Diversität, gerechte Teilhabe und inklusive Unternehmenskultur im deutschen Handel

Unsere Gesellschaft ist divers. Doch wie vielfältig ist der deutsche Handel, etwa in Hinblick auf Geschlecht, Alter, sexuelle Orientierung und soziale Herkunft der Beschäftigten?

Welche (strategische) Rolle spielen Diversität, gerechte Teilhabe und eine inklusive Unternehmenskultur in Handelsunternehmen? Diesen und weiteren Fragen sind PwC, der Handelsverband Deutschland und Google Deutschland in der gemeinsamen Studie “Diversity, Equity & Inclusion - wie reif ist der Handel”auf den Grund gegangen. 

Studien und Praxisbeispiele zeigen, dass Diversity, Equity & Inclusion (DEI) einen Nährboden für Innovationen darstellt und die Profitabilität von Unternehmen überdurchschnittlich steigert. Besonders die jüngeren Generationen auf dem Arbeitsmarkt achten bei der Auswahl des Arbeitgebers auf die Unternehmenswerte sowie die Haltung und Aktivitäten im Hinblick auf DEI. Schließlich können Unternehmen nicht nur junge Talente durch DEI-Initiativen gewinnen, sondern auch das Wohlbefinden und die Produktivität aller Mitarbeitenden positiv beeinflussen. 

Rund ein Viertel der in unserer Studie befragten kleinen und mittleren Handelsunternehmen (KMU) geben an, mit dem Konzept DEI vertraut zu sein. Mittelfristig halten allerdings mehr als die Hälfte (55 %) der KMU das Thema für relevant.

Auch die großen Handelsunternehmen stehen zum Großteil noch am Anfang ihrer DEI-Reise. Bei der Einordnung in das PwC Reifegradmodell erreicht jedes dritte (34 %) der befragten Großunternehmen den ersten Reifegrad, was bedeutet, dass erste DEI-Aktivitäten im Unternehmen umgesetzt werden. Auf dem zweiten Reifegrad, wo das Management des Unternehmens eine DEI-Vision formuliert und KPIs zu ausgewählten Dimensionen verfolgt und kommuniziert hat, landen 44 % der befragten Großunternehmen. 20 % der befragten Händler erreichen den dritten Reifegrad, in dem das Top-Management die Vision in konkrete DEI Ziele übersetzt, HR-Prozesse überprüft und anpasst sowie die Ziele, Fortschritte und Erfolge in die externe Kommunikation einbindet. Den vierten und letzten Reifegrad, in dem DEI Teil der unternehmensweiten Strategie ist und entlang der gesamten Wertschöpfungskette mitgedacht wird, erreichen aktuell nur 2 % der großen Handelsunternehmen. 

Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl KMU als auch die großen Händler in Deutschland noch Aufholbedarf in Sachen DEI haben. „Unsere Analyse belegt, dass es für Unternehmen aller Größen sinnvoll ist sich intensiv mit Diversity, Equity & Inclusion auseinandersetzen und das Thema voranzutreiben“, sagt Ilana Rolef-Heberling, Head of Brand Transformation, Communications & DEI bei PwC Deutschland. „Unternehmen, die DEI als integralen Bestandteil ihrer Unternehmensstrategie betrachten und leben, schaffen nachhaltiges Vertrauen in die Marke bei ihren Kund:innen, fördern Innovation und erhöhen ihre Attraktivität als Arbeitgeber“, so Rolef-Heberling weiter.

Wir laden Sie herzlich ein die detaillierten Befragungsergebnisse der Studie nachzulesen. Außerdem finden Sie dort praktische Handlungsempfehlungen für Ihre DEI-Entwicklung sowie anschauliche Best-Practice-Beispiele.

Für die Studie wurden zwischen Mai und September 2021 sowohl KMU (bis 250 Mitarbeitende) als auch Großunternehmen aus der Handelsbranche befragt. An der Befragung für KMU haben insgesamt 334 Unternehmen teilgenommen. Für eine ausführliche Bestimmung des Status quo von DEI im Handel wurden 52 größere Unternehmen befragt. 

Ansprechpartnerin: Ilana Rolef-Heberling

Kontakt

Dr. Christian Wulff

Partner, Leiter Handel und Konsumgüter
Hamburg

Dr. Stephanie Rumpff

Senior Manager, Head of Business Development
Düsseldorf

Tel.: +49 211 981-2118

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