Wie sich die Konsumgüterbranche für die Zukunft aufstellt

Die Konsumgüterbranche hat sich den disruptiven Herausforderungen der Covid-19 Pandemie gestellt und hinsichtlich operative Agilität, digitale Transformation, Resilienz und Einfallsreichtum viel dazu gelernt. Die Unternehmen haben von jetzt auf gleich innovative Lösungsansätze entwickelt und gleichzeitig die Nachfrage der Bevölkerung nach Gütern des täglichen Bedarfs stabilisiert. Die Konsumenten haben ihrerseits auf die Veränderungen reagiert und nicht nur mehr online eingekauft, sondern auch die Bedeutung von lokalen, nachhaltigen und gesunden Produkten zu schätzen gelernt. Der PwC Report “What’s Next? How consumer goods leader envision tomorrow” in Kooperation mit The Consumer Goods Forum zeigt die Perspektive von Führungskräften aus internationalen Konsumgüterkonzernen und leitet daraus fünf Trends ab, die die Zukunft der Branche prägen werden.

  • Trend 1: Der “Store of the Future” ist omnichannel

Technologie wird der Schlüsselfaktor, um das stationäre und das Onlinegeschäft zu einem nahtlosen und personalisierten Einkaufserlebnis zu verbinden. Nur Händler, die in einem Omnichannel-Modell das Beste aus Technologie und menschlicher Erfahrung kombinieren, werden sich langfristig im Markt durchsetzen können.

  • Trend 2: Lebensmittel werden nachhaltig 

Konsumenten fordern zunehmend, dass sich Lebensmittelhersteller öffentlich für Gesundheit und Nachhaltigkeit einsetzen und z.B. mehr lokale und pflanzliche Produkte anbieten. Der PwC Global Consumer Insights Survey von Juni 2021 zeigt zudem, dass Verbraucher weltweit bereit sind, für ethisch und nachhaltig produzierte Lebensmittel mehr zu bezahlen.

  • Trend 3: Lieferketten werden resilienter, nachhaltiger und digitaler

Die Konsumgüterbranche hat erfolgreich auf die versorgungstechnischen Herausforderungen in der Pandemie reagiert. Gleichwohl haben die Lieferengpässe noch einmal die Dringlichkeit unterstrichen, die Lieferketten widerstandsfähiger, transparenter, nachhaltiger und digitaler zu gestalten. 

  • Trend 4: Marken müssen Werte vermitteln

Durch die anhaltende Pandemie ist für Konsumenten das Vertrauen in die Marke bei Kaufentscheidungen immer wichtiger geworden. Konsumgüterhersteller müssen die Relevanz ihrer Marken vor allem bei jüngeren Konsumenten sichern, indem sie Werte und Überzeugungen vermitteln, die einen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Probleme leisten. 

  • Trend 5: ESG wird ein wichtiger Faktor für den Unternehmenswert

Nicht nur die Konsumenten, sondern alle Stakeholder erwarten von Händlern und Konsumgüterherstellern, dass sie sich mit einer Vielzahl von ESG- (Environmental, Social & Governance) Themen befassen. Da die Regulierung weiter zunehmen wird, zählt ESG zu den Top-Prioritäten der Geschäftsleitung. 

Damit Unternehmen bestmöglich die aktuellen Veränderungen angehen können und auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet sind, sollten sie sich mit neuen Arbeitsweisen (z.B. agiles Projektmanagement oder Start-up Methoden) aktiv auseinandersetzen und diese in Modellprojekten testen. Die Pandemie hat nicht nur die Unternehmen verändert, sondern auch deren Führungskräfte, die neue Wege für Kommunikation, Innovation und Zusammenarbeit mit ihren Mitarbeiter:innen, Kund:innen und Lieferant:innen finden mussten. Jetzt gilt es, diese neue Basis zu stärken und durch eine resiliente Organisation die Zukunftsfähigkeit zu sichern.

 

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.