Trotz COVID-19 noch sinkende Renditen für Handelsimmobilien in den Haupteinkaufsstraßen der Top-Standorte in Deutschland

Trotz der anhaltenden COVID-19-Pandemie bleiben deutsche Investoren weitestgehend zuversichtlich im Hinblick auf Investments im Gewerbeimmobilienmarkt. Das ergab der im November erschienene “PwC Real Estate Investor Survey”, welcher halbjährlich Investoren in der DACH-Region zu ihrer Einschätzung der Entwicklung von Zinsen, Renditen und Vermietungsannahmen befragt. Während kurz- und mittelfristig der Großteil der befragten deutschen Investoren von stabilen Zinsen ausgeht, erwarten fast die Hälfte der Investoren (47%) auf lange Sicht steigende Zinsen. Gleichzeitig sehen 67% der Investoren einen Zusammenhang zwischen der Immobilienrendite und der Zinsentwicklung. In Bezug auf die Mieten gehen 53% der Befragten von stabilen Mieten an Top-Standorten aus, während 23% steigende Mieten erwarten. Für sekundäre Standorte gehen hingegen 60% der Investoren von sinkenden Mieten aus. Aber wie entwickelten sich die Assetklasse der Handelsimmobilien in Deutschland?

Trotz der COVID-19-Pandemie sind die Renditen für Handelsimmobilien in den Haupteinkaufsstraßen in den Top-7 Standorten in Deutschland noch gesunken. In den besagten Standorten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München, Stuttgart, München) setzt sich die Renditekompression der vergangenen Monate bei Core-Handelsimmobilien in den Haupteinkaufsstraßen mit durchschnittlich -11 bps fort. Die größten Rückgänge wurde dabei in Stuttgart (-28 bps), Frankfurt (-14 bps) und München (-14 bps) beobachtet. Bei den Core-Plus und Value-Added-Handelsimmobilien wurde in den Top-7 Städten eine Renditekompression von durchschnittlich -17 bps beobachtet. Unter den Top-7 Standorten ist München vergleichsweise am teuersten mit der geringsten Rendite in allen Risikoklassen.

Gegenüber den Top-Standorten bzw. Städten verzeichnen Handelsimmobilien in sekundären Lagen (d.h. ganze Regionen wie Bayern, Nordrhein-Westfalen, etc.) eine geringere Nachfrage und steigende Renditen in den Klassen Core-Plus (+20 bps) und Value-Add (+40 bps). Die Core-Handelsimmobilien bleiben stabil bei einer Renditekompression von -1 bps.

Unter den Handelsimmobilien abseits der Haupteinkaufsstraßen sind Supermärkte und Fachmärkte mit hohem Lebensmittel-Anteil die Gewinner (-48 bps, bzw. – 32 bps). Verlierer sind hingegen die Out-of-Town Shopping Center mit sinkenden Mieten, höheren Renditen und mehr Incentivierung bei der Vermietung.

Weitere spannende Informationen wie etwa die Entwicklung der Mietpreise und Vermietungsparameter – wie z.B. Leerstandsdauer oder mietfreie Zeiten –  für Handelsimmobilien, der Vergleich zu den Nachbarländern Österreich und Schweiz sowie Informationen zu weiteren Assetklassen (Büro- und Logistikimmobilien) finden Sie in der beigefügten Studie “PwC Real Estate Investor Survey”.

Bei Fragen steht Ihnen gerne unser Experte zur Seite:

Thomas Veith

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