Handel & Konsumgüter – Am Puls der Branche

Konsument:innen schauen optimistisch in die Zukunft – und kritisch aufs Preisschild

Nach knapp zwei Jahren Corona-Pandemie blickt die Hälfte der deutschen Konsument:innen optimistisch in die Zukunft. Dabei macht Impfen optimistisch: während unter den Geimpften 56 % positiv-gestimmt in die Zukunft schauen, sind es unter den Ungeimpften nur etwa ein Drittel (35%). Trotzdem achten die Verbraucher:innen unabhängig vom Impfstatus in Anbetracht der steigenden Inflation verstärkt auf die Preise (52 %) und versuchen zu sparen (47 %). Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle PwC Konsument:innen-Befragung “Global Consumer Insights Survey”.

Die Befragung zeigt auch, dass sich der “Online-Shift” verfestigt. Seit dem Ausbruch der Pandemie stabilisieren sich die Online-Einkäufe auf einem konstant hohen Niveau. Besonders beliebt für das Onlineshopping ist das Smartphone: mehr als jede:r Dritte (35 %) kauft mindestens wöchentlich per Smartphone ein. Die Produktkategorien Kleidung, Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte landen am häufigsten im digitalen Warenkorb.

Nachhaltigkeit gewinnt am Black Friday an Bedeutung

Händler übertreffen sich am Black Friday mit Angeboten und Rabatten, um die Schnäppchenjäger in ihre Geschäfte und Online-Shops zu locken. Häufig gelten die Angebote sogar bis zum darauffolgenden Cyber Monday – sofern sie nicht früher vergriffen sind. Unsere aktuelle PwC Konsumentenbefragung zeigt, dass 69 % der deutschen Konsument:innen planen, am 26. November auf Black Friday Schnäppchenjagd zu gehen.

Im Durchschnitt planen die Konsument:innen 299 Euro ausgeben, wobei Männer mit 340 Euro deutlich mehr bereit sind auszugeben, als Frauen mit 254 Euro. Besonders begehrt sind elektronische Geräte: 50 % der Verbraucher:innen, die Interesse am Black Friday und Cyber Monday bekunden, wollen Artikel aus dem Elektronik -und Techniksegment kaufen. Weiterhin begehrt sind Kleidung, Schuhe und Accessoires (34 %) sowie Weihnachtsgeschenke (20 %).

Der Online-Shift setzte sich auch bei Suche nach Schnäppchen durch: 71 % der Befragten wollen hauptsächlich online shoppen. Jedoch geht es den Verbraucher:innen längst nicht mehr nur darum, die niedrigsten Preise zu finden. 84 % Konsument:innen geben an, dass der Aspekt der Nachhaltigkeit ihr Einkaufsverhalten auch am Black Friday beeinflusst. So wollen 41 % nur Produkte kaufen, die sie auch benötigen. 31 % versuchen bewusst, Retouren zu vermeiden und 29 % achten nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Qualität.

Die Verbraucher:innen nutzen die Schnäpchentage auch, um Weihnachtseinkäufe zu erledigen. 24 % planen rund ein Drittel der Weihnachtsgeschenke am Black Friday zu shoppen, während 29 % sogar die Hälfte aller Weihnachtsgeschenke besorgen möchten.

Eine Übersicht der Umfrageergebnisse finden Sie hier.

Ansprechpartnerin: Stefanie Raimund

Einladung zum Webinar „women&retailconsumer – Power Tea Time“

Wie vielfältig ist der Handel und die Konsumgüterindustrie und wie kann Diversity, Equity & Inclusion (DE&I) in Unternehmen gelebt werden? 

Wir laden Sie herzlich zur nächsten Power Tea Time unseres Netzwerks women&retailconsumer am 2. November 2021 um 16.30 Uhr ein, in der wir das Thema “Diversity in Handel und Konsumgüterindustrie – Was uns so erfolgreich macht!” ins Scheinwerferlicht rücken. Dazu stellen wir Ihnen in einer inspirierenden Key Note exklusiv unsere neue Studie vor, die aus einer gemeinsamen Initiative mit dem Handelsverband Deutschland, Google und PwC hervorgegangen ist.

Junge Konsument:innen legen Wert auf Nachhaltigkeit beim Einkauf – und in der Politik

Für die 18- bis 25-Jährigen, die sogenannte Generation Z, spielt Nachhaltigkeit eine große Rolle. Das spiegelt sich sowohl in ihrem Einkaufsverhalten als auch in ihrer Wahlentscheidung wider.

