Handel & Konsumgüter – Am Puls der Branche

Bring Brexit back to life

Bereits am 31. Januar 2020 hat Großbritannien die Europäische Union verlassen. Doch damit ist das Thema Brexit nicht erledigt. Die vereinbarte Übergangsfrist läuft in sechs Monaten ab und Großbritannien und die EU ringen um Lösungen für ein Handelsabkommen. Wenngleich die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie momentan die oberste Priorität bei Händlern und Konsumgüterherstellern in Deutschland haben, so dürfen jene, die etwa mit britischen Unternehmen handeln, die Vorbereitung auf das näher rückende Ende der Übergangsfrist nicht aus den Augen verlieren.

Temporäre Absenkung der Umsatzsteuersätze

Im Rahmen der steuerlichen Maßnahmen zur Abfederung der Auswirkungen der COVID Pandemie werden die Mehrwertsteuersätze befristet vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 abgesenkt. Der Regelsteuersatz reduziert sich dabei von 19 Prozent auf 16 Prozent und der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent auf 5 Prozent. Das entsprechende Gesetz wurde am 30. Juni 2020 verkündet.

Die Coronakrise spaltet die europäischen Konsumenten

Die Unterschiede in Ausmaß und Folgen der COVID-19-Krise zwischen den nord- und südeuropäischen Staaten spiegelt sich auch bei den Konsumenten wider. Während etwa ein Drittel der Deutschen (32 %) und Niederländischer (35 %) Einkommenseinbußen infolge der Coronakrise hinnehmen mussten, trifft dies deutlich über die Hälfte der Italiener (57 %) und Spanier (61 %). Entsprechend planen 42 % der Italiener und 56 % der Spanier, aber nur ein Viertel der Deutschen (24 %) weniger Ausgaben in den nächsten Monaten. Diese Kaufzurückhaltung wird vor allem die Branchensektoren treffen, die bereits während des Shutdowns erhebliche Umsatzeinbußen hinnehmen mussten: Bekleidung, Schuhe und Sport- und Outdoorausrüstung.

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