der FATF-Beobachtungsliste (ohne ‚Äěcall for action‚Äú) bei der Pr√§vention von Geldw√§sche und Terrorismusfinanzierung besonders zu ber√ľcksichtigen, ohne dass sich f√ľr diese L√§nder jedoch verpflichtende Sorgfaltspflichten ergeben.

 

Rot = kein Hochrisiko-Staat mehr ; Gr√ľn = Staaten werden hinzugef√ľgt; Fett = Staaten mit ‚Äěcall for action‚Äú

Haben Sie Fragen oder sehen Sie Diskussionsbedarf zum Rundschreiben? Wir sind gerne f√ľr Sie da, sprechen Sie uns an!

 

SRD II – neue Compliance Anforderungen im Corporate Governance Bereich

Die bevorstehende zweite Aktion√§rsrechterichtlinie (EU) 2017/828 (Shareholder Rights Directive II ‚Äď SRD II) legt das neue Rahmenwerk f√ľr die Compliance im Corporate Governance Bereich fest.

Ziel der die Aktion√§rsrechterichtlinie aus 2007 (Richtlinie EU/2007/828) √§ndernden Vorgaben ist die Verbesserung der Mitwirkung der Aktion√§re bei b√∂rsennotierten Gesellschaften in der EU. Die Umsetzung in nationales Recht hat bis zum 10. Juni 2019 zu erfolgen. Das Bundesministerium der Justiz und f√ľr Verbraucherschutz hat bereits am 11. Oktober 2018 einen Referentenentwurf zum Gesetz zur Umsetzung der SRD II ver√∂ffentlicht.

MiFID II-Webinar, Folge 6: Nachhandelstransparenz und General Clearing Member

Der sechste Beitrag der PwC Webinar-Reihe zum Thema „WpHG-Pr√ľfung nach MiFID II“ ist ver√∂ffentlicht.

Der erste Teil des aktuellen Webinars widmet sich dem Thema Nachhandelstransparenz. Es gilt der Grundsatz, dass jedes Gesch√§ft nach dem Handel einmal ver√∂ffentlicht werden muss. Das Webinar geht der Frage nach, f√ľr wen die Nachhandelstransparenzpflicht, abh√§ngig von der Art der Auftragsausf√ľhrung, gilt. In diesem Zusammenhang werden die speziellen Vorschriften f√ľr OTC-Gesch√§fte und systematische Internalisierer n√§her aufgezeigt. Es werden die Anforderungen an die Ver√∂ffentlichung je nach Finanzinstrument und Art des Gesch√§fts erl√§utert. Wie gewohnt findet sich am Ende des Themengebiets eine Darstellung der Pr√ľfungsschwerpunkte einer ¬ß 89 WpHG Pr√ľfung.

Der zweite Teil des Webinars besch√§ftigt sich mit dem Thema General Clearing Member (kurz: GCM). Bei den Organisationspflichten f√ľr GCM handelt es sich um ein durch MiFID II neu entstandenes Pr√ľfungsgebiet. Das Webinar beginnt mit einer kurzen Einordnung des Themas GCM in die MiFID II-Regelungen. Im Anschluss folgt eine Vorstellung der grundlegenden Anforderungen f√ľr die Bereitstellung von Clearingdiensten, wie beispielsweise vorzuhaltende Systeme und Kontrollen. Die neue Gesetzeslage verlangt von GCM-Dienstleistern die Durchf√ľhrung einer Due-Diligence Pr√ľfung potenzieller und bestehender Clearing-Kunden. Im Webinar werden die einzelnen Punkte dieser Due Diligence Pr√ľfung vorgestellt und n√§her erl√§utert. Ebenfalls neu ist die Pflicht zur Festlegung von Positionslimits und deren √úberwachung. Abschlie√üend werden die Pr√ľfungsschwerpunkte zum Thema General Clearing Member nach ¬ß 89 WpHG benannt.

Mit diesem sechsten und letzten Teil endet unsere Webinarreihe. Im Laufe der Reihe haben wir Ihnen alle wesentlichen Pr√ľfungsgebiete unter MiFID¬†II vorgestellt. Wir hoffen, unser Webinar hat Ihnen die eine oder andere Anregung und Unterst√ľtzung gegeben. Wir bedanken uns f√ľr Ihr Interesse und stehen Ihnen f√ľr R√ľckfragen unter den im Webinar aufgef√ľhrten Kontaktangaben gern zur Verf√ľgung.