Die aktuelle Umfrage von PwC Deutschland unter 1.000 Bundesbürger:innen der Generation Z hat ergeben, dass für knapp zwei Drittel (65 %) die Nachhaltigkeit von Produkten eine Rolle beim Einkauf spielt. Gleichzeitig sehen die jungen Wähler:innen die Regierung in der Pflicht, sich für den Umwelt- und Klimaschutz einzusetzen. Jede:r Vierte (25 %) sieht die Regierung als Hauptverantwortliche, einen nachhaltigen Lebensstil zu verbreiten. Nur 13 % sehen sich hier als Konsument:in selber in erster Linie in der Verantwortung. Dementsprechend geben drei Viertel (77 %) an, dass ihre Wahlentscheidung bei der anstehenden Bundestagswahl von den in den Parteiprogrammen genannten Umwelt- und Klimaschutz-Aspekten beeinflusst wird.

Wie sich die Konsumgüterbranche für die Zukunft aufstellt

Die Konsumgüterbranche hat sich den disruptiven Herausforderungen der Covid-19 Pandemie gestellt und hinsichtlich operative Agilität, digitale Transformation, Resilienz und Einfallsreichtum viel dazu gelernt. Die Unternehmen haben von jetzt auf gleich innovative Lösungsansätze entwickelt und gleichzeitig die Nachfrage der Bevölkerung nach Gütern des täglichen Bedarfs stabilisiert. Die Konsumenten haben ihrerseits auf die Veränderungen reagiert und nicht nur mehr online eingekauft, sondern auch die Bedeutung von lokalen, nachhaltigen und gesunden Produkten zu schätzen gelernt. Der PwC Report “What’s Next? How consumer goods leader envision tomorrow” in Kooperation mit The Consumer Goods Forum zeigt die Perspektive von Führungskräften aus internationalen Konsumgüterkonzernen und leitet daraus fünf Trends ab, die die Zukunft der Branche prägen werden.

Erfolgreich eigene digitale Plattformen aufbauen

Digitale Plattformen sind für viele Händler fester Bestandteil ihres Geschäftsmodells. Um eine eigene Plattform erfolgreich aufzubauen, braucht es ein durchdachtes Vorgehen, das alle wesentlichen Dimensionen einbezieht. Das Platform Excellence Framework unterstützt Händler dabei, die Bereiche Business, Experience, Technology und Change in ihre Plattformstrategie einzubeziehen und bietet in der Umsetzung bei jedem Schritt konkrete Hilfestellung.

Die Dimension “Business” fokussiert sich auf strategische Entscheidungen und rechtliche Rahmenbedingungen bei der Plattformentwicklung. Nur wer sich von den bestehenden Plattformen differenziert, etwa durch Lokalität oder Spezialisierung, wird die relevante Zielgruppe gewinnen können. Die strategische Entscheidung, ob es sich um eine teilweise geöffnete Plattform zur gezielten Erweiterung der eigenen Kategorien handelt, oder um eine vollständig geöffnete Plattform, auf der auch Händler mit konkurrieren Produkten auftreten können, ist ebenfalls elementar. Besondere Aufmerksamkeit sollte auf die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen gelegt werden, um bspw. die aus den komplexen Neuregelungen zum E-Commerce folgenden Compliance-Risiken sowie Ansässigkeiten (direkte und indirekte Steuern), Deklarations- und Rechnungsstellungspflichten von Anfang an zu berücksichtigen.

Einladung zum Webinar „PwC meets Salesforce: Customer Centric Marketing”

Um ihre Marketingmaßnahmen zu optimieren, stützen sich Händler und Markenhersteller oft auf historische Daten. Diese haben aber in unsteten Zeiten, in denen sich das Konsumentenverhalten, die Customer Journey und zum Teil sogar die Marken selbst verändern, wenig Aussagekraft. Wie können Unternehmen dennoch die Auswirkungen ihrer Kundeninteraktionen maximieren, Transaktionen vorantreiben und gleichzeitig die langfristige Markentreue fördern?

Einladung zum Webcast „Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz“

Mit dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, das der Bundestag voraussichtlich im Juni verabschieden wird, gehen neue Nachweispflichten einher. Auch wenn die Regelungen zunächst für Unternehmen mit mehr als 3.000 Arbeitnehmer:innen gelten, sind indirekt auch kleine und mittelgroße Unternehmen betroffen, da sich die Sorgfaltspflichten der Anwender:innen auch auf deren Zulieferer:innen beziehen.