Die Nahrungsmittelindustrie in Zeiten des Klimawandels

Die Auswirkungen des Klimawandels sind vielseitig. Die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie hat bereits in den letzten Jahren mit extremen Wetterverhältnissen zu kämpfen gehabt und klimatische Veränderungen werden auch zukünftig die Umsätze von Herstellern maßgeblich beeinflussen. Folglich müssen Hersteller die Klimarisiken noch stärker in ihre Entscheidungsprozesse integrieren. Doch welche Risiken gibt es und wie genau können diese integriert werden?

Einerseits ergeben sich durch den Klimawandel bedingte physische Risiken, beispielsweise Ernteausfälle. Die nachgelagerten Prozesse (z.B. Weiterverarbeitung der Lebensmittel) und die Lieferketten sind von diesen Disruptionen ebenso betroffen. Andererseits ergeben sich transitorische Risiken im Übergang in eine CO2-arme Wirtschaft, beispielsweise durch steigende Preise für Rohmaterialien nach Einführung eines CO2-Emissions-Preises.

Um diese komplexen Klimarisiken adäquat zu berücksichtigen, können Unternehmen der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie Szenarioanalysen in Betracht ziehen. Mit Hilfe von Szenarioanalysen können nämlich Klimaveränderungen und die entstehenden finanziellen Folgen simuliert werden. Eine PwC-Analyse belegt beispielhaft und stark auf spezifischen Annahmen basiert, dass Unternehmen, die sich nicht an die vom Klimawandel betroffene Umwelt anpassen, bereits bei einem Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur von 2 Grad ernsthafte Konsequenzen fürchten müssen. Genauer gesagt könnte bei diesen beispielhaften Unternehmen das EBITDA bis 2050 um 44% schrumpfen, selbst wenn entstehende Mehrkosten an nachgelagerte Akteure in der Wertschöpfungskette (z.B. Einzelhändler) weitergegeben werden. Auch die steigende Anzahl der globalen Bevölkerung (2050 voraussichtlich 9,7 Milliarden) und die dadurch entstehende steigende Nachfrage nach Lebensmitteln kann diesen Rückgang nicht verhindern.

Doch durch eine gründliche Analyse können Unternehmen in der Industrie ihre Klimastrategie optimieren und auch neue Chancen wahrnehmen. Zu diesen Chancen gehören etwa die Substitution von zuvor genutzten Zutaten in Lebensmitteln oder Getränken durch günstigere, widerstandsfähigere oder weniger kohlenstoff-intensive Zutaten.

Die detaillierte PwC Szenarioanalyse für Unternehmen in der ErnährungsIndustrie, sowie die getroffenen Annahmen finden Sie in PwC Studie “The Food Industry in the Spotlight of Climate Change”.

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