F√ľr einen fortf√ľhrenden Austausch laden wir Sie herzlich zu unserer

Telefonkonferenz am 6. Februar 2019 von 17 Uhr bis 19 Uhr ein.

F√ľr den Erhalt der Zugangsdaten f√ľr die Teilnahme an der Telefonkonferenz und Informationen zu weiteren Webinaren senden Sie uns bitte eine E-mail mit dem Stichwort ‚Äěwebinar‚Äú an ‚ÄěWebinar_MiFID_II@de.pwc.com“. Die Teilnahme an diesem Termin ist entgeltfrei.

Wir freuen uns, Sie zum telefonischen Austausch begr√ľ√üen zu d√ľrfen.

 

Quickcheck Customer Risk Rating ‚Äď Einhaltung der ESA Risk Factor Guidelines

Die BaFin hat die neuen Leitlinien zu den Risikofaktoren (ESA Risk Factor Guidelines), die bis zum 26. Juni 2018 umzusetzen waren, in ihre Verwaltungspraxis √ľbernommen. Kredit- und Finanzinstitute sehen sich somit der Herausforderung weitreichender prozessualer Anpassungen gegen√ľbergestellt. Beispielsweise sind Verfahren und Prozesse zum risikobasierten Ansatz oder die hauseigene Risikoanalyse hinsichtlich der neuen Risikofaktoren anzupassen.

Die Leitlinien beinhalten Faktoren, die bei der Bewertung des mit einer Gesch√§ftsbeziehung oder gelegentlichen Transaktion verkn√ľpften Risikos f√ľr Geldw√§sche und Terrorismusfinanzierung, ber√ľcksichtigt werden sollten. Sie legen au√üerdem dar, wie der Umfang der Sorgfaltspflichten gegen√ľber Kunden jeweils angepasst werden sollte, damit diese f√ľr das festgestellte Geldw√§sche- und Terrorismusfinanzierungsrisiko angemessen sind.

Die Leitlinien sind wie folgt ausgestaltet und beinhalten Faktoren f√ľr die dargestellten Risikotrigger ebenso wie diverse branchenspezifische Hinweise:

 

Gerne unterst√ľtzen wir Sie bei der Umsetzung der ESA Leitlinien zu den Risikofaktoren. Dazu haben wir ein eigenes Tool, den Compliance Navigator, entwickelt. Dar√ľber hinaus haben wir eine spezielle Vorgehensweise zur Umsetzung erstellt; diese ist wie folgt ausgestaltet:

Dies erfolgt mittels Erstellung einer Heatmap zur Evaluierung der Einhaltung der Vorgaben aus den ESA Leitlinien zu den Risikofaktoren:

  • Bewertung der Einhaltung der Vorgaben aus den neuen ESA Leitlinien
  • Pr√§zise Aufdeckung m√∂glicher Handlungsfelder durch den Soll-Ist-Abgleich
  • Der daraus abgeleitete Ma√ünahmenkatalog bereitet Ihr Institut optimal darauf vor, den versch√§rften Anforderungen aus den neuen ESA Leitlinien gerecht zu werden

Bei Nichtumsetzung der ESA Leitlinien zu den Risikofaktoren ergeben sich u.a. folgende mögliche Risiken:

  • Nichtumsetzung der ESA Leitlinien f√ľhrt dazu, dass die Kundenrisisken, die Transaktionsrisiken, die Vertriebskanalrisiken und die L√§nderrisken nicht richtig bewertet werden.
  • Risikosituation des Unternehmens wird nicht korrekt dargestellt (fehlerhafte Riskoanalyse).
  • Mitarbeiter werden nicht vollumf√§nglich √ľber die Risikofaktoren im Zusammenhang mit Geldw√§sche und Terrorismusfinanzierung geschult.
  • Indizienmodell wird nicht sachgerecht abgeleitet, daher m√∂glicherweise fehlerhaftes Monitoring.
  • Nichtnutzung von Effizienzgewinnen durch mangelnde Umsetzung der Faktoren zur Risikominimierung.

Haben Sie Fragen oder Interesse an einem gemeinsamen Projekt zu diesem Thema? Sprechen Sie uns gerne hierzu oder zu weiteren Compliance-Themen an. Wir freuen uns mit Ihnen in Kontakt zu treten.

EU plant strengere Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung

Bereits am 12. September 2018 hat die Kommission einen Vorschlag zur √úberarbeitung der Verordnungen √ľber die Europ√§ischen Aufsichtsbeh√∂rden ver√∂ffentlicht. Dieser sieht im Wesentlichen vor, die Zust√§ndigkeit f√ľr die Bek√§mpfung der Geldw√§sche im Finanzsektor einer einzigen der drei Europ√§ischen Aufsichtsbeh√∂rden, der Europ√§ischen Bankenaufsichtsbeh√∂rde (EBA), zu √ľbertragen. Dies sollte im Wesentlichen durch die folgenden Punkte erreicht werden:

  • Die EBA kann nationale Aufsichtsbeh√∂rden, die f√ľr die Bek√§mpfung der Geldw√§sche zust√§ndig sind, auffordern, m√∂gliche wesentliche Verst√∂√üe zu untersuchen und gezielte Ma√ünahmen wie Sanktionen zu erw√§gen.
  • Die bestehenden Befugnisse der EBA werden gest√§rkt, sodass die EBA im Falle von Unt√§tigkeit nationaler Beh√∂rden als letzte Instanz Entscheidungen direkt an einzelne Unternehmen des Finanzsektors richten kann.
  • Die Qualit√§t der Beaufsichtigung wird durch gemeinsame Standards, regelm√§√üige √úberpr√ľfungen der nationalen Aufsichtsbeh√∂rden und Risikoabsch√§tzungen gest√§rkt.
  • Die Erfassung von Informationen √ľber Risiken und Trends bei der Bek√§mpfung der Geldw√§sche und der Austausch solcher Informationen zwischen den nationalen Aufsichtsbeh√∂rden wird gef√∂rdert (sogenannte Datenknoten).
  • Die Zusammenarbeit mit Drittstaaten in grenz√ľberschreitenden F√§llen soll erleichtert werden.
  • Ein neuer st√§ndiger Ausschuss wird eingerichtet, der die nationalen Aufsichtsbeh√∂rden f√ľr die Bek√§mpfung von Geldw√§sche zusammenbringt.

Am 4. Dezember 2018 hat der Rat der Europ√§ischen Union nun einen neuen Aktionsplan¬†zur Bek√§mpfung von Geldw√§sche und Terrorismusfinanzierung als Reaktion auf die j√ľngsten Geldw√§sche-Skandale in einigen EU-Banken (bspw. Danske Bank, ING, Deutsche Bank) verabschiedet. Der neue Aktionsplan soll die legislativen √Ąnderungen durch kurzfristigen Ma√ünahmen nicht-gesetzgeberischer Art erg√§nzen:

  1. Ermittlung der Faktoren, die zu den j√ľngsten F√§llen von Geldw√§sche in EU-Banken beitrugen, um zus√§tzliche mittel- und langfristige Ma√ünahmen fundierter abzuleiten;
  2. Erhebung einschlägiger Risiken von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sowie von geeigneten Aufsichtspraktiken, um diesen entgegenzuwirken;
  3. Erhöhung der aufsichtlichen Konvergenz und bessere Einbeziehung der Aspekte der Geldwäschebekämpfung in den Aufsichtsprozess;
  4. Gew√§hrleistung einer effektiven Zusammenarbeit zwischen den f√ľr die Finanzaufsicht und den f√ľr die Bek√§mpfung der Geldw√§sche zust√§ndigen Beh√∂rden;
  5. Präzisierung von Aspekten in Bezug auf den Entzug von Bankzulassungen bei Fällen von schwerwiegenden Verstößen;
  6. Verbesserung der Aufsicht und Austausch von Informationen zwischen den einschlägigen Behörden;
  7. Austausch bewährter Verfahren und Feststellung von Gemeinsamkeiten zwischen nationalen Behörden;
  8. Verbesserung der Kapazität der Europäischen Aufsichtsbehörde zur besseren Nutzung der bestehenden Aufsichtsbefugnisse und -instrumente.

Die √Ąnderungen, insbesondere die Ausweitung der Kompetenzen der EBA im Hinblick auf die Geldw√§schebek√§mpfung, bedeuten einerseits eine schnellere Angleichung der unterschiedlichen Regelwerke in den EU-Mitgliedstaaten und andererseits eine weitere Zentralisierung der Geldw√§scheaufsicht in der EU. Des Weiteren f√ľhren die oben beschriebenen √Ąnderungen zu einer proaktiveren und intensiveren Rolle der Aufsichtsbeh√∂rden in der Geldw√§schebek√§mpfung. Auf Basis der vereinbarten kurzfristigen Ma√ünahmen aus dem Aktionsplan sind weitere mittel- bzw. langfristige legislative Ma√ünahmen zu erwarten.

Wir empfehlen den Verpflichteten, die √Ąnderungen auf der EU-Ebene zu verfolgen und sich auf die weiter zunehmende Aufsichtsintensit√§t einzustellen.

Haben Sie Fragen oder sehen Sie Diskussionsbedarf zu den √Ąnderungen? Wir sind gerne f√ľr Sie da, sprechen Sie uns an!

 

[KN1]https://ec.europa.eu/info/publications/180912-esas-review-money-laundering_en

Link auf:

[KN2]https://www.consilium.europa.eu/de/press/press-releases/2018/12/04/money-laundering-council-adopts-conclusions-on-an-action-plan-for-enhanced-monitoring/

MiFID II-Webinar, Folge 5: Anforderungen an die Geschäftsleitung und die Sachkunde bestimmter Mitarbeiter

Der f√ľnfte Beitrag der PwC Webinar-Reihe zum Thema „WpHG-Pr√ľfung nach MiFID II“ ist ver√∂ffentlicht.

Der erste Teil des aktuellen Webinars widmet sich den Anforderungen, die die Gesch√§ftsleitung eines Wertpapierdienstleistungsunternehmens zu erf√ľllen hat. Nach einem √úberblick √ľber die Rechtsquellen dieser Anforderungen wird auf das Verh√§ltnis zu den Anforderungen des ¬ß 25a KWG in Bezug auf das Wertpapierdienstleistungs- und -nebendienstleistungsgesch√§ft eingegangen. Weiterhin wird die Verantwortung der Gesch√§ftsleitung auch f√ľr unternehmensexterne Interessen, wie beispielsweise f√ľr Kunden und den Kapitalmarkt dargestellt und erl√§utert, dass sich die Unternehmensstrategie an den Bed√ľrfnissen der Kunden des Wertpapierdienstleistungsinstituts auszurichten hat. Au√üerdem wird die geforderte fortlaufende √úberwachung und regelm√§√üige √úberpr√ľfung der entsprechenden Regelungen und Prozesse beschrieben. Im Rahmen dessen wird insbesondere auf die √úberwachung des Produktfreigabeprozesses gem√§√ü ¬ß 81 Abs. 4 WpHG eingegangen. Nach dem Aufzeigen der von den Gesch√§ftsleitern zu erf√ľllenden Anforderungen wird dieser Teil des Webinars mit einem √úberblick √ľber aktuelle Diskussionspunkte in diesem Thema sowie die Schwerpunkte in der Pr√ľfung der Anforderungen an die Gesch√§ftsleitung nach ¬ß 89 WpHG abgerundet.

Im zweiten Teil des Webinars geht es um das Thema „Sachkunde“. Im Rahmen dessen werden die verschiedenen Mitarbeitergruppen vorgestellt, f√ľr die explizite Anforderungen an deren Sachkunde bestehen. F√ľr jede Mitarbeitergruppe werden die einzelnen Anforderungen vorgestellt und Unterschiede im Hinblick auf die Anforderungen herausgestellt. Au√üerdem werden die Sachgebiete, zu denen Kenntnisse und ihre praktische Anwendung gefordert sind, dargestellt und die Dokumente vorgestellt, anhand derer die Sachkunde nachgewiesen werden kann. Abschlie√üend werden Aspekte aufgezeigt, die im Rahmen der Pr√ľfung nach ¬ß 89 WpHG zur Einhaltung der Anforderungen an die Gesch√§ftsleitung betrachtet werden.

Wir w√ľnschen Ihnen ein interessantes Webinar.

 

F√ľr einen fortf√ľhrenden Austausch laden wir Sie herzlich zu unserer

Telefonkonferenz am Mittwoch, den 5. Dezember 2018 um 17 Uhr ein.

F√ľr den Erhalt der Zugangsdaten f√ľr die Teilnahme an der Telefonkonferenz und Informationen zu weiteren Webinaren senden Sie uns bitte eine Email mit dem Stichwort ‚Äěwebinar‚Äú an ‚ÄěWebinar_MiFID_II@de.pwc.com‚Äú. Die Teilnahme an diesem Termin ist entgeltfrei.

Wir freuen uns, Sie zum telefonischen Austausch begr√ľ√üen zu d√ľrfen.

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